Der FC St.Gallen verliert auch sein letztes Testspiel

Der FC St.Gallen unterliegt Türkgücü München im heimischen Kybunpark mit 1:3. Miro Muheim sah noch vor der Pause die Ampelkarte, Kwadwo Duah glich kurz nach der Pause aus.

Manuel Nagel
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Der St.Galler Florian Kamberi, im Testspiel zwischen dem FC St.Gallen und Türkgücü München, am Samstag, 12. September 2020, in St.Gallen.
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Ein Balljunge während des Testspiels.
Florian Kamberi.
Der St.Galler Thody Élie Youan.
Yannis Letard.
Jordi Quintillà.
Der St. Galler Torhüter Lawrence Ati Zigi.
Boubacar Faye Traorè.
Der fast leere St.Galler Kybunpark, im Testspiel zwischen dem FC St.Gallen und Türkgücü München.
Jérémy Guillemenot.
Der St.Galler Florian Kamberi, rechts, gegen den Deutschen Aaron Berzel.
Der St.Galler Basil Stillhart, rechts, gegen den Deutschen Yi-Young Park.
Der St.Galler Jérémy Guillemenot, rechts, gegen den Deutschen Yi-Young Park.
Der St.Galler André Ribeiro, links, gegen den Deutschen Sercan Sararer,
André Ribeiro, links, gegen den Deutschen Yi-Young Park.
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Der St.Galler Florian Kamberi, im Testspiel zwischen dem FC St.Gallen und Türkgücü München, am Samstag, 12. September 2020, in St.Gallen.

Bild: Benjamin Manser

Wie schon vor zwei Wochen gegen den SC Freiburg verlieren die Espen im Kypunpark mit 1:3. Allerdings spielt der heutige Gegner Türkgücü zwei Klassen tiefer als der Bundesligist aus dem Breisgau.

FCSG-Goalie Lawrence Ati-Zigi schnappt sich den Ball vor Alessandro Kräuchi und dem Münchner Laukart.

FCSG-Goalie Lawrence Ati-Zigi schnappt sich den Ball vor Alessandro Kräuchi und dem Münchner Laukart.

Bild: Manuel Nagel

Doch zu Beginn des Spiels sah es gar nicht nach der dritten Testspielniederlage in Folge gegen ein deutsches Team aus. Peter Zeidlers Mannschaft spielte beinahe in Bestbesetzung. Nur Victor Ruiz fehlte krankheitshalber. Im linken Mittelfeld spielte auf seiner Position Basil Stillhart. Und Stillhart war es dann auch in der siebten Minute, der alleine auf Torhüter Vollath laufen konnte, jedoch an diesem scheiterte. Vollath blieb im Fokus des Geschehens, als er nur eine Minute später einen gut gezirkelten Freistoss des neuen Captains Jordi Quintillà aus dem Torwinkel holte.

Doch nach der Trinkpause, die Schiedsrichter Lukas Fähndrich nach 26 Minuten verordnete, folgte der Bruch im Spiel der St.Galler. Die Gäste kamen besser ins Spiel, traten nach etwas mehr als einer halben Stunde ihren ersten Eckball und erzielten mit dieser Aktion den etwas überraschenden Führungstreffer durch Petar Sliskovic. Es war nicht der erste Auftritt des Kroaten im St. Galler Stadion. Bereits am 25. Mai 2015 war er hier zu Gast. Mit dem FC Aarau verlor er damals 1:5. Einziger Torschütze der Aarauer war damals – richtig – Petar Sliskovic.

Gelb-Rot für Muheim noch vor der Pause

Nach dem Gegentreffer wurde Miro Muheim zudem noch von Schiedsrichter Fähndrich verwarnt, weil der St. Galler ein Foul vor dem Tor monierte. Eine Gelbe Karte mit Folgen, denn nur kurz danach zückte der Unparteiische zwei weitere Karten gegen den Linksverteidiger. Zuerst Gelb wegen Reklamierens, und somit auch noch Rot. Peter Zeidlers Team musste also mehr als eine Stunde in Unterzahl agieren. Und es musste dies auch ohne Aggressivleader Lukas Görtler tun, der in der 43. Minute angeschlagen vom Platz musste.

Musah Nuhu grätscht gegen den Münchner Stefan Stangl ins Leere.

Musah Nuhu grätscht gegen den Münchner Stefan Stangl ins Leere.

Bild: Manuel Nagel

Kurz nach dem Seitenwechsel konnte Goalie Lawrence Ati-Zigi ein weiteres Mal seine Klasse unter Beweis stellen, als er aus kürzester Distanz eine Direktabnahme von Sararer parierte. Im direkten Gegenzug lancierte Quintillà Neuzugang Thody Élie Youan. Dieser legte ab auf Kwadwo Duah, der aus rund elf Metern flach zum Ausgleich einschob.

Doppelschlag nach einer Stunde entscheidet das Spiel

Doch bei sommerlichen Temperaturen machte sich der Kräfteverschleiss bemerkbar, und die Gäste spielten ihre numerische Überlegenheit aus. Kircicek gelang in der 60. und 62. Minute ein Doppelpack und sicherte seinem Team so den Sieg. Denn in der letzten halben Stunde lief nicht mehr allzu viel. Peter Zeidlers Mannschaft wollte sich eine Woche vor dem Heimspiel gegen den FC Sion nicht mehr unnötig verausgaben und teilte ihre Kräfte ein. So sahen die nicht ganz 1000 Zuschauer gegen Ende der Partie keine wirkliche Torchance mehr.

FC St.Gallen 1879 - Türkgücü München
Kybunpark - 1'000 Personen im Stadion (Coronarichtlinien) - SR Lukas Fähndrich.
Tore: 32. Sliskovic 0:1, 51. Duah 1:1, 60. Kircicek 1:2, 62. Kircicek 1:3.
St.Gallen: Zigi; Kräuchi, Stergiou (80. Nuhu), Letard (69. Ajeti), Muheim; Görtler (43. Traorè), Quintillà (Cap.), Stillhart; Kamberi (46. Youan), Ribeiro (63. Staubli), Guillemenot (46. Duah).
Türkgücü: Vollath; Park, Velagic, Berzel, Stangl; Kirsch (80. Gorzel), Erhardt (86. Holz), Sararer (80. Gabriele), Laukert (65. Fischer); Kircicek, Sliskovic (61. Raimondo-Metzger).
Verwarnungen: 33. Muheim (Reklamieren), 83. Berzel (Foul), 87. Stillhart (Foul).
Bemerkungen: St.Gallen mit Watkowiak, Strübi, Nuhu, Youan, Ajeti, Duah, Traorè, Staubli (Ersatzbank) und ohne Ruiz, Fabiano Alves, Gonzalez, Fazliji, Babic, Lüchinger (verletzt/krank), Abaz, Solimando, Campos, Rüfli (nicht im Aufgebot). - 39. Gelb-Rot für Muheim (Reklamieren). - 62. Lattenschuss von Kircicek.

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