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Ein Abend wie im Märchen: Der FCSG bezwingt Meister YB

Die Ostschweizer sind erstmals seit langem wieder für eine Überraschung gut. Im letzten Heimspiel von Tranquillo Barnetta besiegt St.Gallen den Meister Young Boys gleich mit 4:1.
Patricia Loher
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4:1 gegen YB: Das war DER Abend von Tranquillo Barnetta

Es lief an diesem emotionalen Abschiedsabend von Tranquillo Barnetta vieles wie am Schnürchen für den FC St.Gallen. Und als Barnetta kurz vor der Pause auf 2:0 erhöhte, lagen sich im St.Galler Stadion wieder einmal wildfremde Menschen in den Armen. Besser kann eine Karriere nicht zu Ende gehen. Schöner kann eine Fussballgeschichte kaum sein. Und dabei war der Abend noch lange nicht zu Ende, er hielt noch einige Überraschungen bereit: Weitere Tore und ein einziger, kleiner Wermutstropfen für Barnetta, als er kurz vor Schluss einen an ihm verschuldeten Penalty vergab. Nur zählten an diesem Tag all die grossen Emotionen und die Tatsache, dass St.Gallen der Barrage definitiv entkommen ist und nun gar wieder dabei ist im Kampf um die Europa League.

St.Gallen fand gegen die in dieser Saison so dominanten Young Boys ein Mittel, um sie zu kontrollieren, in Bedrängnis zu bringen und schliesslich gar deutlich zu besiegen. Auf das 2:0 von Barnetta folgte in der 58. Minute das Penaltytor durch Vincent Sierro, das zwischenzeitliche 1:3 durch Nicolas Ngamaleu korrigierten die Ostschweizer durch ein prächtiges Tor von Majeed Ashimeru. St.Gallen, das gegen die Young Boys zuvor in Meisterschaft und Cup sieben Partien in Folge verloren hatte, war nach Anfangsschwierigkeiten in der 19. Minute durch Innenverteidiger Musah Nuhu in Führung gegangen. Dieses Tor brach den Bann.

Tranquillo Barnetta Sturm 6. Erzielt ein Tor. Bereitet das Vierte vor. Der beste Mann auf dem Spielfeld. Einziger Makel: Der verschossene Penalty kurz vor Schluss. Zum Abschied gibt’s dennoch die Höchstnote.Tranquillo Barnetta Sturm 6. Erzielt ein Tor. Bereitet das Vierte vor. Der beste Mann auf dem Spielfeld. Einziger Makel: Der verschossene Penalty kurz vor Schluss. Zum Abschied gibt’s dennoch die Höchstnote.
Musah Nuhu: Verteidigung 5,5. Räumt alles ab, was ihm vor die Füsse fällt. Nebst Barnetta der beste St.Galler.Musah Nuhu: Verteidigung 5,5. Räumt alles ab, was ihm vor die Füsse fällt. Nebst Barnetta der beste St.Galler.
Majeed Ashimeru: Mittelfeld 5,5. Lenkt das Spiel souverän. Meist nur durch ein Foul zu stoppen. Macht das 4:1.Majeed Ashimeru: Mittelfeld 5,5. Lenkt das Spiel souverän. Meist nur durch ein Foul zu stoppen. Macht das 4:1.
Milan Vilotic: Verteidigung 5. Ist zur Stelle wenn es ihn braucht. Beim Gegentreffer ohne Schuld.Milan Vilotic: Verteidigung 5. Ist zur Stelle wenn es ihn braucht. Beim Gegentreffer ohne Schuld.
Dejan Stojanovic: Tor 5. Hat einen eher ruhigen Abend. Hält, was es zu halten gibt. Beim Gegentreffer chancenlos.Dejan Stojanovic: Tor 5. Hat einen eher ruhigen Abend. Hält, was es zu halten gibt. Beim Gegentreffer chancenlos.
Dereck Kutesa Sturm 5. Spielt seinen Gegenspieler Kevin Mbabu ein ums andere Mal schwindlig.Dereck Kutesa Sturm 5. Spielt seinen Gegenspieler Kevin Mbabu ein ums andere Mal schwindlig.
Vincent Sierro: Mittelfeld 4,5. Vieles läuft über die Nummer 14. Gegen vorne aber bleibt der Walliser harmlos.Vincent Sierro: Mittelfeld 4,5. Vieles läuft über die Nummer 14. Gegen vorne aber bleibt der Walliser harmlos.
Andreas Wittwer: Verteidigung 4,5. Macht keinen Fehler. Gegen vorne aber einmal mehr ohne Durchschlagkraft.Andreas Wittwer: Verteidigung 4,5. Macht keinen Fehler. Gegen vorne aber einmal mehr ohne Durchschlagkraft.
Silvan Hefti: Verteidigung 4,5. Gegen ihn war heute kein Durchkommen. Dürfte sich offensiv mehr zutrauen.Silvan Hefti: Verteidigung 4,5. Gegen ihn war heute kein Durchkommen. Dürfte sich offensiv mehr zutrauen.
Jérémy Guillemenot: Sturm 4,5. Läuft und arbeitet viel. Sehr sehenswerter Pass vor dem 2:0. Sündigt aber mehrmals im Abschluss.Jérémy Guillemenot: Sturm 4,5. Läuft und arbeitet viel. Sehr sehenswerter Pass vor dem 2:0. Sündigt aber mehrmals im Abschluss.
Jordi Quintillà: Mittelfeld 4,5. Macht seine Sache im Mittelfeld ordentlich. Noch einer der Unauffälligeren auf dem Feld.Jordi Quintillà: Mittelfeld 4,5. Macht seine Sache im Mittelfeld ordentlich. Noch einer der Unauffälligeren auf dem Feld.
Axel Bakayoko: Sturm –. Er kommt für Barnetta in der letzten Minute. Keine Bewertung.Axel Bakayoko: Sturm –. Er kommt für Barnetta in der letzten Minute. Keine Bewertung.
Yannis Tafer: Sturm –. Eine Viertelstunde im Spiel für Kutesa.Yannis Tafer: Sturm –. Eine Viertelstunde im Spiel für Kutesa.
Simone Rapp: Sturm –. Spielt nur in den letzten fünf Minuten. Zu wenig für eine Bewertung.Simone Rapp: Sturm –. Spielt nur in den letzten fünf Minuten. Zu wenig für eine Bewertung.
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Der Beste, Tranquillo Barnetta: Die Noten der FCSG-Spieler gegen YB

Danach hatten die Ostschweizer den Meister über Erwarten gut im Griff. Offensichtlich war, dass ihnen die Spielanlage der Young Boys behagte, dass es ihnen entgegenkam, für einmal mehr Räume vorzufinden. So gelang es St.Gallen, sein Sonntagsgesicht zu präsentieren. Es griff an, es konterte, es hielt die Balance und geriet praktisch nie unter Dauerdruck. Hinzu kam, und das war gegen die physisch starken Berner dann ebenfalls eine Überraschung, dass es die Gastgeber wieder einmal schafften, den Ball besser zu behaupten und ihn vom eigenen Tor fern zu halten. Die Young Boys, die zuletzt drei deutliche Siege in Folge gefeiert hatten, waren jedenfalls sichtlich überrascht und kamen praktisch nie mehr in die Gänge. Die Fehlerquote schoss in die Höhe. Auf der anderen Seite aber fiel keiner ab. Im letzten Heimspiel dieser Achterbahn-Saison spielten sie alle auf einem guten Niveau.

St.Gallen erspielt sich gute Chancen

Nachdem Nuhu nach technisch brillanter Vorarbeit von Jordi Quintillà das 1:0 erzielt hatte, spielte der FC St.Gallen phasenweise und getragen von einem euphorisierten Publikum stark auf. Er hätte durch Jérémy Guillemenot gar schon früher auf 2:0 erhöhen müssen. Doch der Romand konnte von einem kurzen Zögern von Goalie Marco Wölfli nicht profitieren. So war es verdient, als Barnetta den Abend nach einem Abschluss von Kutesa – der Stürmer war an Wölfli gescheitert – für sich und den Club vergoldete. St.Gallen, das sich zuletzt oft schwer tat im Erarbeiten von Torchancen, hatte den Riegel des Meisters geknackt. Nach dem Spiel durften sie sich alle feiern lassen auf dem Rasen.

Insbesondere diejenigen Spieler, die den Club verlassen. Zu Beginn des Abends hatten St.Gallens Verantwortliche um Präsident Matthias Hüppi nebst Barnetta und Daniel Lopar fünf weitere Spieler zu verabschieden: Ashimeru, der zu seinem Besitzerclub Salzburg zurückgeht, Yannis Tafer, Andreas Wittwer und Philippe Koch, deren Verträge nicht verlängert werden, und der dritte Torhüter Gianluca Tolino verlassen den FC St.Gallen zum Saisonende ebenfalls. Sierro und Simone Rapp hingegen, deren Leihkontrakte auslaufen, wurden nicht verabschiedet. Anscheinend ist noch nicht ganz klar, wie es mit den beiden weitergeht.

Mehr zu Barnettas Abschied und dem 4:1-Sieg gegen YB:

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