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Spielanalyse: Der FC St.Gallen tritt auf der Stelle

Der FC St. Gallen ist zwar die bessere Mannschaft, aber er schafft den Befreiungsschlag nicht. Die Partie gegen die biederen Grasshoppers endet torlos – die Punkteteilung nützt beiden Teams wenig.
Christian Brägger

Einen klaren Kopf hat St. Gallens Trainer Peter Zeidler im Vorfeld von seinen Spielern gegen die Grasshoppers gefordert. Dieser klare Kopf ist in der heissen Schlussphase gegen den Tabellenletzten mehr denn je gefordert. Der Rekordmeister bringt überhaupt nichts mehr zustande, er verteidigt mit Mann und Maus und will das 0:0 über die Zeit retten; dabei lauert ja immer noch die Gefahr des Konters, und wäre er erfolgreich, wäre es etwas gar viel Lohn für den Tabellenletzten.

Ein 0:0, das letztlich keinem nützt

Tranquillo Barnetta, der beste St.Galler, zwingt eine Minute vor Spielschluss den Goalie Heinz Lindner zu einer Parade, im Nachsetzen scheitern die Ostschweizer ein letztes Mal. Dann ist die Partie fertig, das 0:0 Tatsache. Ein 0:0, das letztlich keinem nützt und zeigt, dass beide Teams auf der Stelle treten und schwächeln. Hier die Ostschweizer, die nun mit 32 Punkten weiterhin Achte sind und am Samstag das nächste wegweisende Spiel gegen Xamax absolvieren müssen. Da die Grasshoppers, für die der Punktgewinn zu wenig ist – der erste Abstieg nach 70 Jahren rückt näher und näher.

Der beste St. Galler Tranquillo Barnetta (rechts) ist vor dem Grasshopper Yoric Ravet am Ball. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Der beste St. Galler Tranquillo Barnetta (rechts) ist vor dem Grasshopper Yoric Ravet am Ball. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Zuschauer sehen nur Fussballmagerkost

Dabei hat es lange und etwas mehr als eine Halbzeit gedauert, bis die St. Galler präsenter werden. Mit ihnen der eigene Anhang, der sie nun endlich nach vorne peitscht. Zeidlers Mannschaft beginnt in dieser Phase mit der Belagerung des limitierten Gegners, sie drängt ihn zurück. Barnetta, Simone Rapp und Majeed Ashimeru kommen zu Möglichkeiten, um jede Aktion sind die 11'683 Zuschauer im Kybunpark froh, weil sie sonst nur Fussballmagerkost sehen. Dass es aber überhaupt bis zum Schluss 0:0 steht, haben die Ostschweizer auch ihrem Goalie Dejan Stojanovic zu verdanken, der unmittelbar nach Wiederbeginn den besten Angriff der Grasshoppers, abgeschlossen von Marco Djuricin, entschärft.

St. Gallen wirkt fahrig und nervös

Dabei sind es die Grasshoppers gewesen, die besser ins Spiel finden. Dass ihnen das Wasser bis zum Hals steht, sieht man nicht in den Startminuten. Sie kommen schnell zu zwei Chancen, die aber nicht zwingend sind. Die St. Galler lauern, agieren vorsichtig in dieser Schicksalspartie. Silvan Hefti hat eine erste Möglichkeit nach 20 Minuten, mehr ist da aber nicht, aber immerhin übernehmen die Ostschweizer fortan das Spieldiktat. Mehr aber auch nicht, und bald einmal merkt jeder im Kybunpark, dass hier zwei vom Misserfolg völlig verunsicherte Teams am Werk sind. Auf beiden Seiten ist das Geschehen geprägt von Fehlern und Unzulänglichkeiten, vermutlich auch von Nervosität, es will überhaupt kein Spielfluss aufkommen. Das Motto ist offensichtlich, es gilt für beide Mannschaften: Ja nichts riskieren in der Situation, in der wir sind. Das beste an der ersten Halbzeit ist noch der Schlusspfiff, weil es nur besser werden kann in den zweiten 45 Minuten, was es dann auch wird. Wenn auch nur um Nuancen.

Zeidler muss gegen die Grasshoppers auf den verletzten Andreas Wittwer verzichten und lässt als linken Verteidiger Nicolas Lüchinger laufen. In der Innenverteidigung erhalten nochmals der mit einem Turban spielende Leonel Mosevich und Milan Vilotic das Vertrauen. Insbesondere Vilotic zeigt eine gute Leistung, man fragt sich, wieso er sich bisher nicht noch mehr zeigen durfte in dieser Saison. Er ist einer der wenigen Lichtblicke. Ansonsten ist das alles auf St. Galler Seite herzlich wenig, die Angst scheint sehr im Nacken zu sitzen. Immerhin verlieren die Ostschweizer nicht zum vierten Mal in Serie, was aber nicht der eigenen Leistung zu verdanken ist, sondern der Schwäche des Gegners, der auch unter dem neuen Trainer Tomislav Stipic nicht den Turnaround geschafft hat; GC ist nur noch ein Schatten früherer Jahre.

Tore, Emotionen, Stimmen:

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