Der FC St.Gallen zurück an der Arbeit: Die Saisonvorbereitung beginnt mit Corona- und Fitnesstests

Der erste Tag der neuen Saison geht beim FC St.Gallen ohne Abwesende über die Bühne: Die zwei Neuen sind da, die spanischen Kurzurlauber sind da – wie auch jene, bei denen Wechselgerüchte die Runde machen. Am Ball trainiert wird aber erst am Mittwoch.

Ralf Streule
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Trainer Peter Zeidler über die Saisonvorbereitung: «Wir können das Ganze ohne Hektik angehen.»

Trainer Peter Zeidler über die Saisonvorbereitung: «Wir können das Ganze ohne Hektik angehen.»

Claudio Thoma / freshfocus

Zwei Wochen haben sich die Spieler des FC St.Gallen von den Strapazen einer langen und aussergewöhnlichen Saison erholen können. Am Montag aber hiess es bereits wieder: Antreten zu den Fitness- und Coronatests. Alle Spieler sind rechtzeitig zurück, keiner muss aufgrund seines Kurzurlaubs in die Isolation, auch nicht die beiden Spanier Victor Ruiz und Jordi Quintillà. Spanien steht zwar schon seit längerem auf der BAG-Liste der Risikoländer, noch nicht aber die Balearen, wo die beiden Spieler weilten.

So waren alle derzeitigen Kaderspieler rechtzeitig da, samt den Neuzuzügen Florian Kamberi und Kwadwo Duah. Und samt jenen Spielern, über die es zuletzt Gerüchte zu möglichen Wechseln gab – wie dem Goldacher Silvan Hefti.

Zeidler: «Wir wollen unbedingt alle zusammenhalten.»

Natürlich, bis zum Transferschluss am 12. Oktober dürfte sich das St.Galler Kader noch verändern. Trainer Peter Zeider aber sagt: «Wir wollen unbedingt alle zusammenhalten.» Um an die jüngsten Erfolge anknüpfen zu können.

«Und um in der Europa League mehr als nur ein Spiel zu absolvieren.»

Die Fitnesstests zu Beginn sieht Zeidler nicht als lästige Routineübung. «Jeder Einzelne erhält in Lactattests Rückmeldungen zur Formentwicklung.» Das sei oft sehr aufschlussreich. Dass der Saisonstart um eine Woche nach hinten auf das Wochenende vom 19./20. September geschoben wurde, lasse zudem Zeit. «Wir können das Ganze ohne Hektik angehen.» Trainingsstart ist am Mittwoch.

Französische Medien klopfen bei Zeidler an

Zeidler war auch in den Ferien nicht ganz fussballfrei unterwegs. Er sah sich am vergangenen Donnerstag im Kybunpark das Spiel der Frauen des FC St.Gallen-Staad gegen GC an, am Sonntag das Testspiel Dortmunds gegen Austria Wien in Altach (11:2).

Gestern schliesslich, am ersten Tag der Saisonvorbereitung, war Zeidlers Fachwissen anderweitig gefragt. Journalisten der französischen Zeitungen «L’Equipe» und «Le Monde» befragten ihn zu den drei deutschen Trainern, die im Champions-League-Halbfinal stehen, Thomas Tuchel mit PSG, Hansi Flick mit Bayern München und Julian Nagelsmann mit Leipzig. Als deutscher Fussballkenner mit fliessendem Französisch war der ehemalige Sochaux-Trainer prädestiniert für diese Aufgabe. Dennoch: Das Interesse der internationalen Presse würde er künftig wohl gerne auch im Zusammenhang mit dem FC St.Gallen auf sich ziehen.

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