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«Die Enttäuschung können wir nachvollziehen»: Wieso der FC St.Gallen am Samstag hinter verschlossenen Türen spielte

Die FCSG-Fans mussten am Samstag beim Testspiel gegen Altach draussen bleiben. Damit hat der FC St.Gallen 20'000 Franken gespart. Die Kosten sind nicht der einzige Grund, wieso die Partie im Kybunpark unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand.
Linda Müntener
Leere Ränge: Der FC St.Gallen spielte am Samstag ohne Publikum gegen Altach. (Bild: Michel Canonica)

Leere Ränge: Der FC St.Gallen spielte am Samstag ohne Publikum gegen Altach. (Bild: Michel Canonica)

Als der FC St.Gallen am Samstagnachmittag gegen Altach zum Testspiel antritt, bleiben die Ränge im Kybunpark leer. Als Silvan Heftis Tor nach einem harzigen Beginn die Wende einleitet, gibt es keinen Applaus für Grün-Weiss. Als die Espen die Partie doch noch für sich entscheiden, jubeln sie alleine. Die Partie findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Fans müssen draussen bleiben. Und sie fragen sich: Wieso?

«Schon traurig», kommentiert ein Fan im FCSG-Forum. «Wer weiss, vielleicht wollte man sich vor dem FCZ-Spiel nicht in die Karten blicken lassen», mutmasst ein weiterer. Und ein anderer findet: «Lachhaft, was da erzählt wird...»

Auch die Witterung spielt eine Rolle

Ein Grund für diesen Entscheid seien die Kosten einer Stadionöffnung, sagt FCSG-Mediensprecher Daniel Last auf Anfrage. Bleibt das Publikum draussen, spart der FC St.Gallen etwa 20'000 Franken. Für jedes Spiel braucht es eine Bewilligung sowie Personal für Stadionbetrieb, Sicherheit, Reinigung und Catering. Die genaue Aufschlüsselung der Kosten gibt Daniel Last nicht bekannt. Nur so viel: «Das geht schnell ins Geld.»

Die Kosten seien aber nur ein Faktor dafür, wieso der FC St.Gallen am Samstagnachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit gespielt hat. «Wegen der Wetterlage war lange unklar, ob das Spiel überhaupt im Kybunpark stattfinden würde oder ob wir zum Beispiel nach Wil auf den Kunstrasen hätten ausweichen müssen», sagt Last. Auf dem Hybridrasen im Kybunpark lag Schnee, eine Woche vor dem Start in die Rückrunde wollte man nicht den gesamten Platz umpflügen. «Gegen Zürich brauchen wir den bestmöglichen Platz.»

Dass das Spiel letztlich doch in St.Gallen stattfand, hatte der FC St.Gallen als Veranstalter in Absprache mit der sportlichen Leitung und den Platzwarten entschieden. Der Rasen habe die Partie «relativ gut» überstanden, für Zürich sei man gerüstet.

Neben der Kostenfrage und der Witterung habe auch die Situation in der Shopping Arena bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. «Am Samstagnachmittag war in den Geschäften einmal mehr extrem viel los», sagt Last. «Das hätte mit unserem Anlass kollidiert.»

Der FC will bei den Fans sein – und schliesst sie aus

Seit der Saison 2018/2019 tourt der FC St.Gallen unter der Kampagne «Espen on tour» durch die Ostschweiz. Das Ziel: näher an der Basis sein, vor Ort Präsenz zeigen. Dazu soll die Mannschaft zu Autogrammstunden tingeln oder öffentliche Trainings absolvieren, heisst es im Programm. Und: öffentliche Testspiele. Wie passt der Ausschluss der Öffentlichkeit am Samstag zu ebendieser Strategie?, kritisiert etwa das «Senf» Kollektiv.

Last betont, dass praktisch kein Spiel hinter verschlossenen Türen stattfinde. «Wir sind transparent und in der Regel sehr nahe bei den Fans.» Am Samstag hätten mehrere Faktoren zu diesem Entschluss geführt. «Die Enttäuschung der Fans können wir nachvollziehen», sagt Last. Der FC St.Gallen habe einige Zuschriften erhalten. Die Mehrheit könne die Beweggründe aber nachvollziehen – und zeigte Verständnis.

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