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Der FC St.Gallen macht's nochmals spannend, gewinnt aber mit Ach und Krach gegen Xamax

Nach zuletzt drei Niederlagen in Serie gewinnt der FC St.Gallen das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen den Tabellenletzten Neuchâtel Xamax mit 3:2. Die Ostschweizer haben das Spiel eigentlich im Griff, kommen in der Schlussphase aber doch noch ins Zittern.
Christof Krapf
Jordi Quintillà (links) trifft herrlich zum 2:1 für den FC St.Gallen. (Bild: Freshfocus)

Jordi Quintillà (links) trifft herrlich zum 2:1 für den FC St.Gallen. (Bild: Freshfocus)

Die Tore

  • 0:1, 11. Minute, Charles-André Doudin: Ein Freistoss segelt quer durch den St.Galler Strafraum; der erste Neuenburger Kopfball prallt von der Latte ab, Doudin trifft im Nachsetzen.
  • 1:1:, 16. Minute, Vincent Sierro: Nach einem Corner legt Kekuta Manneh seinem Teamkollegen Sierro im Neuenburger Strafraum den Ball pfannenfertig auf. Dieser schiebt ungefährdet zu seinem siebten Saisontor ein.
  • 2:1, 31. Minute, Jordi Quintillà: Was für ein Treffer des Spaniers - da schimmert die Nachwuchsausbildung des FC Barcelona durch. Per Aussenrist hebt der Mittelfeldspieler den Ball über den Gegner, zieht danach direkt ab und erzielt ein Tor, das alleine schon das Eintrittsgeld wert ist.
  • 3:1, 69. Minute, Vincent Sierro: Eckball von Barnetta, Sierro geht im Fünfmeter-Raum vergessen und erzielt per Kopf das 3:1.
  • 3:2, 77. Minute, Kemal Ademi: Xamax erobert nach einem St.Galler Corner den Ball und fährt einen mustergültigen Konter. Der Ball gelangt via Kamber und Nuzzolo zu Ademi, der alleine vor Stojanovic steht.

Die Spiel-Analyse

Eigentlich hätte diese Partie nicht mehr spannend werden müssen. Denn der FC St.Gallen war im Heimspiel gegen den Tabellenletzten Neuchâtel Xamax die dominierende Mannschaft. Nach 69 Minuten und dem 3:1 durch Vincent Sierro hätte das Spiel eigentlich gelaufen sein müssen. Auch, weil die Gäste seit der Roten Karte gegen Marcis Oss in der 51. Minute mit einem Mann weniger spielten.

Doch so dominant die St.Galler auftraten, so fahrlässig gingen sie mit ihren Chancen um. Axel Bakayoko bewies zwar nach einer schönen Kombination über Tranquillo Barnetta und Vincent Sierro viel Schnelligkeit, vergab die Chance aber (20. Minute). Und Sierro hätte bereits in der 17. Minute seinen zweiten Treffer erzielen müssen, forderte mit seinem «Schüsschen» allerdings Xamax-Goalie Laurent Walthert nicht wirklich.

So bangten die Ostschweizer nach dem Anschlusstreffer zum 2:3 von Kemal Ademi in der 77. Minute um die drei Punkte. Xamax erarbeitete sich in der Folge einige Möglichkeiten. Raphael Nuzzolo hätte in der 86. Minute zum 3:3 treffen müssen. St.Gallen rettete den knappen Vorsprung aber mit Ach und Krach über die Zeit.

Der Beste

Vincent Sierro erzielte gegen Xamax seine Saisontore sieben und acht - er belegt nun Rang drei in der Super-League-Torschützenliste. Nebst Skorerqualitäten zeigt die Leihgabe vom Bundesligaclub Freiburg im Mittelfeld Übersicht und Kreativität.

Dejan Stojanovic: Note 3. Der Goalie wirkt in einigen Situationen unsicher, auch vor dem 0:1. Pariert aber kurz vor der Pause bravourös gegen Nuzzolo.
Nicolas Lüchinger: Note 3,5. Er ist ein Dauerläufer. An der Gefährlichkeit seiner Flanken muss der Rheintaler aber arbeiten.
Silvan Hefti: Note 3,5. Lange solid. Kann aber die Verteidigung gegen die anstürmenden Gäste nicht stabilisieren.
Alain Wiss: Note 5. Gehört erstmals in dieser Saison zweimal in Folge der Startformation an. St. Gallens bester Abwehrspieler.
Andreas Wittwer: Note 3,5. Nicht der beste Abend des Berners. Steht viel zu oft viel zu weit weg von seinem Gegenspieler.
Vincent Sierro: Note 5,5. Der Walliser ist St. Gallens Lebensversicherung. Krönt eine starke Leistung mit zwei Toren.
Jordi Quintillà: Note 5. Erzielt in der 31. Minute das 2:1 wie aus dem Lehrbuch. Lange abgeklärt, baut in der Schlussphase ab.
Majeed Ashimeru: Note 4. Auch dank ihm steigert sich St. Gallen im Vergleich mit dem Thun-Spiel. Taucht später aber ab.
Axel Bakayoko: Note 3,5. Wirkt im Angriff oft zu ungestüm und zu verspielt. Vergibt eine Chance zum 2:1.
Tranquillo Barnetta: Note 4. Solid, aber unauffällig. Nach seinem Corner fällt die vermeintliche Vorentscheidung, das 3:1.
Kekuta Manneh: Note 4. Bringt Schwung in den Angriff und bereitet das 1:1 vor.
Dereck Kutesa: Note 4. Fällt nach seiner Einwechslung zur Pause mit starken Antritten auf, die aber wirkungslos bleiben.
Yannis Tafer: Note 3. Kommt in der 63. Minute, bleibt aber ohne Einfluss. Verliert den Ball oft viel zu schnell.
Slimen Kchouk: Keine Note. Kommt in der 74. Minute für den angeschlagenen Wiss, der Einsatz ist zu kurz für eine Note.
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Sierro der Beste, die Verteidiger die Schlechtesten: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Xamax

Der Schlechteste

Erneut war die Ostschweizer Defensive das Sorgenkind von Trainer Peter Zeidler. Beim ersten Gegentreffer brachten die St.Galler den Ball nicht weg; beim zweiten Tor wurde das Heimteam mustergültig ausgekontert.

Für Statistik-Nerds

Die Partie war der Vergleich zwischen dem kleinsten Super-League Goalie, Xamax' Laurent Walthert (1,81 Meter) und dem grössten Torhüter der Liga, Dejan Stojanovic (1,96 Meter) vom FC St.Gallen. Ein paar Zentimeter zusätzlich hätten Walthert bei den Gegentreffern allerdings auch nicht weitergeholfen.

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Die Espen gewinnen im letzten Heimspiel gegen Xamax 3:2

Die Härtesten

Captain Silvan Hefti und Aussenverteidiger Andreas Wittwer vom FCSG trotzten Wind, Regen und Kälte im Kurzarmshirt und verdienen sich damit den Titel der «Härtesten Spieler». Majeed Ashimeru belegt in dieser Wertung Rang zwei; er trägt Handschuhe zum Kurzarm-Leibchen.

Die Fans

(Bild: Christof Krapf)

(Bild: Christof Krapf)

«Xamax, Saint-Gall, amitié», skandierten Neuenburgs Anhänger schon auf dem Weg ins Stadion - und tranken dabei Klosterbräu. Mit einer herrlichen Choreographie dankten die St.Gallen den Neuenburger für die Fanfreundschaft.

Die Reaktion

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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