Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Der FC St. Gallen träumt von einem nächsten goldenen Herbst

Spartak Moskau, Chelsea, Steaua Bukarest – der FC St. Gallen hat international mehr Spuren hinterlassen als manch anderer Schweizer Club. Heute Donnerstag ab 20.15 Uhr nehmen die Ostschweizer gegen das norwegische Team Sarpsborg einen weiteren Anlauf. Das Hinspiel findet im Kybunpark statt.
Patricia Loher
Jubel bei St. Gallen mit Ermir Lenjani, Dejan Janjatovic und Marco Mathys (von links) nach der Sensation gegen Spartak Moskau. (Bild: Urs Bucher, Moskau, 29. August 2013)

Jubel bei St. Gallen mit Ermir Lenjani, Dejan Janjatovic und Marco Mathys (von links) nach der Sensation gegen Spartak Moskau. (Bild: Urs Bucher, Moskau, 29. August 2013)

Lang ist die Liste mit St. Gallens Europacup-Einsätzen nicht. Trotzdem haben die Ostschweizer auf internationaler Ebene mehr erreicht als viele andere Schweizer Clubs. Einer der Höhepunkte liegt noch nicht lange zurück. Vor fünf Jahren bezwang St. Gallen unter Jeff Saibene im Europa-League-Playoff überraschend Spartak Moskau. Nach dem 4:2-Auswärtssieg erhielt Saibene an der Pressekonferenz von den russischen Journalisten eine Standing Ovation. Gleich hoch einzustufen wie der Erfolg gegen den russischen Rekordmeister ist der Sieg gegen Chelsea 2000 im Uefa-Cup unter Marcel Koller. In der nächsten Runde scheiterte St. Gallen knapp an Brügge. Das Out war doppelt bitter, denn den Belgiern wurde der FC Barcelona zugelost.

Länger ging das Abenteuer vor fünf Jahren. Der Lohn für den Erfolg gegen Spartak waren die Europa-League-Gruppenphase und stimmungsvolle Reisen nach Valencia oder Swansea. St. Gallens Anhänger schwelgen noch immer in schönen Erinnerungen.

Nur noch Daniel Lopar ist übrig geblieben

Unvergessen bleibt vor allem das Heimspiel gegen die Spanier. Zwar verloren die Ostschweizer mit 2:3, zwischenzeitlich waren sie trotz Unterzahl mit 2:1 in Führung gegangen. Übrig geblieben von jenem Team sind nicht mehr viele Spieler: Aus dem aktuellen Kader hat nur Daniel Lopar den goldenen St. Galler Herbst miterlebt. Andere wie Stéphane Nater oder Goran Karanovic sind längst abgewandert.

2013 hatte sich St. Gallen als Aufsteiger auf dem dritten Rang klassiert. Der Platz war wegen des Cupsiegs der Grasshoppers noch wertvoller, da die Zürcher dank des zweiten Ranges in der Meisterschaft die Champions-League-Qualifikation bestreiten durften. St. Gallen erbte den Cupsieger-Platz im Playoff von den Grasshoppers. Nachdem die Ostschweizer in der vergangenen Meisterschaft lange Dritte waren, rutschten sie nach einer Niederlagenserie auf Rang fünf und damit auf den letzten europäischen Platz ab. Die Folge: Sie müssen eine Runde mehr überstehen als Luzern, um das Playoff zu erreichen. Die Mannschaft des neuen Trainers Peter Zeidler muss sich sowohl in der zweiten als auch in der dritten Runde durchsetzen, um sich für die Endausmarchung um die Teilnahme an der Gruppenphase zu qualifizieren. Überspringen die Ostschweizer heute und in einer ­Woche die norwegische Hürde Sarpsborg, wartet in der dritten Runde Rijeka aus Kroatien.

St. Galler Europacup-Teilnahmen

1969/70. Cupsieger. 1. Runde: Frem Kopenhagen 1:2 (A) 1:0 (H). – 2. Runde: Lewski-Spartak Sofia 0:4 (A) 0:0 (H). – 1983/84. Uefa-Cup. 1. Runde: Radnicki Nis (Ser) 0:3 (A) 1:2 (H). – 1985/86. Uefa-Cup. 1. Runde: Inter Mailand 1:5 (A) 0:0 (H). – 2000/01. Champions League. Qualifikation: Galatasaray Istanbul 1:2 (H) 2:2 (A). – Uefa-Cup. 1. Runde: Chelsea 0:1 (A) 2:0 (H). – 2. Runde: Brügge 1:2 (A) 1:1 (H). – 2001/02. Uefa-Cup. Qualifikation. Pelister Bitola (Maz) 2:0 (A) 2:3 (H). – 1. Runde: Steaua Bukarest 2:1 (H) 1:1 (A). – 2. Runde: Freiburg 1:0 (A) 1:4 (H). – 2013/14. Europa League. Playoff. Spartak Moskau 1:1 (H) 4:2 (A). Gruppenphase. Krasnodar (H) 2:0, Swansea (A) 0:1, Valencia (A) 1:5, Valencia (H) 2:3, Krasnodar (A) 0:4, Swansea (H) 1:0. Gruppenrang 4.

Länger als die Spiele gegen Spartak Moskau, Valencia oder Chelsea liegen in der Geschichte des FC St. Gallen die zwei Uefa-Cup-Partien gegen Inter Mailand zurück. 1985 war ein grosses Jahr für die Ostschweizer. Trotz einer 1:5-Niederlage im San Siro kamen 16 200 Zuschauer zum Rückspiel und bescherten dem Espenmoos den Stadionrekord. 15 Jahre wartete St. Gallen auf weitere internationale Auftritte, die Partien im Intertoto-Cup waren meist nur bessere Testspiele.

Nach dem Meistertitel 2000 bestritt St. Gallen die Champions-League-Qualifikation gegen Galatasaray Istanbul, schied aber trotz eines 2:2 in der Türkei aus. Danach folgte die Sternstunde gegen den grossen englischen Club Chelsea im Uefa-Cup. Ein Jahr später erreichte St. Gallen erneut den Uefa-Cup und qualifizierte sich gegen Steaua Bukarest für die nächste Runde. «Es war das erste und einzige Mal, dass sich Peter Stadelmann und ich umarmten», sagte der damalige Präsident Thomas Müller einst. Der Bundesligaclub Freiburg war dann aber eine Nummer zu gross.

Zeidler: "Etwas Spezielles"

Zeidler hat als Trainer Erfahrungen in der Qualifikation zur Champions League gesammelt: Mit Salzburg scheiterte er im Sommer 2015 an Malmö. Im Playoff zur Europa League bedeutete Dinamo Minsk Endstation. «Spiele auf europäischer Ebene sind für jedes Team etwas Spezielles», sagt er und fügt an: «Wir wollen unbedingt eine Runde weiterkommen.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.