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"Eine Clubführung mit Charisma"

Patricia Loher
Erneuter Paukenschlag in St.Gallen: Der neue Sportchef heisst Alain Sutter. (Bild: Ralph Ribi)

Erneuter Paukenschlag in St.Gallen: Der neue Sportchef heisst Alain Sutter. (Bild: Ralph Ribi)

Drei Wochen nach dem grossen Umsturz hat die neue Führung des FC St.Gallen ihr Versprechen bereits eingelöst: Der Club installiert einen neuen Sportchef und einen neuen CEO der Event AG. Während der Nachfolger von Pascal Kesseli noch nicht bekannt gegeben wurde, heisst der neue Sportchef Alain Sutter. Damit beginnt das Jahr in St.Gallen so, wie es aufgehört hat: Mit einem Paukenschlag. Der FC St.Gallen verfügt nun mit Präsident Matthias Hüppi und seinem ehemaligen SRF-Expertenkollegen Sutter endlich wieder einmal über eine charismatische Führungsspitze, die den Club aus dem Dornröschenschlaf wecken will. Als TV-Mann hat Sutter in den vergangenen Jahren an Ansehen gewonnen. Sportchef war der frühere Schweizer Internationale aber noch nie. Ob er für die Ostschweizer zum Glücksgriff wird, muss sich erst weisen.

Die Profikarriere von Alain Sutter beginnt 1985 bei den Grasshoppers (hier in einem Spiel gegen Sion 1991). Mit den Zürchern holt Sutter 1990 und 1991 die Meisterschaft sowie 1989 und 1990 den Cup. (Bild: Keystone)
1985 debütiert Sutter mit nur 17 Jahren in der Nationalmannschaft. Unsere Aufnahme zeigt das Schweizer Team bei einem Testspiel gegen die Türkei in Adana im März 1986. Sutter steht an vierter Position von links. (Bild: Keystone)
Grösster Erfolg: Alain Sutter nimmt 1994 mit der Schweiz an der WM in den USA teil. (Bild: Keystone)
Im Gespräch mit dem damaligen Nationaltrainer Roy Hodgson (rechts) 1994. (Bild: Keystone)
An der WM 1994 erzielte Sutter - trotz Zehenbruch - beim 4:1 im Gruppenspiel gegen Rumänien ein Tor. Die Schweiz stiess in den USA bis in den Achtelfinal vor, der gegen Spanien mit 0:3 verloren ging. Sutter fehlte verletzt. (Bild: Keystone)
Nach der WM verpflichtete der deutsche Rekordmeister Bayern München Sutter, der 1993 von den Grasshoppers zum Bundesliga-Club Nürnberg gewechselt war. (Bild: Keystone)
Der Protest von Göteborg: Einen Tag nach einem französischen Atomtest auf dem Mururoa-Atoll im Südpazifik entrollte Sutter (3. von rechts) bei einem EM-Qualifikationsspiel gegen Schweden am 6. September 1995 zusammen mit seinen Nationalmannschaftskollegen ein Protestbanner. (Bild: Keystone)
Nach einer Saison bei Bayern München wechselt Sutter innerhalb der Bundesliga zum SC Freiburg. Unser Bild stammt vom 17. August 1996. (Bild: Keystone)
Protest gegen den Trainer: Der damalige Nationalcoach Artur Jorge beschliesst, sowohl Sutter als auch Stürmer Adrian Knup nicht für die EM 1996 in England zu nominieren. Eine Welle des Protest schlägt dem Portugiesen entgegen - sein Engagement bei der Schweizer Nati endet nach nur einem Jahr. (Bild: Keystone)
Sutter lässt seine Karriere bei Dallas Burn in den USA ausklingen. 1998 tritt er als Spieler zurück. (Bild: Keystone)
10 Bilder

Die Fussballkarriere von Alain Sutter


Sutter verfügt zweifellos über ein vielversprechendes Netzwerk, seine Fachkompetenz ist unbestritten. Wunderdinge dürfen trotz der klingenden Namen an der Vereinsspitze zumindest in den nächsten Monaten keine erwartet werden. Der finanzielle Spielraum des FC St.Gallen ist aufgrund von Altlasten arg eingeschränkt. Es scheint möglich, dass der Club darum in der Winterpause auf dem Transfermarkt gar nicht aktiv werden wird. Aber sowohl Sutter als auch Hüppi haben den Ruf, genau hinhören zu können und selbst in der rauen Fussballwelt die menschlichen Werte in den Vordergrund zu stellen. Für einen Club wie St.Gallen, der sich während Monaten in Grabenkämpfen zermürbt und deshalb ein verlorenes Jahr hinter sich hat, kann das Gold wert sein. Sutter muss mithelfen, die Fronten im FC St.Gallen aufzuweichen – und wenn es denn nötig wird, dennoch hart durchgreifen.

patricia.loher@tagblatt.ch


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