Interview

Ein Znacht, ein Geschenk und eine Fanfamilie: Wieso Beni Thurnheer jetzt Aktionär des FC St.Gallen ist

Fernsehlegende Beni Thurnheer hält neuerdings Aktien am FC St.Gallen. Dazu hat ihn nicht nur sein ehemaliger Arbeitskollege Matthias Hüppi gebracht. 

Linda Müntener
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Neu-Aktionär Beni Thurnheer an der Generalversammlung des FC St.Gallen in der Olma Halle. (Bild: Michel Canonica)

Neu-Aktionär Beni Thurnheer an der Generalversammlung des FC St.Gallen in der Olma Halle. (Bild: Michel Canonica)

Freitagabend, Olma Halle 2.1, Generalversammlung des FC St.Gallen. Bernard «Beni» Thurnheer, Sakko, Bratwurst in der einen, Bürli in der anderen Hand, steht mitten im Getümmel. Vor ein paar Minuten hat FCSG-Präsident Matthias Hüppi an der Generalversammlung freudig verkündet, dass der ehemalige SRF-Moderator Neo-Aktionär sei. Wir fragen den 70-Jährigen spontan für ein Kurzinterview an. «Beni National», ganz unkompliziert, sagt zu. 

Beni Thurnheer, Sie als Winterthurer sind jetzt Aktionär des FC St.Gallen. Wie kommt's?

Vor einem halben Jahr habe ich an einem Radiospot für den FC St.Gallen mitgearbeitet. Daraufhin traf ich mich mit Matthias Hüppi zum Znacht. Er schenkte mir eine Aktie. Ich fragte ihn, wie viel so eine Aktie denn überhaupt koste. Er meinte: 50 Franken. Da kaufte ich kurzerhand neun weitere Aktien.

Was für Matthias Hüppi der FC St.Gallen ist, ist für Sie der FC Winterthur. Inwiefern sind Sie dennoch mit Grün-weiss verbunden? 

Einerseits natürlich durch meinen ehemaligen SRF-Arbeitskollegen Matthias Hüppi. Andererseits durch meine Frau. Sie wohnt in der Ostschweiz, in Altstätten. Ihre ganze Familie jubelt für den FCSG, Söhne, Cousins, Enkel, alle zusammen. Da wird man schon infiziert. 

Infiziert? Das heisst, man trifft sie auch ab und an im Kybunpark? 

Natürlich, ich war schon ein paar Mal im Stadion und habe mitgefiebert.

Wie erleben Sie den aktuellen sportlichen Höhenflug des FC St.Gallen?

Diese Euphorie, die man momentan in der Ostschweiz spürt, ist toll. Und absolut berechtigt. Normalerweise kämpfen solch junge Mannschaften wie jene des FC St.Gallen um den Abstieg. Doch diese Mannschaft spielt ganz oben mit. Das ist beachtlich.

Sie glauben an den weiteren Erfolg der Mannschaft?

Absolut. Und vielleicht klappt es ja dereinst gar wieder einmal mit einem Meistertitel – wer weiss?

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