Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FC St.Gallen: Dem Coup von Basel folgt die Bewährungsprobe im Europacup

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Peter Zeidler gelingt den Ostschweizern mit dem 2:1-Erfolg in Basel gleich eine Überraschung. Am Donnerstag steht im Europacup gegen Sarpsborg die Bewährungsprobe an.
Patricia Loher
Peter Zeidler zur Pause, als es noch 0:0 steht. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

Peter Zeidler zur Pause, als es noch 0:0 steht. (Bild: Andy Müller/Freshfocus)

In der Schweiz ist es für jeden Trainer ein aussergewöhnlicher Moment, wenn er in Basel ­gewinnt. Noch kostbarer aber ist ein Erfolg im St.-Jakob-Park für einen Coach, der neu an der Seitenlinie steht. Der Glaube einer Mannschaft, dass die Vorstellungen des Trainers schon nach kurzer Zeit zum Erfolg führen können, wird gestärkt.

So hat St.Gallens neuer Übungsleiter Peter Zeidler am Samstag in ­Basel einen perfekten Einstand gefeiert. Seine Mannschaft, nach vielen personellen Wechseln die Wundertüte der Liga, setzte in einem packenden, wilden Spiel gleich zum Auftakt ein Ausrufezeichen. In der 94. Minute ging ein wunderbarer Abschluss des eingewechselten Marco Aratore, der durch Vincent Sierro noch leicht abgelenkt wurde, zum 2:1 ins Basler Tor. Der Siegtreffer war eine Produktion der eingewechselten Spieler Roman Buess, Aratore und Sierro. Auch mit den ­Signalen von der Ersatzbank lag Zeidler also goldrichtig.

Itten: «Es war nicht immer einfach hier»

Mit Buess, Aratore und Cedric ­Itten, dem Torschützen zum 1:0, sowie Dereck Kutesa kamen für St.Gallen vier ehemalige Basler zum Einsatz. Itten, der in seiner Heimat schon im Februar beim 2:0-Erfolg der Ostschweizer zweimal getroffen hatte, sagte gegenüber der «Tageswoche»: «Es war nicht immer einfach hier, ich bin mehrfach ausgeliehen worden, und ich bin froh, zeigen zu können, dass ich auch etwas kann.»

Sein Trainer Zeidler jedoch dürfte vor dem Spiel nicht so richtig gewusst haben, wozu dieses Team Ausgabe 2018/19 fähig ist. «Wir haben gewusst, dass wir schon viele Dinge, die wir an­gesprochen haben, bringen ­können», sagte er bloss. Aber der Deutsche, der zuletzt Sochaux in der französischen Ligue 2 trainierte, relativierte: «Wir hätten auch verlieren können. Es gibt also keinen Grund, abzuheben.»

Schon am kommenden Donnerstag steht im Kybunpark mit dem Hinspiel der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation gegen Sarpsborg die Bewährungsprobe an. Bereits heute wird ausgelost, auf wen die St. Galler in der dritten Runde treffen, sollten sie die norwegische Hürde überspringen.

Zeidler: "Sie haben verstanden, wie wir spielen wollen"

Natürlich, am Ende war für die Ostschweizer in Basel auch Glück im Spiel. Weil sie viel riskierten, den Ball in der Vorwärtsbewegung aber oft schnell verloren, hätte die Partie durchaus ­anders verlaufen können. Aber Goalie Dejan Stojanovic präsentierte sich in bestechender Verfassung, und zwölf Minuten vor dem Ende rettete St. Gallens neuer Captain Silvan Hefti das 1:1 auf der Torlinie in die Schlussphase. Nur war es insgesamt doch ein hoffnungsvoller Ostschweizer Auftritt. Die St.Galler deuteten jedenfalls die Spielidee des neuen Coaches mit dem aufwendigen Gegenpressing bereits an.

Ihr Auftritt war offensiv und teilweise gar frech. Die fünf Wochen der Vorbereitung unter Zeidler haben offenbar schon einiges bewirkt in einer Mannschaft, die noch zum Ende der vergangenen Saison nach sieben Niederlagen in Folge am Boden lag. Dank des jungen Ghanaers Majeed ­Ashimeru, ausgeliehen von Salzburg, haben die St. Galler an Schnelligkeit zugelegt. Ashimeru bildete mit den ebenfalls überzeugend aufspielenden Kutesa und Jordi Quintillà ein überraschend gut harmonierendes, zentrales Mittelfeld. Die drei Spieler, zwei von ihnen sind 20- und einer 24-jährig, standen am Samstag erstmals in einem Ernstkampf gemeinsam auf dem Platz. «Sie haben bereits verstanden, wie wir spielen wollen», sagte Zeidler.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.