Kommentar

Der FC St.Gallen darf wieder eine Grossveranstaltung ausrichten – ein mutiger und kluger Entscheid

Der FC St.Gallen kann am 4. Oktober für das Heimspiel gegen Servette wieder 10'000 Zuschauer zulassen. Der Kanton hat das Schutzkonzept des Klubs vorerst für diese eine Partie bewilligt. Dem FC St.Gallen aber auch seinen Anhängerinnen und Anhängern wird damit viel Verantwortung übertragen. Die Partie gegen die Genfer ist die erste Grossveranstaltung im Kanton seit Februar. Viele Augen werden auf den Kybunpark gerichtet sein.

Patricia Loher
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Patricia Loher, Ressortleiterin Sport

Patricia Loher, Ressortleiterin Sport

Bild: Hanspeter Schiess

Der Entscheid des Kantons ist mutig und klug. Wenn es heisst, man müsse mit dem Coronavirus leben lernen, können die Leute nicht noch länger ausgesperrt werden. Und der FC St.Gallen ist mit seinem Stadion prädestiniert für diesen Probelauf inmitten einer Pandemie, die noch nicht ausgestanden ist.

Der Kybunpark ist modern und unterdessen ein reines Sitzplatzstadion. Dank grosszügiger Platzverhältnisse ausser- und innerhalb der Arena ist es bei 10'000 Zuschauern möglich, Menschenballungen zu vermeiden.

Trotz des positiven Bescheids des Kantons wird in St.Gallens Stadion noch länger nichts so sein wie früher. Masken, Sitzplatzpflicht, die Angabe von Daten, keine Ansammlungen vor Bierständen, keine Gästefans. Wildfremde Menschen werden sich nicht mehr in den Armen liegen können.

Der personelle und finanzielle Aufwand für den FC St.Gallen ist enorm. Aber der Klub braucht die Zuschauer, um zu überleben. Angewiesen ist er jedoch vor allem auf ihre Kooperation. Aber das dürfte nach dieser langen Zeit des Ausharrens kein Problem sein.