Es droht eine Saison ohne Ertrag

Der FC St. Gallen hat den Coup verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene verlor gestern abend im Cup-Halbfinal gegen das favorisierte Basel mit 1:3. Die Ostschweizer warten seit nunmehr 17 Jahren auf eine Qualifikation für den Cupfinal.

Patricia Loher
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Der FC St. Gallen hat den Coup verpasst. Die Mannschaft von Trainer Jeff Saibene verlor gestern abend im Cup-Halbfinal gegen das favorisierte Basel mit 1:3. Die Ostschweizer warten seit nunmehr 17 Jahren auf eine Qualifikation für den Cupfinal.

Ein Erfolg gegen den Ligakrösus wäre eine Überraschung gewesen, obwohl St. Gallen vor dem Cup-Halbfinal als einzige Schweizer Mannschaft in dieser Saison gegen Basel stets gepunktet hatte. Denn seit der Winterpause ist bei den Ostschweizern Sand im Getriebe. In acht Partien in der Meisterschaft gelang St. Gallen bloss ein Sieg. Zuletzt setzte es gar drei deutliche Auswärtsniederlagen in Folge ab.

Der FC St. Gallen muss nun alles daransetzen, dass er am Ende der Saison nicht mit leeren Händen dasteht. Findet er weiterhin nicht aus seinem Tief, ist selbst Rang fünf – sichert sich das vor ihm klassierte Basel den Cupsieg, berechtigt auch dieser Platz zur Teilnahme an der Europa League – in Gefahr.

Vor einem Jahr, nach schwierigen Zeiten mit zwei Abstiegen innerhalb von drei Saisons und dem Fast-Konkurs im Herbst 2010, reagierten die Anhänger auf den Absturz in der Rückrunde noch verhältnismässig gelassen. Verspielen die St. Galler ihre gute Ausgangslage in der zweiten Saisonhälfte nun aber erneut, dürften die Verantwortlichen einige heikle Fragen zu beantworten haben.

Der FC St. Gallen hat seit dem Wiederaufstieg viel erreicht, er steht finanziell auf einem soliden Fundament und ist sportlich wieder ein sicherer Wert. Die Verantwortlichen verwiesen stets auf die Ruhe, mit der im Verein gearbeitet werde. Im Erfolg ruhig zu bleiben, ist einfach. Kommt das Team aber weiterhin nicht auf die Beine, wird sich weisen, wie ruhig es in St. Gallen tatsächlich bleibt.

patricia.loher@tagblatt.ch

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