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Der FC St.Gallen verliert Marcel Herzog

Marcel Herzog tritt im neuen Jahr im FC Basel die Stelle des Talentmanagers an. Diese Funktion hatte der 38-Jährige zuletzt beim FC St. Gallen nach den Jahren als Torhüter und Verantwortlicher Persönlichkeitsentwicklung inne.
Christian Brägger
(Bild: Hanspeter Schiess)

(Bild: Hanspeter Schiess)

Wenn der Ruf des FC Basel folgt, der noch immer ein Koloss der Super League ist, gibt es meist kein Halten. Weil die Perspektiven schlicht andere sind. Nun hat es nach dem Weggang Albian Aijetis wieder einmal einen Arbeitnehmer des FC St. Gallen erwischt, diesmal mit Marcel Herzog keinen aktiven Spieler. Nach dem für den Nachwuchs zuständigen Talentmanager hatte der Basler Sportchef Marco Streller schon vor ein paar Monaten die Fühler ausgestreckt – im Prinzip war am Rheinknie ebendiese Stelle vakant. Herzog informierte transparent die St. Galler Führung über Strellers Werben, rang mit sich, überlegte lange, nach all den Jahren in der Ostschweiz war er hier heimisch geworden. Doch nun ist der Entscheid des gebürtigen Baslers gefallen, mit der Familie zurück in die Heimat zu gehen und dort im neuen Jahr wieder tätig zu werden. Auch aus privaten Gründen.

Lange hat es Herzog im FC St. Gallen ausgehalten nach den Jahren bei Concordia, Basel, Schaffhausen oder Duisburg. Seit Sommer 2012 war er für die Ostschweizer tätig, zuerst als Goalie, wo er meist nicht an Daniel Lopar vorbeikam und eher mit der Reservistenrolle vorliebnehmen musste. Als Herzog im Januar 2017 leise zurücktrat, statteten ihn die St. Galler mit einem Anschlussvertrag für den Nachwuchs aus. Dort fungierte er anfänglich als Verantwortlicher Persönlichkeitsentwicklung nach dem zum Ende der Profikarriere abgeschlossenem Psychologiestudium. Anfang dieses Jahres übernahm der 38-Jährige schliesslich auf Wunsch von Sportchef Alain Sutter den Posten des Talentmanagers von Kristijan Djordjevic, der in dieser Funktion und mit seiner Arbeitsweise den Ansprüchen nie genügt hatte.

Herzog war fortan eine Art Anwalt der Jungen, der es sich auf den Zettel geschrieben hatte, die Talente auf ihrem Schritt ins Profitum nahe, intensiv und psychologisch zu betreuen. Oder sie auch dann zu begleiten, wenn es aus St. Galler Sicht eben nicht reichte für die künftige Fussballerkarriere. Der Talentmanager hat insofern eine gewisse Wichtigkeit, zumal der Posten von Verband und Liga gefordert wird, wenn ein Verein wie der FC St. Gallen das Label eines Leistungszentrums erhalten will.

St.Gallen will nichts überstürzen

Präsident Matthias Hüppi sagt: «Wir lassen Herzog nicht gerne ziehen, er hat gute Arbeit geleistet. Im Prinzip ist es doch toll, wenn einer von uns ein Angebot vom FC Basel erhält.» Es gebe jetzt auch die Chance auf etwas Neues, jedenfalls sei man gut aufgestellt, um zu reagieren.

Für den FC St. Gallen gibt es nun zwei Möglichkeiten. Entweder wird Herzog ab Januar interimistisch bis zum Saisonende ersetzt, um dann für die neue Spielzeit 2019/20 einen neuen Talentmanager zu installieren. Oder aber es findet sich bereits auf Januar eine neue, definitive Lösung. «Wir werden jetzt nichts überstürzen», sagt Hüppi.

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