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Dramatischer Sieg bei Xamax: Der FC St.Gallen stürmt auf Rang 2

Lange sah es danach aus, als würde der FC St.Gallen gegen Aufsteiger Xamax die zweite Niederlage in Folge kassieren. Dann drehten die Espen die Partie dank eines Doppelschlags, kassierten den Ausgleich - und gingen dank Dereck Kutesa doch noch als Gewinner vom Platz.
Daniel Walt
Der Siegtreffer ist gefallen: Die St.Galler Spieler jubeln vor ihrem Fanblock. (Bild: Keystone)

Der Siegtreffer ist gefallen: Die St.Galler Spieler jubeln vor ihrem Fanblock. (Bild: Keystone)

Die Geschichte vor dem Spiel

Die letzte Partie des FC St.Gallen gegen Neuchâtel Xamax vor diesem Match hatte 2011 stattgefunden - und in einem grünweissen Desaster geendet. Zu acht erzielten die Neuenburger in der Nachspielzeit gegen elf Espen den 2:1-Siegtreffer. Torschütze: Geoffrey Tréand. Auch im Programmheft zum heutigen Spiel - das wie damals Alain Bieri leitete! -wurde an die aus St.Galler Sicht schlimme Partie erinnert:

Die Tore

  • 13. Minute, Charles-André Doudin 1:0: Nach einem Angriff über die rechte Seite spielt Raphaël Nuzzolo den Ball zur Mitte. Charles-André Doudin bezwingt St.Gallens Goalie Dejan Stojanovic sicher. Schiedsrichter Bieri gibt das Tor - es ist aber wegen Offsideverdachts strittig.
  • 55. Minute, Jordi Quintillà 1:1: Nach einem Corner staubt der Spanier ab - er trifft aus kurzer Distanz unter die Latte.
  • 74. Minute, Cedric Itten, 1:2: Ein weiteres Mal schlagen die Espen nach einem Eckball zu. Cedric Itten trifft per Kopf.
  • 79. Minute, Raphaël Nuzzolo, 2:2: Der Routinier verwertet einen von Andreas Wittwer verschuldeten Elfmeter frech.
  • 86. Minute: Dereck Kutesa, 2:3: Cedric Itten entwischt auf der rechten Seite und passt perfekt in die Mitte zum eingewechselten Dereck Kutesa. Der trifft aus kurzer Distanz zum 3:2.

Die Spiel-Analyse

Nach der 0:1-Heimniederlage gegen Luzern nimmt St.Gallen-Trainer Peter Zeidler für den Xamax-Match nicht weniger als vier Spieler aus der Startformation: Milan Vilotic, Dereck Kutesa und Yannis Tafer setzt der Deutsche auf die Bank - Nassim Ben Khalifa schafft es nicht einmal ins Kader. Dafür setzt Zeidler in der Verteidigung auf Leonel Mosevich - der Argentinier gibt sein Meisterschaftsdébut für die Espen. Zudem rutschen Vincent Sierro, Kekuta Manneh und Roman Buess in die Startaufstellung.

In den ersten paar Minuten scheint St.Gallen die Kontrolle über das Spiel zu haben - dann dreht Xamax vor knapp 5000 Zuschauern aber auf. Immer wieder überlaufen die Xamaxiens die Ostschweizer auf den Seiten und verpassen die Führung zweimal nur knapp. Das 1:0 nach 13 Minuten kommt denn auch kaum überraschend. In der Folge schrammen die Gäste ein-, zweimal an einem weiteren Gegentreffer vorbei. Die St.Galler ihrerseits sind zwar bemüht, spielen aber viel zu ungenau und zu kompliziert.

Der Ausgleich der Espen zehn Minuten nach Wiederanpfiff durch Jordi Quintillà hat sich nicht unbedingt abgezeichnet. Die Ostschweizer sind zwar sichtlich bemüht, ihre schon vor der Pause verstärkten Offensivbemühungen fortzusetzen. Irgendwie wirken die Xamaxiens bei ihren schnellen Gegenstössen aber gefährlicher. Trotzdem sind es die Espen, die ein zweites Mal nach einem Corner erfolgreich sind: Cedric Itten trifft per Kopf. Xamax profitiert in der Folge von einem von Andreas Wittwer verschuldeten Elfmeter und gleicht zehn Minuten vor Abpfiff aus. Mit einem herrlichen herausgespielten Treffer sichern sich die Espen kurz vor Abpfiff aber den Sieg.

Der Beste

Cedric Itten. Ein Tor, ein wunderbarer Assist - noch Fragen?

Der Schlechteste

Nicolas Lüchinger. In einer Verteidigung, die alles andere als sattelfest ist, überzeugt der Rheintaler am wenigsten. Auch nach vorne kommt zu wenig von ihm.

Aufgefallen: Fanfreundschaft statt Hass

Seit vielen Jahren pflegen die Anhänger des FC St.Gallen und jene von Neuchâtel Xamax eine Fanfreundschaft. Im ersten Match der beiden Equipen seit über sieben Jahren feiern sich die beiden Fangruppen gegenseitig. Vor Matchbeginn halten die Espen-Anhänger ein Transparent mit einer Botschaft an ihre Neuenburger Freunde hoch: «Vereint im Unsinn» steht auf Französisch darauf zu lesen, während massig Pyros gezündet werden:

Kurz darauf antworten die Xamax-Anhänger, indem sie in ihrem Block diverse FCSG-Flaggen hissen - später richten sie sich unüberhörbar an ihre Freunde aus St.Gallen («St-Gall, St-Gall, les amis»). Die Espen-Fans ihrerseits heissen Xamax im Lauf der ersten Halbzeit nochmals explizit in der Beletage des Schweizer Fussballs willkommen:

Fanfreundschaft statt Hass und Ausschreitungen - wir meinen: Kompliment, so soll es sein. Weniger toll werden es die Verantwortlichen der beiden Vereine finden, dass in beiden Fansektoren massiv Pyros und Rauchpetarden gezündet wurden.

Die Reaktionen

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen: Wir hatten zu Beginn des Spiels grosse Probleme. Obwohl wir uns im Lauf der ersten Halbzeit etwas steigern konnten, war ich in der Pause gar nicht zufrieden - das war nicht das Niveau, das meine Equipe eigentlich aufweist. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel dann kontrolliert, wobei Xamax gefährlich blieb. Ob das 3:2 letztlich verdient ist? Das ist nicht an mir zu beurteilen. Für uns ist der Sieg jedenfalls sehr wichtig, zumal die Meisterschaft jetzt während dreier Woche ruht.

Michel Decastel, Trainer Neuchâtel Xamax: Ich bin natürlich enttäuscht und trauere einigen verpassten Chancen in der ersten Halbzeit nach. Wir hätten grundsätzlich 2:0 in Führung gehen können. Aber Glückwunsch an die St.Galler für die zweite Halbzeit, die sie gespielt haben.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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