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FC ST GALLEN: Botschaften eines harzigen 1:1

Die Ostschweizer gleichen dank Roy Gelmi spät aus und holen gegen den FC Sion im letzten Heimspiel der Saison einen glücklichen Punkt. Es ist gut, dass bald die Sommerpause kommt.
Christian Brägger
St. Gallens Silvan Hefti kämpft gegen Elsad Zverotic um den Ball. (Bild: Keystone)

St. Gallens Silvan Hefti kämpft gegen Elsad Zverotic um den Ball. (Bild: Keystone)

Am Ende kletterte er doch noch über den Zaun. Und verabschiedete sich definitiv von der Fankurve, die für diesen Moment nur ihm gehörte. Die Umarmungen waren innig, Mario Mutsch war jetzt einer der ihren.

Es war der emotionalste Moment eines heissen Nachmittages im 18. und letzten Heimspiel der Saison. Was nicht verwunderte. Zumal das Geschehen davor zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Sion niemanden der 12 773 Zuschauer bewegen konnte. Mit Ausnahme des 1:1-Ausgleichstreffers durch Roy Gelmi in der 86. Minute, den der Mittelfeldspieler nach einem Corner Tranquillo Barnettas mittels Kopfball erzielte. Es war auf St. Galler Seite der einsame Höhepunkt, nachdem die Gäste aus dem Wallis die Partie bestimmt hatten. In der die Sittener jedoch ausser dem Führungstreffer durch Paulo Ricardo nach fast einer Stunde – ebenfalls nach einem Eckball – ähnlich wenig zustande gebracht hatten. In einem Auftritt, in dem es für sie nach dem verlorenen Cupfinal-Mythos immerhin um den dritten Schlussplatz und die damit verbundene Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League ging. Dieser ist nun in weite Ferne gerückt, und vielleicht war dies ja der Grund, weshalb im Kabinentrakt Sion-Profi Geoffrey Bia auf seinen Präsidenten Christian Constantin losging. Und ihn heftig am Kragen packte.

In seinem ersten Heimspiel hat es gegen Sion für einen Sieg nicht gereicht: Trainer Giorgio Contini im Gespräch mit den Spielern während der Trinkpause. (Bild: Freshfocus)
Der Walliser Verteidiger Paulo Ricardo jubelt nach dem Tor zum 0:1 mit dem Ball unter dem Trikot. (Bild: Freshfocus)
St.Galler Goalie Dejan Stojanovic weist seine Teamkollegen mehr nach links. (Bild: Freshfocus)
Mario Mutsch und Carlitos kämpfen um den Ball. (Bild: Keystone)
Torhüter Daniel Lopar bedankt sich bei den Fans. (Bild: Freshfocus)
Der Walliser Carlitos schiesst auf das St. Galler Tor während Tranquillo Barnetta verteidigt. (Bild: Keystone)
Die FC-Sion-Spieler Reto Ziegler (links), Carlitos (Mitte) und Paulo Ricardo Ferreira (rechts) feiern den Führungstreffer. (Bild: SEBASTIAN SCHNEIDER (KEYSTONE))
Mario Mutsch im Zweikampf gegen Nicolas Lüchinger. (Bild: Freshfocus)
Abian Ajeti und Carlitos kämpfen um den Ball. (Bild: Freshfocus)
Abian Ajeti und Reto Ziegler im bitteren Zweikampf. (Bild: Freshfocus)
Das Kopfballduell von Danijel Aleksic und Kevin Constant. (Bild: Freshfocus)
Mario Mutsch und Carlitos im Zweikampf. Für Mutsch ist es das letzte Mal in grün-weiss. (Bild: Keystone)
Mario Mutsch verabschiedet sich mit seinem Sohn von den Fans im Espenblock. (Bild: Freshfocus)
Roy Gelmi erzielt das Tor zum 1:1. (Bild: Freshfocus)
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FCSG und Sion teilen sich die Punkte


Wiss bleibt bis 2019 beim FC St. Gallen

Die Mannschaft von Trainer Giorgio Contini dürfte diese durchzogene Saison nun im siebten Rang beenden, Botschaften aus ihrem Kreis erzeugten ebenfalls Aufmerksamkeit. Alain Wiss bleibt den Ostschweizern zwei weitere Jahre erhalten, seine Vertragsverlängerung erntete anerkennenden Beifall. Der 22-jährige Pascal Albrecht hingegen, der Goalie Nummer drei, muss den FC St. Gallen zum Ende der Saison verlassen. Contini sagte: «Es ist ein ganz normaler Prozess, dass wir ihn durch einen jüngeren Goalie ersetzen.»

Dejan Stojanovic: Note 5. Spielt für Lopar, weil Contini ihn im Ernstkampf sehen will. Selten geprüft, in der ersten Halbzeit rettet er zweimal grandios. Beim Gegentor machtlos. (Bild: PD)
Mario Mutsch: Note 4. Wird vor dem letzten Heimspiel offiziell verabschiedet. Während der Partie solide, einige Stockfehler. Nach dem Schlusspfiff feiern die Fans den Luxemburger. Er wird den Ostschweizern vor allem menschlich fehlen. (Bild: PD)
Alain Wiss: Note 4. Vor der Partie wird bekannt, dass der Zentralschweizer zwei weitere Jahre dem FCSG erhalten bleibt. Überzeugt im defensiven Zentrum, hat unter Contini wieder Vertrauen gefunden. (Bild: PD)
Silvan Hefti: Note 4. Der Goldacher ist mutiger geworden. Einmal hat der Innenverteidiger aber viel viel Glück, dass sein Fehler nicht zum Führungstreffer der Sittener führt. (Bild: PD)
Andreas Wittwer: Note 3. Eher unauffällig, hat wenige Szenen. Defensiv erfüllt er seinen Part, nach vorne laufen die Aktionen an ihm vorbei. (Bild: PD)
Roy Gelmi: Note 4. Eigentlich kein so gutes Spiel im defensiven Mittelfeld. Mit dem Kopfballtor kurz vor Schluss rettet Gelmi sich und den FC St.Gallen. (Bild: PD)
Danijel Aleksic: Note 3. Erzielt einen Treffer mit der Hacke, nur leider stand er dabei im Abseits. Sehr bemüht, doch wenig effizient. (Bild: PD)
Tranquillo Barnetta: Note 3. Nicht sein bester Auftritt im Dress des FCSG. Immerhin gibt er mittels Corner den Pass zum Ausgleichstreffer. (Bild: PD)
Yannis Tafer: Note 2. Wo war der Tafer, der gegen GC zwei Tore erzielt hat? Überhaupt keine Aktionen, wird richtigerweise ausgewechselt. (Bild: PD)
Albian Ajeti: Note 4. Rackert viel, wenig gelingt. Dennoch ist Ajeti in der Offensive mit seiner Robustheit ein Anker im Spiel des FCSG. Wird man ihn hier in der nächsten Saison weiterhin sehen? (Bild: PD)
Marco Aratore: Note 3. Auch für ihn gilt, was für viele Spieler in der Offensive gilt. Fleissig, aber keine Durchschlagskraft. Bisweilen fehlt im gar der Mut, aus der Distanz in den Abschluss zu gehen. (Bild: PD)
Roman Buess: Note 3. Wird für Aleksic in der 62. Minute eingewechselt. Muss seine Rolle unter Contini erst noch finden. (Bild: PD)
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Die Noten der FCSG-Spieler gegen den FC Sion

In den 90 Minuten davor hatte Contini sein Team nicht so gut gesehen, er bemängelte die häufigen Ballverluste. «Immerhin stimmten Mentalität und Moral. Und ich kann weitere Schlüsse ziehen für meine Planung. Die Spieler, die heute aufgelaufen sind, haben sich bei mir ja wieder eine Note abgeholt.» Auch ihm war aufgefallen, dass der verletzte Sejad Salihovic nicht so leicht zu ersetzen ist, Kreativität fehlte und sich stattdessen Passivität ausbreitete; dass Barnetta – er war gestern Captain, weil auch Toko nicht mittun konnte – im defensiven Mittelfeld nicht zur Entfaltung kommt; dass Dejan Stojanovic, den Contini auch im letzten Saisonspiel in Basel sehen will, nicht nur wegen zwei bravourösen Rettungsaktionen vielleicht mehr als nur ein valabler Ersatz ist für Daniel Lopar. Das fünfte Spiel als St. Gallen-Trainer wollte Contini indes nicht als Referenz sehen. «Aber ich erkenne, wer meine Gedanken umsetzen kann.» Das wird wichtig sein, wenn das Ansinnen der St. Galler Fans umgesetzt werden soll. Sie wollen nach der Saison 2017/18 ins internationale Geschäft.

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