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Europa-League-Abenteuerreise:
Den FC St.Gallen zieht es nach Norden

Erstmals seit 2013 spielt der FC St.Gallen wieder europäisch. Auf dem Weg in die Gruppenphase müssen die Espen in der zweiten Quali-Runde gegen einen isländischen oder norwegischen Club ran.
Das Stadion von IBV Vestmannaeyja auf der Insel Heimaey am Fusse eines Vulkans. (Bild: Flickr - Jiří Klobasa)

Das Stadion von IBV Vestmannaeyja auf der Insel Heimaey am Fusse eines Vulkans. (Bild: Flickr - Jiří Klobasa)

(pl/rst/tn) Sarpsborg? Vestmannaeyjar? Auch wer sich als grosser Fussballfan bezeichnet, dürfte von den beiden Teams noch nie gehört haben. Der FC St.Gallen und seine Anhänger werden einen der beiden Clubs bald besser kennenlernen. Sarpsborg und Vestmannaeyjar treffen am 12. und 19. Juli aufeinander. Der Sieger fordert in der zweiten Europa-League-Qualifikationsrunde die Ostschweizer heraus. Zunächst trägt St.Gallen am 26. Juli im Kybunpark das Hinspiel aus. Das Rückspiel folgt eine Woche später am 2. August in Island oder Norwegen.

Gegen beide Teams ist St.Gallen Favorit

Sarpsborg liegt im Südosten Norwegens, direkt an der Grenze zu Schweden. Bekanntester Sportler der Kleinstadt ist nicht etwa ein Fussballer, sondern, wie könnte es anders sein, ein Langläufer. Jens Arne Svartedal wurde 2007 Weltmeister im Sprint.

Die Heimat des Sarpsborg FK

In Sachen Fussball ist Sarpsborg hingegen ein Spätstarter. Das Fussballteam wurde erst 1999 gegründet, als mehrere kleine Fussballclubs der Stadt fusionierten. Seit 2011 steht der Verein – mit kurzem Unterbruch – in der obersten norwegischen Liga, der Eliteserie. In der abgelaufenen Saison wurde die Mannschaft dritter in der ersten norwegischen Liga, hinter Rosenborg Trondheim und Molde FK.

So qualifizierte sie sich erstmals für die Europa-League-Vorrunde. In der aktuellen Spielzeit steht Sarpsborg nach 13 Runden auf dem fünften Platz. Beim Cupfinalisten steht unter anderen Anwar Elyounoussi, der jüngere Bruder des Basler Offensivspielers Mohamed Elyounoussi, unter Vertrag.

Reise nach Island wäre spektakulärer

Im Spiel gegen die Isländer werden die Sarpsborger deutlich favorisiert. St. Gallen hingegen ist stärker zu werten als die Norweger – zumindest wenn es um den Marktwert der Teams geht. Dieser wird bei Sarpsborg von transfermarkt.com auf gut sieben Millionen geschätzt. Jener der St.Galler in der vergangenen Saison auf gut 18 Millionen.

Die Reise nach Island wäre für St.Gallens Spieler und Anhänger wohl weit spektakulärer. Die Heimat des Vereins IBV Vestmannaeyjar, der seine Heimspiele vor durchschnittlich 640 Zuschauern austrägt, ist die Insel Heimaey. Sie ist per Flugzeug oder per Fähre zu erreichen. Heimaey ist die einzig ständig bewohnte Insel der Inselgruppe Vestmannaeyjar südlich der isländischen Küste.

Die Heimat des IBV Vestmannaeyjar

Bekannt ist der Club vor allem wegen seines wunderbaren Stadions, das Hásteinsvöllur-Stadion liegt am Fusse eines Vulkans. Der Club hat dank des fünften Cupsiegs die Europa-League-Qualifikation erreicht. Er wurde dreimal Landesmeister, zuletzt 1998. Aktuell belegt BV Vestmannaeyjar mit acht Punkten aus zehn Spielen den zweitletzten Rang, vergangene Saison schloss er in der Zwölferliga auf dem neunten Platz ab. In Island beginnt die Saison so wie in Norwegen Anfang Jahr.

Berühmtester Sohn der Insel ist einer, der derzeit besonders im Rampenlicht steht. Islands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson ist hier geboren, aufgewachsen, hier hat er Fussballspielen gelernt. Der IBV Vestmannaeyjar ist sein Heimatverein. Der Coach des kleinsten WM-Teilnehmers in Russland spielte einst für St.Gallens möglichen Gegner, später war er auch sein Trainer. Lange war Hallgrimsson der Zahnarzt der Insel. Seit er Nationaltrainer ist, arbeitet er «nur» noch Teilzeit als Zahnarzt in Heimaey.

FC Vaduz trifft auf Levski Sofia

Bereits eine Runde vor St.Gallen muss der FC Vaduz eingreifen. Der liechtensteinische Cupsieger trifft zum Auftakt auf den bulgarischen Vertreter Levski Sofia. Der Vierte der letzten Challenge-League-Saison bestreitet das Hinspiel im Rheinpark, das Rückspiel findet in Sofia statt. Levski, der neue Arbeitgeber des Zürchers Davide Mariani, hat sich via einem kompliziertem Playoff-System für den Europacup qualifiziert. Nach der regulären Saison und der Meisterrunde belegte der Cupfinalist den 3. Rang. Im Final um den Platz in der Europa-League-Qualifikation gewann Levski gegen Tscherno More Varna, das sich in einer separaten Ausscheidung durchgesetzt hatte, mit 3:1.

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