Der FC Wil gibt sich keine Blösse

In der ersten Runde des Schweizer Cups hat sich Wil in Uzwil mit 3:0 durchgesetzt. Trotz Derbycharakters kam selten Cupstimmung auf – zu souverän war der Auftritt der Mannschaft von Trainer Konrad Fünfstück.

Gianluca Lombardi
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Der Uzwiler Ifraim Alija (am Boden) im Zweikampf mit dem Wiler Andelko Savic. (Bild: Gianluca Lombardi)

Der Uzwiler Ifraim Alija (am Boden) im Zweikampf mit dem Wiler Andelko Savic. (Bild: Gianluca Lombardi)

Es gab kaum Änderungen in der Startaufstellung der Wiler. Lediglich Sandro Lombardi rückte für den verletzen Zé Eduardo in die Startaufstellung. Stürmer Sergio Cortelezzi fehlte wie schon gegen Aarau. Der erste Abschluss der Partie gehörte den Gastgebern aus der 2. Liga interregional. Kristian Nushi fasste sich ein Herz, verzog aber deutlich. Auch in der nächsten Situation stand ein ehemaliger Wiler im Fokus. Ifraim Alija setzte zur Grätsche an, kam zu spät und brachte Silvio zu Fall. Zu Recht zeigte Schiedsrichter Luca Piccolo auf den Elfmeterpunkt – den Penalty verwandelte der Gefoulte souverän. In der Folge passierte lange Zeit nichts. Zwar war der Aussenseiter bemüht, den Wilern entgegenzuhalten, fand aber kaum Mittel, um die kompakte Abwehr zu überwinden. Weil aber sowohl Michael Goncalves als auch Silvio knapp verpassten, blieb es beim 0:1 zur Pause. Die ersten Torchancen im zweiten Durchgang gehörten dann den Uzwilern. Zwei gute Abschlüsse wurden aber vor der Torlinie geblockt. Es war dies wohl ein Weckruf für den Favoriten. Der FC Wil agierte nun wieder zielstrebiger. Nach einer Stunde ging ein Schuss von Nias Hefti knapp am Tor vorbei.

Heftis schönes Tor in den Winkel

Wenig später scheiterte auch Goncalves, er sah seinen Schuss vom ehemaligen Wiler Goalie Timon Waldvogel über das Tor gelenkt. Unhaltbar hingegen war der Abschluss von Hefti in der 70. Minute. Sein Schuss von ausserhalb des Strafraums ging mustergültig in den Winkel. Ein weiterer Abschluss des jungen Leihspielers aus St. Gallen prallte von der Latte zurück aufs Spielfeld. Nach einem weiteren Foul im Strafraum traf Sandro Lombardi zum entscheidenden 3:0. Wils Trainer Konrad Fünfstück war zufrieden: «Man hat gesehen, dass wir uns intensiv auf Uzwil vorbereitet haben.» Er attestierte der Mannschaft eine gute und konzentrierte Leistung, wies aber auch darauf hin, dass der Fokus nun bereits auf Kriens liegt. In einer Woche trifft Wil in der Luzerner Swissporarena auf die Zentralschweizer.