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Kommentar

Der FCSG und die verpasste Ajeti-Million – genau deshalb hätte es damals einen Sportchef gebraucht

Eineinhalb Jahre nach dem Führungswechsel hat die Vergangenheit den FC St.Gallen noch einmal eingeholt. Die Ostschweizer partizipieren nicht am Wechsel Albian Ajetis vom FC Basel zu West Ham in die Premier League. Das ist die Folge eines Versäumnisses der früheren Führung: Nach dem Rücktritt von Christian Stübi hatte sie es nicht für nötig befunden, einen neuen Sportchef zu installieren.
Patricia Loher
Patricia Loher, Ressortleiterin Sport (Bild: Hanspeter Schiess)

Patricia Loher, Ressortleiterin Sport (Bild: Hanspeter Schiess)

Der FC St.Gallen erhält von den kolportierten zwölf Millionen Franken Transfersumme keinen einzigen Rappen. Die frühere Vereinsleitung hat vergessen, beim Verkauf des Stürmers an den FC Basel im Herbst 2017 eine Weiterbeteiligung zu fixieren. Damit verpassen die Ostschweizer mehr als eine Million Franken.

Bei einem talentierten Stürmer wie Ajeti, zumal bei einem Transfer zum FC Basel, ist es üblich, eine Beteiligung an einem Weiterverkauf festzuschreiben. Normalerweise beträgt diese zehn Prozent. Doch im Transferpapier vom Herbst 2017 fehlt eine solche Passage.

Unterschrieben wurde der Vertrag vom damaligen CEO Ferruccio Vanin und von Finanzchef Sascha Roth, nicht aber von Stefan Hernandez. Das zeigt einmal mehr, wie chaotisch die Tage in St.Gallen damals waren. Es ist unverständlich, weshalb ein Präsident unter den Verkaufskontrakt seines besten Stürmers zum Ligakrösus keine Unterschrift setzen muss.

Nicht jeder Interessierte ist automatisch gleich ein Sportchef

Aber es bestätigt eben auch, dass ein Fussballclub nicht geführt werden kann wie eine Firma. Dass Kompetenz sowie Netzwerk unabdingbar sind und nicht jeder Interessierte automatisch auch ein Sportchef sein kann. Der FC St.Gallen hatte es nach dem Rücktritt von Christian Stübi nicht für nötig befunden, einen neuen Sportchef zu installieren. Aber ein Sportchef hätte vorausgesehen, dass der Wert von Ajeti dereinst steigt – und er hätte dafür geschaut, dass sein Club ein paar Jahre später davon nochmals profitieren kann.

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