Espen nicht on Tour: Der FC St.Gallen verzichtet auf seine Besuche auf dem Land

Der FC St.Gallen verbringt die kurze Sommerpause mit Schutzkonzepten statt mit ausgedehnten Trainingsausflügen aufs Land. «Espen on Tour» findet coronabedingt nicht statt, Trainingsbeginn ist dennoch bereits am kommenden Montag. Wie auch beim FC Wil.

Ralf Streule
Drucken
Teilen
FC St.Gallen-Training in Diepoldsau anlässlich von «Espen on Tour» 2018.

FC St.Gallen-Training in Diepoldsau anlässlich von «Espen on Tour» 2018.

Remo Zollinger

In den vergangenen zwei Sommern hiess es für den FC St.Gallen jeweils: «Espen on Tour». Trainings und Testspiele auf dem Land gehörten dazu, Autogrammstunden ebenfalls. Der Klub suchte den Kontakt zum Publikum. Logischerweise ist dies in Coronazeiten keine Option. «Die Idee aber bleibt», sagt Matthias Hüppi. Der Präsident hofft, dass «Espen on Tour» 2021 wieder möglich sein wird.

Ziel bleibt: Alle Saisonabonnenten ins Stadion

Es ist ein Hoffen auf Normalität, während man für Partien im Kybunpark immerhin um halbe Normalität bemüht ist. Im September gilt weiterhin die 1000er-Grenze, ab Oktober sind Spiele mit mehr als 1000 Zuschauern unter kantonalen Auflagen wieder möglich. Gestern besprachen Entscheidungsträger des Klubs die Situation ein erstes Mal. Es bleibe das Ziel des FC St.Gallen, ab Oktober die aktuell rund 8000 Saisonkarten-Käufer ins Stadion zu lassen, sagt Hüppi.

Testspiele gegen Lustenau, Freiburg und Heidenheim

Wie viele Zuschauer ab Oktober ins Stadion dürfen, wird erst am 2. September näher abzuschätzen sein, wenn der Kanton Auflagen für Spiele näher umreissen will, so Hüppi. Unter Hochdruck sei man daran, ein Sicherheitskonzept auszuarbeiten.

Parallel dazu wird ab kommendem Montag das Training wieder aufgenommen. Trainingsspiele sind inzwischen ebenfalls fixiert: Am Freitag, 21. August, tritt St.Gallen in St.Margrethen gegen Austria Lustenau an, am 29. August im Kybunpark gegen den Bundesliga-Klub SC Freiburg (mit dem ehemaligen St.Galler Ermedin Demirovic). Am 5. September spielt St.Gallen beim 1. FC Heidenheim, der zuletzt in der Aufstiegsbarrage zur Bundesliga knapp an Werder Bremen scheiterte.

Saisonstart ist, Stand jetzt, am 12./13. September. Eine mögliche Verschiebung des Starts auf Oktober kommentiert Hüppi zurückhaltend. Der Terminplan würde wieder eng, die Frage ist: «Wäre das für die Spieler zu verkraften?»

FC Wil strebt Konzept mit 3000 Zuschauern an

Auch der FC Wil ist daran, ein Schutzkonzept für die Phase ab Oktober auszuarbeiten. In der Challenge League dürfen ab Oktober, im Gegensatz zur Super League, auch Stehplätze besetzt werden. Zudem wird der Gastsektor nicht gesperrt und darf mit eigenen Zuschauern besetzt werden, erklärt FC-Wil-Präsident Maurice Weber. Er hofft, rund 3000 Zuschauer ins Bergholz lassen zu können.

Zwar lag der Zuschauerschnitt in den vergangenen Saisons beim FC Wil nur bei gut 1000, in Spielen gegen die Grasshoppers oder Winterthur könne im Normalfall die 3000er-Grenze aber geknackt werden, sagt Weber. Grundsätzlich begrüsst er die neue Regelung ab Oktober. «Die Idee, in jedem Stadion fix nur 1000 Personen zuzulassen, war viel zu starr.» Trainingsstart in Wil ist ebenfalls am Montag. Testspiele finden gegen Vaduz, Schaffhausen, Zürich und Austria Lustenau statt.

Mehr zum Thema