Das Comeback, das Zitat, die Überraschung und noch viel mehr: die sieben Geschichten der Vorrunde des FCSG

Die Leistung im letzten Spiel in Luzern trübt die Vorrundenbilanz der Ostschweizer, die auf Rang sechs überwintern. Trotz des enttäuschenden Abschlusses: Es war im vergangenen halben Jahr nie langweilig um den Super-League-Club.

Christian Brägger, Patricia Loher
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Das Comeback

Es gab nicht wenige, die Tranquillo Barnetta abgeschrieben hatten. Und auch Trainer Peter Zeidler fand in der Vorrunde lange keine Verwendung für das Eigengewächs, das oft nicht einmal auf dem Matchblatt stand. Dann folgte der 29. September und Unerwartetes nach der Einwechslung gegen GC: Barnetta sicherte St. Gallen mit zwei Toren drei Punkte. Seither ist Quillo für alle wieder Quillo, der Club will mit dem 33-Jährigen verlängern. Ein weiterer Rückkehrer, mit dem wohl nicht einmal Zeidler mehr rechnete: Alain Wiss.

(Bild: Urs Bucher)

(Bild: Urs Bucher)

Das Zitat

«Wenn ich mich im TV sehe, denke ich: Bist du alt geworden.»

Peter Zeidler, Trainer FC St. Gallen

(Bild: Keystone/Urs Flüeler)

(Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Die Überraschung

Von Routinier Milan Vilotic hatte man sich viel erhofft. Zumindest auf dem Rasen kam der Serbe nie richtig an, rote Karten in Europacup und Meisterschaft schmälern die Bilanz. Seit dem 26. September gelangte er nie mehr zum Einsatz, und man ging davon aus, dass der im Winter per Klausel auslaufende Vertrag nicht verlängert wird. Falsch. Der 32-Jährige hat sich mit dem FC St. Gallen auf ein weiteres Engagement bis zum Sommer geeinigt – dabei waren weiche Faktoren und Vilotics Rolle neben dem Platz ausschlaggebend.

(Bild: Benjamin Manser)

(Bild: Benjamin Manser)

Bester Transfer

Vincent Sierro war St. Gallens bester Sommertransfer. Der Walliser traf in 18 Super-League-Spielen achtmal. Einziger Wermutstropfen: Der 23-Jährige ist nur ausgeliehen. Nebst Sierro gehörte mit Jordi Quintillà eine weitere Neuverpflichtung zu den Besten.

(Bild: Andy Mueller/freshfocus)

(Bild: Andy Mueller/freshfocus)

Szene der Vorrunde

Cedric Itten, den die St. Galler im Sommer definitiv vom FC Basel übernommen hatten, war gut in Form. In sieben Meisterschaftspartien hatte er viermal getroffen. Im Heimspiel gegen Lugano am 23. September aber wurde der Lauf des 21-Jährigen brutal gestoppt. Nach einem Foul des Tessiners Fabio Daprelà riss sich Itten das vordere Kreuzband und das Innenband im rechten Knie. Die Wogen in St. Gallen gingen hoch. Daprelà wurde für sechs Partien gesperrt. Wann Itten auf den Platz zurückkehrt, ist ungewiss.

(Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

(Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Aufgefallen

Andreas Wittwers Zeit als Stammspieler schien im Sommer abzulaufen, als St.Gallen Slimen Kchouk verpflichtete. Doch der 28-jährige Berner biss sich fest – und kam in der Vorrunde als einer von nur vier St.Gallern in allen 18 Spielen zum Einsatz.

(Bild: Keystone/Eddy Risch)

(Bild: Keystone/Eddy Risch)

Abgefallen

Roman Buess (1 Tor) und Nassim Ben Khalifa (0 Tore) sollten und wollten Cedric Ittens Ausfall kompensieren – sie taten es nie. Peter Zeidler sagt: «Sie haben den Durchbruch nicht geschafft.» Im Winter steht es dem Duo frei, sich einen neuen Club zu suchen.

(Bild: Benjamin Manser)

(Bild: Benjamin Manser)

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