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Der Luzern-Fluch geht weiter: Zum 140. Geburtstag verliert der FC St.Gallen trotz Gänsehaut-Kulisse 1:2

Im ausverkauften Kybunpark verdirbt der FC Luzern dem FC St.Gallen das Jubiläumsspiel. Die Innerschweizer siegen 1:2 gegen bemühte, aber ineffiziente St.Galler.
Luca Ghiselli
Das 2:0: Der Luzerner Marvin Schulz lupft nach einem Sololauf den Ball über den machtlosen St.Galler Goalie Dejan Stojanovic. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Das 2:0: Der Luzerner Marvin Schulz lupft nach einem Sololauf den Ball über den machtlosen St.Galler Goalie Dejan Stojanovic. (Bild: Martin Meienberger/freshfocus)

Die Tore

  • 0:1, 35. Minute, Marvin Schulz: Der Mittelfeldspieler profitiert von einem Fehlpass Leonidas Stergious und bezwingt Dejan Stojanovic mit einem präzisen Abschluss.
  • 0:2, 51, Minute, Marvin Schulz: Der überragende Mittelfeld-Akteur entwischt der St.Galler Abwehr und lupft den Ball über den machtlosen Dejan Stojanovic.
  • 1:2, 91. Minute, Tranquillo Barnetta: Der St.Galler trifft sehenswert mit einem Weitschuss ins lange Eck.

Die Spiel-Analyse

Ausverkauftes Stadion, Gänsehaut-Choreo: Von der Atmosphäre im Stadion lassen sich die St.Galler in der Startphase förmlich beflügeln. Sie stören die Luzerner früh, nehmen die Zweikämpfe an und erkämpfen sich so regelmässig den Ball. Das Team von Peter Zeidler bestimmt auch in der Folge das Spielgeschehen, die Luzerner stehen tief und lauern auf Konter.

In der 32. Minute dann die Riesenchance für Captain Silvan Hefti: Der Ball bleibt nach einer misslungenen Luzerner Kopfball-Abwehr im Strafraum liegen, Hefti hält drauf und trifft aus wenigen Metern nur die Latte.

Keine drei Minuten später profitiert der Luzerner Marvin Schulz von einem kapitalen Fehlpass Leonidas Stergious. Goalie Dejan Stojanovic ist mit dem Fuss zwar noch am Ball, kann den (zu diesem Zeitpunkt unverdienten) Luzerner Führungstreffer aber nicht mehr verhindern. So brutal kann Fussball sein: Zur Halbzeit ist der FC St.Gallen im Hintertreffen. Und niemand im Stadion weiss so recht, warum.

Nach der Halbzeitspause bleibt Pechvogel Stergiou in der Kabine, Axel Bakayoko ersetzt ihn. Jordi Quintillà rutscht in die Innenverteidigung zurück. Die Massnahme entfaltet nicht die gewünschte Wirkung: Bereits in der 51. Minute bauen die Luzerner mit Doppeltorschütze Marvin Schulz ihre Führung aus.

Danach ist die Luft bei den St.Gallern etwas raus. Peter Zeidler bringt Jérémy Guillemenot für Milan Vilotic, um nochmals für mehr Drang nach vorne zu sorgen. Torgefährlicher bleiben aber die Luzerner: Der Luzerner Tsiy Ndenge verpasst einige Minuten später nur dank einer hervorragende Parade Stojanovics, der den Weitschuss an die Latte lenkt, das 3:0. St.Gallen spielt sich danach immer wieder gekonnt bis an die Strafraumgrenze, dann geht Grün-Weiss aber oft die Ideen aus. Tranquillo Barnetta gelingt in der Nachspielzeit der sehenswerte Anschlusstreffer, es bleibt am Schluss aber bei der neunten Niederlage in Folge gegen den FC Luzern.

Der Beste

Tranquillo Barnetta. Ist ballsicher und kämpferisch, treibt sein Team immer wieder nach vorne. Ihm gelingt in der Nachspielzeit dann auch der Anschlusstreffer zum 1:2.

Tranquillo Barnetta: Note 5. Sein Prachtstreffer in der 92. Minute bringt noch einmal Stimmung ins Stadion. Auch zuvor einer der besten St.Galler.Tranquillo Barnetta: Note 5. Sein Prachtstreffer in der 92. Minute bringt noch einmal Stimmung ins Stadion. Auch zuvor einer der besten St.Galler.
Leonidas Stergiou: Note 3,5. Macht lange ein gutes Spiel. Bis ihm der Fehler vor dem 0:1 passiert. Wird nach der Pause ersetzt.Leonidas Stergiou: Note 3,5. Macht lange ein gutes Spiel. Bis ihm der Fehler vor dem 0:1 passiert. Wird nach der Pause ersetzt.
Jérémy Guillemenot: Note 3. Kommt selten zu Abschlussmöglichkeiten. Und wenn, dann fehlt ihm die Zielstrebigkeit.Jérémy Guillemenot: Note 3. Kommt selten zu Abschlussmöglichkeiten. Und wenn, dann fehlt ihm die Zielstrebigkeit.
Simone Rapp: Note 3,5. Zu Beginn auffällig, wird ab der 30. Minute aber von der Luzerner Abwehr praktisch abgemeldet.Simone Rapp: Note 3,5. Zu Beginn auffällig, wird ab der 30. Minute aber von der Luzerner Abwehr praktisch abgemeldet.
Vincent Sierro: Note 3,5. Ist aktiv und willig, bringt aber weiterhin spielerisch nicht die Leistung der Hinrunde.Vincent Sierro: Note 3,5. Ist aktiv und willig, bringt aber weiterhin spielerisch nicht die Leistung der Hinrunde.
Milan Vilotic: Note 4. Aufmerksam, ruhig, kopfballstark und mit gutem Stellungsspiel. Zuweilen fehlt die Passgenauigkeit.Milan Vilotic: Note 4. Aufmerksam, ruhig, kopfballstark und mit gutem Stellungsspiel. Zuweilen fehlt die Passgenauigkeit.
Dejan Stojanovic: Note 4. Ist bei den Toren machtlos. Lenkt einen Schuss an die Latte. Pflückt Flanken nicht immer sicher.Dejan Stojanovic: Note 4. Ist bei den Toren machtlos. Lenkt einen Schuss an die Latte. Pflückt Flanken nicht immer sicher.
Silvan Hefti: Note 4,5. Vor der Pause sehr stark, kann danach kaum mehr Impulse setzen. Vergibt zwei Grosschancen.Silvan Hefti: Note 4,5. Vor der Pause sehr stark, kann danach kaum mehr Impulse setzen. Vergibt zwei Grosschancen.
Dereck Kutesa: Note 3,5. Er kann sich nur selten in Szene setzen. Bleibt immer wieder in der dichten Abwehr hängen.Dereck Kutesa: Note 3,5. Er kann sich nur selten in Szene setzen. Bleibt immer wieder in der dichten Abwehr hängen.
Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Verteidigt einmal mehr beinhart. Offensiv bietet er sich oft an, bewegt aber wenig.Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Verteidigt einmal mehr beinhart. Offensiv bietet er sich oft an, bewegt aber wenig.
Axel Bakayoko: Note 3,5. Bereitet Barnettas 1:2 vor. Ansonsten bleibt er aber ohne bemerkenswerte Aktion.Axel Bakayoko: Note 3,5. Bereitet Barnettas 1:2 vor. Ansonsten bleibt er aber ohne bemerkenswerte Aktion.
Majeed Ashimeru: Note 3,5. Seine Vorstösse versanden meist im nichts. Für einmal fehlt ihm die Übersicht und die Leichtigkeit.Majeed Ashimeru: Note 3,5. Seine Vorstösse versanden meist im nichts. Für einmal fehlt ihm die Übersicht und die Leichtigkeit.
Jordi Quintillá: Note 4. Er ist einer der ballsichersten St.Galler. Wird aber beim 1:2 zu einfach überlaufen.Jordi Quintillá: Note 4. Er ist einer der ballsichersten St.Galler. Wird aber beim 1:2 zu einfach überlaufen.
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Barnetta der Beste, Guillemenot der Schlechteste: Die Noten der FCSG-Spieler gegen den FC Luzern

Der Schlechteste

Gleich mehrere erwischen nicht ihren besten Abend. Leonidas Stergiou ist der Pechvogel: Er beginnt stark und hat einige gute Aktionen. Ihm unterläuft dann aber der Riesenfehler, der zum Luzerner Führungstreffer führt. Trainer Peter Zeidler wechselt den 17-Jährigen in der Halbzeit aus.

Aufgefallen

Zum 140. Geburtstag laufen die St.Galler im eigens für das Jubiläum entworfenen Trikot auf. Auch auf den Rängen stechen die Trikots optisch hervor. Im Juni wird die (bereits vergriffene) zweite Auflage der Tenues ausgeliefert.

Der Schiedsrichter

Der junge Berner Alessandro Dudic kommt im Kybunpark zu seinem sechsten Super-League-Einsatz der Saison. Er macht seine Sache ordentlich, geht mit gelben Karten aber sehr sparsam um - stellenweise sehr zum Ärger der grün-weissen Anhänger.

Die Fans

Es war die «grösste Choreo der St.Galler Fussballgeschichte», wie der Dachverband 1879 in einem Flugblatt vor dem Spiel mitteilte: Über drei Tribünen ging die Choreografie, die gemäss Angaben des Dachverbands 1700 Arbeitsstunden in Anspruch nahm und fast 20'000 Franken kostete. Vor dem Spiel, als sich FCSG-Fans bei Speis und Trank um den Kybunpark versammelten, nahm der Dachverband Spenden für Choreografien entgegen.

(Bilder: Michel Canonica)(Bilder: Michel Canonica)
FCSG-Jubiläum: Bilder von den Jubiläumsaktivitäten rund ums Stadion und im StadionMichel Canonica / TAGBLATTFCSG-Jubiläum: Bilder von den Jubiläumsaktivitäten rund ums Stadion und im Stadion
Michel Canonica / TAGBLATT
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So feiert die FCSG-Familie den 140. Geburtstag

Die Reaktionen

Thomas Häberli (Luzern): Wir wussten, dass vor ausverkauften Rängen eine St.Galler Druckwelle kommen wird. Die kam auch, und wir haben sie überstanden. Danach profitierten wir von einem St.Galler Fehler, das 2:0 gab uns dann zusätzlichen Aufwind. Wir hatten heute das Glück auf unserer Seite.

Peter Zeidler: Es hat eine Weile gedauert, bis Luzern den ersten Schuss aufs Tor brachte. Mit dem Lattenschuss von Silvan Hefti hätten wir das Tor machen müssen, oder können. Leonidas Stergiou hat ein gutes Spiel gemacht. Er war nach dem Fehler in der Kabine sehr niedergeschlagen, deshalb habe ich ihn ausgewechselt. Nach dem 2:0 hat Luzern gut verteidigt und wir kamen nur noch spontan zu Chancen. Ich hätte mir für die Zuschauer gewünscht, dass der Anschlusstreffer früher fällt. Jetzt geht es weiter: Wir haben sechs schwierige, spannende und interessante Spiele vor uns.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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