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Drei Tore durch Axel Bakayoko – der FC St.Gallen gewinnt das Testspiel gegen Thun deutlich

Obwohl der FC St.Gallen in Oberdiessbach gegen Thun früh in Rückstand gerät, besiegt er die Berner Oberländer noch mit 5:1. Dreifacher Torschütze ist Axel Bakayoko. Am Dienstag treffen die Ostschweizer in St.Margrethen auf den 2.-Bundesligaclub Bochum.
Patricia Loher, Oberdiessbach
St.Gallens Axel Bakayoko verwertet einen Penalty zum 5:1. (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus)

St.Gallens Axel Bakayoko verwertet einen Penalty zum 5:1. (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus)

Dem FC St.Gallen gelang im Emmental ein über weite Strecken überzeugender Auftritt. Vor allem nach der Pause, als junge Spieler wie Betim Fazliji oder Tim Staubli zum Einsatz kamen, blieben die Berner Oberländer praktisch chancenlos. Es war für den FC Thun die zweite Niederlage innerhalb weniger Stunden: In einer anderen Formation unterlag die Mannschaft von Trainer Marc Schneider zuvor schon dem Challenge-League-Team aus Kriens mit 0:3.

Zwei Tore in zwei Minuten

Gegen St.Gallen fand Thun nach der Pause kein probates Mittel mehr. Die Gäste aus der Ostschweiz waren stilsicherer und frischer, agiler in den Zweikämpfen sowie deutlich spielfreudiger als der Gegner. Innerhalb von zwei Minuten gingen sie durch zwei schöne Tore des auffälligen Axel Bakayoko mit 3:1 in Führung. In der 70. Minute erhöhte Jérémy Guillemenot auf 4:1, ehe Bakayoko einen an Guillemenot verschuldeten Penalty zum 5:1 verwertete.

Natürlich, Thun musste auf die eine oder andere Stammkraft wie Matteo Tosetti oder Stefan Glarner verzichten. Zudem hatte Dejan Sorgic zuvor gegen Kriens gespielt und fehlte deshalb im zweiten Test. So wird St.Gallen den deutlichen Sieg auch nicht überbewerten. Nur, mit Alessandro Kräuchi, Fazliji, Staubli, Fabio Solimando, Adonis Ajeti, Boris Babic, Miro Muheim oder Angelo Campos kamen bei den St.Gallern ebenfalls Akteure zum Einsatz, die noch über keine oder nur wenig Super-League-Erfahrung verfügen.

St.Gallens Tim Staubli (links) gegen den Thuner Ahmed (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus)

St.Gallens Tim Staubli (links) gegen den Thuner Ahmed (Bild: Claudio de Capitani/Freshfocus)

Thuns Eigentor zum 1:1

Der Start in die Partie war der Mannschaft von Trainer Peter Zeidler noch weniger gut gelungen. Bereits nach sieben Minuten geriet sie durch ein Kopfballtor des früheren St.Gallers Simone Rapp in Rückstand. Seine Mannschaft habe zu Beginn zu viel zugelassen und Thun habe nach dem Führungstor kompakt verteidigt, sagte Zeidler. «Trotzdem kämpften wir uns zurück.» Lange waren seinem Team im Aufbau viele Fehler unterlaufen. Zudem fehlte auf den letzten Metern die Präzision. Auch dem Neuzugang Fabiano gelang noch nicht alles nach Wunsch, während der andere neu verpflichtete Spieler Yannis Letard in der Innenverteidigung eine solide Leistung ablieferte.

Nach einer halben Stunde fand St.Gallen besser ins Spiel, Cedric Itten vergab nach einem Freistoss Moreno Costanzos die bis dahin beste Chance, ehe Jordi Quintillàs Weitschuss vom Goalie pariert wurde. Kurz vor der Pause unterlief Thuns Rapp, nach einem nächsten Freistoss von Costanzo, ein Eigentor zum 1:1. Nach der Pause schickte Zeidler eine komplett neue Formation auf das Feld.

Es sei ein guter Test gewesen, sagte der Coach. «Thun hat uns nicht mit Samthandschuhen angefasst.» St.Gallens Trainer war es am Ende des Arbeitstages zudem wichtig, seinen früheren Spieler Rapp zu erwähnen. Als Schiedsrichter Alain Bieri kurz nach der Pause nach einem Foul am Thuner Stürmer auf Penalty entscheiden wollte, wurde er von Rapp darauf hingewiesen, dass die Regelwidrigkeit ausserhalb des Strafraums passiert sei. Zeidler sagte:

«Das war eine grosse Geste von Rapp.»

Zwei Wermutstropfen gab es dann aber doch noch: Silvan Hefti, der nach der Pause zum Einsatz kam, musste wegen einer Muskelverhärtung ausgewechselt werden. Auch Guillemenot ging mit einer Wunde im Gesicht frühzeitig vom Platz.

Am nächsten Dienstag um 18.30 Uhr folgt das Testspiel in St.Margrethen gegen Bochum, ehe am Samstag Sporting Lissabon im Kybunpark gastiert. Die Saison beginnt für St.Gallen am 20. Juli mit dem Heimspiel gegen Luzern.

Thun - St.Gallen 1:5 (1:1)

Oberdiessbach (BE) - 400 Zuschauer - Sr. Bieri.

Tore: 7. Rapp 1:0. 45. Eigentor Rapp 1:1. 50. Bakayoko 1:2. 52. Bakayoko 1:3. 70. Guillemenot 1:4. 75. Bakayoko (Foulpenalty) 1:5.

St.Gallen 1. Halbzeit: Klinsmann; Kräuchi, Stergiou, Letard, Muheim; Costanzo, Quintillà, Fabiano; Babic, Itten, Kutesa.

St.Gallen 2. Halbzeit: Stojanovic; Solimando, Silvan Hefti (80. Quintillà), Ajeti, Kchouk; Staubli, Fazliji, Ruiz; Campos, Guillemenot (88. Muheim), Bakayoko.

Thun: Hirzel; Joss, Gelmi, Rodrigues, Läubli (55. Baeriswyl); Ahmed, Bigler, Castroman; Salanovic, Rapp, Fuhrer (62. Sherzad).

Bemerkungen: St.Gallen ohne Vilotic, Nuhu, Wiss (alle verletzt), Rüfli und Lüchinger (beide angeschlagen). Thun ohne Hediger, Karlen, Tosetti, Righetti, Kablan, Glarner (alle verletzt) sowie Nias Hefti und Sorgic (beide wenige Stunden zuvor schon im Test gegen Kriens im Einsatz). – 1. Tor von Babic wegen Offsides aberkannt. 81. Tor von Rapp wegen Offsides aberkannt. –Verwarnungen: 45. Bigler (Foul). 84. Rodrigues (Foul).

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