Der neue Jeff heisst Joe: Zinnbauer ist neuer Trainer des FCSG

FUSSBALL. Die zweiwöchige Trainersuche ist zu Ende: Die Clubführung des FC St.Gallen hat am Mittwoch den Nachfolger von Jeff Saibene präsentiert: Es ist wie erwartet Josef Zinnbauer.

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Joe Zinnbauer stellte sich den Fragen der Journalisten. (Bild: Michel Canonica)

Joe Zinnbauer stellte sich den Fragen der Journalisten. (Bild: Michel Canonica)

Murat Yakin, Giorgio Contini oder Patrick Rahmen: In den vergangenen 14 Tagen sind unzählige Namen für den vakanten Trainerposten in den Medien herumgegeistert. Seite der Pressekonferenz am Mittwoch herrscht Klarheit, wer der neue Cheftrainer in St.Gallen ist: Es ist Josef "Joe" Zinnbauer, ehemaliger Trainer des Hamburger SV.



Erstes Spiel gegen Breitenrain
Zinnbauer galt bereits am Dienstag als Topfavorit. Mit dem 45-Jährigen holt der FC St.Gallen einen jungen und erfolgshungrigen Trainer in die Ostschweiz. Ob der Deutsche die Mannschaft auf die Siegesstrasse zurückführen kann, entscheidet sich erstmals am Samstag gegen den Promotion-League-Verein Breitenrain im Cup-1/16-Final. Zumindest hat Zinnbauer eine genaue Vorstellung, wie es mit dem FC St.Gallen weitergehen soll. "Bis ich aber meine Philosophie umsetzen kann, muss ich die Mannschaft zuerst besser kennenlernen", sagte er an der Medienkonferenz.



24 Spiele und eine 0:8 Niederlage
Joe Zinnbauer wurde in der breiten Öffentlichkeit bekannt, als er in der vergangenen Saison die erste Mannschaft des HSV in der Bundesliga trainierte. Zinnbauer übernahm die kriselnden Hanseaten im September 2014 als Nachfolger von Mirko Slomka. Zwar gelang es ihm zunächst, das Team defensiv zu stabilisieren. In der Rückrunde kassierte Zinnbauers Mannschaft beim 0:8 gegen den FC Bayern München dann aber die höchste Niederlage in der Bundesliga-Geschichte.

In seiner Aktivzeit war Zinnbauer unter anderem beim Karlsruher SC in der Bundesliga unter Vertrag, wurde jedoch in keinem Spiel eingesetzt. Nach einer Spielzeit wechselte er in die 2. Bundesliga zu Mainz 05, für welche er 17 Spiele absolvierte. Aufgrund einer Knieverletzung musste er dann jedoch seine Profikarriere beenden. Fortan spielte er keinen Profifussball mehr.

Nach seiner Entlassung als Cheftrainer des HSV übernahm er die zweite Mannschaft der Hanseaten, welche er bereits vor seinem 1.-Liga-Engagement trainiert hatte.

Mittendrin statt nur dabei: Joe Zinnbauer im ersten Mannschaftstraining nach der Pressekonferenz vom Mittwoch, 16.September. (Bild: Michel Canonica)
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Läuft vor seiner neuen Aufgabe nicht davon: Trainer Joe Zinnbauer. (Bild: Michel Canonica)
Ins Gespräch vertieft: Trainer Joe Zinnbauer mit seinem Assistenten Daniel Tarone. (Bild: Michel Canonica)
Starfer Blick: Zinnbauer beäugt die Mannschaft intensiv. (Bild: Michel Canonica)
Er sei zielstrebig und kann auch mal laut werden, sagt der 45-jährige Deutsche über sich selbst. (Bild: Michel Canonica)
Joe Zinnbauer mag die Zusammenarbeit mit jungen Spielern. Die Mannschaft hat offenbar Spass beim ersten Training. (Bild: Michel Canonica)
Für den FCSG-Präsidenten Dölf Früh (links) und Sportchef Christian Stübi (r.) ist Joe Zinnbauer der perfekte Mann. (Bild: Michel Canonica)
An der Pressekonferenz wird Zinnbauer von den Medien belagert. (Bild: Michel Canonica)
Joe Zinnbauer stellt sich den Fragen der Journalisten an der Pressekonferenz vom Mittwoch, 16. September. (Bild: Michel Canonica)

Mittendrin statt nur dabei: Joe Zinnbauer im ersten Mannschaftstraining nach der Pressekonferenz vom Mittwoch, 16.September. (Bild: Michel Canonica)



Karriere als Finanzdienstleister
Zinnbauer absolvierte eine Lehre zum Zerspannungsmechaniker und zum Versicherungskaufmann. Parallel zu seiner Profikarriere gründete er ein erfolgreiches Finanzberatungsunternehmen, weshalb er auch 1994 von Günther Jauch ins "Sportstudio" eingeladen wurde. (tn)

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