Diagnose
Alessandro Kräuchi fällt mit einem Kreuzbandriss wohl sechs bis sieben Monate aus – wer wird ihn ersetzen?

Es ist wie erwartet eine schwere Verletzung: St. Gallens Aussenverteidiger Alessandro Kräuchi hat sich beim 0:1 im Heimspiel gegen Servette das Kreuzband im linken Knie gerissen. Der 22-Jährige wird am Freitag in der Berit-Klinik in Speicher operiert und fällt bis zu sieben Monate aus, wie der Klub in einer Mitteilung schreibt.

Patricia Loher
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Alessandro Kräuchi verletzt sich im Spiel gegen Servette.

Alessandro Kräuchi verletzt sich im Spiel gegen Servette.

Bild: Michel Canonica

Für Alessandro Kräuchi sind es bittere Nachrichten. Der Wittenbacher hat nach dem Abgang von Silvan Hefti zu den Young Boys im Sommer die Chance genutzt und sich in die Mannschaft gekämpft.

Er spielte eine solide Saison, auch wenn es nicht einfach war, den formstarken Vorgänger vergessen zu machen. Vor eineinhalb Wochen gelang Kräuchi bei St. Gallens 1:2-Niederlage in Vaduz das erste Tor in der Super League. Er war zur Pause eingewechselt worden.

Kräuchi rettet, bleibt dann aber liegen

Am Mittwochabend war Kräuchi nach einer geglückten Rettungsaktion zehn Minuten vor Spielende schreiend vor Schmerzen liegen geblieben. Sofort wurde klar, dass die Verletzung gravierend ist.

Obwohl die Diagnose zu jenem Zeitpunkt noch ausstand, sagte Trainer Peter Zeidler kurz nach dem Spiel:

«Diese Verletzung ist schlimmer als die Niederlage. Sie tut weh, weil sie einen eigenen, jungen Spieler trifft, der sich gut entwickelt hat.»

Den Platz von Kräuchi dürfte in den kommenden Monaten Euclides Cabral einnehmen, der im Januar von den Grasshoppers zum FC St. Gallen gewechselt ist.

Möglicherweise ist auch Leonidas Stergiou eine Option: Der 19-Jährige kam zuletzt das eine oder andere Mal ebenfalls als rechter Aussenverteidiger zum Einsatz. Zudem scheint Nicolas Lüchinger nach langwierigen Knieproblemen auf einem guten Weg zurück.

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