FC ST.GALLEN: Daniel Lopar: "Ich wusste, dass dieser Moment kommen würde"

Der 32-jährige Daniel Lopar ist nicht mehr die Nummer eins im Tor des FC St.Gallen. Lopar, der mit Abstand dienstälteste Spieler der Ostschweizer, über Vereinstreue, seine Leistungen in der Vorrunde und einen allfälligen Clubwechsel.
Patricia Loher
Daniel Lopar hat seinen Platz im Tor des FC St.Gallen verloren. (Bild: Daniela Frutiger/feshfocus (Daniela Frutiger))

Daniel Lopar hat seinen Platz im Tor des FC St.Gallen verloren. (Bild: Daniela Frutiger/feshfocus (Daniela Frutiger))

Daniel Lopar, hat Sie der Entscheid des Trainers überrascht?
Es gibt Parallelen im Schweizer Fussball. Zuletzt erging es David Zibung in Luzern und Marco Wölfli bei den Young Boys gleich. Ich werde auch nicht jünger. Also wusste ich, dass dieser Moment irgendwann kommen würde.

Kam der Moment zu früh?
Dazu soll sich jeder selber eine Meinung bilden. Ich kann nur sagen: Ich war elf Jahre lang grün-weiss und werde es auch in Zukunft sein.

Also ist ein Clubwechsel keine Option?
Stand jetzt: nein. Ich werde in St.Gallen genau gleich weiterarbeiten – und mich professionell sowie im Sinne des Clubs verhalten.

Wie hat Contini Ihnen gegenüber den Entscheid begründet?
Er sagte, es sei ein Entscheid für die Zukunft. Sein Entschluss habe jedoch nichts mit meinen Leistungen zu tun.

In der Vorrunde unterlief Ihnen aber der eine oder andere Fehler. Wie beurteilen Sie Ihre Leistungen der vergangenen Monate?
Ich weiss, dass ich schon bessere Vorrunden absolviert habe. Es hatte einige Fehler drin, aber spielentscheidend waren sie nicht. Ich trug sicherlich auch meinen Teil dazu bei, dass wir Rang vier belegen. Natürlich, es war nicht alles gut. Aber auch nicht alles schlecht.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sie Ihren Stammplatz verlieren. Sind Sie abgehärtet?
Ich bin ruhiger und gelassener geworden. Ich habe nun ja auch eine Familie. Durch sie lernte ich, dass es neben dem Fussball noch anderes Wichtiges gibt.

Als erfahrener Torhüter wie Sie es sind: Worauf muss ein Goalie in St.Gallen besonders achten?
Das Wichtigste ist, dass man sich selber bleibt.

Können Sie Dejan Stojanovic etwas mitgeben auf seinen Weg?
Ich wünsche ihm viel Glück und dass er gesund bleibt.

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