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Der FC St.Gallen lässt das Geschenk
im Wallis nicht mehr los

Gegen ein schwaches Sion reicht dem FC St.Gallen eine durchschnittliche Leistung zum 1:0-Sieg. Im umkämpften Spiel profitiert er von einem Eigentor – und kann es sich leisten, Konter um Konter zu vergeben.
Ralf Streule, Sitten
St. Gallens Kekuta Manneh zieht an Sions Goalie Kevin Fickentscher vorbei, trifft das Tor aber nicht. (Bild: Laurent Gillieron/KEY)

St. Gallens Kekuta Manneh zieht an Sions Goalie Kevin Fickentscher vorbei, trifft das Tor aber nicht. (Bild: Laurent Gillieron/KEY)

Peter Zeidler zurück in Sitten! Der St.Galler Trainer wird herzlich begrüsst draussen vor dem Tourbillon von den Zuschauern. Und drinnen im Stadion von den Walliser Journalisten. Keine Frage: Er hat ein gutes Bild hinterlassen damals, vor eineinhalb Jahren, als er die Sittener trainierte und trotz guten Punkteschnitts von Präsident Christian Constantin in die Ferien verabschiedet wurde. Ein Fehler sei das gewesen, ist man sich im Wallis einig.

So freundlich die Worte vor dem Anpfiff, so hart umkämpft und teils sogar gehässig war danach die Partie. Wie am Donnerstag zuvor im Cup wurde sie zum Abnützungskampf – diesmal mit dem besseren Ende für die St.Galler. 1:0 hiess es nach 90 Minuten. «Wir nehmen den Sieg gerne. Noch lieber hätten wir jenen im Cup genommen», sagte Zeidler hinterher. Und die Walliser Zuschauer vor dem Stadion vermuteten: Murat Yakin werde hier im Wallis nicht mehr lange Trainer sein.

Dejan Stojanovic: Note 4,5. Strahlt bei hohen Bällen Sicherheit aus. Muss keine Glanztat zeigen, um sein Tor rein zu halten.
Andreas Wittwer: Note 4. Schaltet sich öfter in die Angriffsbemühungen ein als auch schon. Defensiv solid.
Alain Wiss: Note 4,5. Eine unauffällige, aber sehr abgeklärte Rückkehr. Organisiert die Defensive vorbildlich.
Silvan Hefti: Note 4,5. Strahlt viel Ruhe aus, als es in der zweiten Halbzeit gilt, das Resultat zu halten. Sehr ballsicher.
Axel Bakayoko: Note 3,5. Ist aufsässig, aber in der Vorwärtsbewegung meist zu umständlich.
Jordi Quintillà: Note 4,5. Einmal mehr fast fehlerfrei, auch unter Druck findet er die richtige Anspielstation.
Peter Tschernegg: Note 4. Bringt mit seiner Physis Stabilität ins Mittelfeld. Starke Zuspiele, im Abschluss oft zu überhastet.
Vincent Sierro: Note 4,5. Er hält das Mittelfeld mit Ruhe und klugen Zuspielen zusammen. Für einmal fehlt die Torgefahr.
Alessandro Kräuchi: Note 3,5. Der junge St.Galler ist lauffreudig, ideenreich, er kann dies aber nur selten in Torgefahr ummünzen.
Kekuta Manneh: Note 4,5. Mit seiner Schnelligkeit ein Gefahrenherd. Holt den Corner zum 1:0 heraus – vergibt danach aber zu viele Chancen.
Yannis Tafer: Note 3,5. Grosses Laufpensum, aber wenig konkret in seinem Spiel. Vergibt Chance kurz vor Schluss kläglich.
Dereck Kutesa: Note 3,5. Kommt für Kräuchi. Bei Kontern zwar gefährlich, mehrmals aber auch zu eigensinnig.
Majeed Ashimeru: Note 4,5. Nach seiner Einwechslung für Tschernegg bringt er zusätzlichen Schwung ins Konterspiel.
Tranquillo Barnetta: Note 4,5. Nur zehn Minuten im Spiel, überzeugt bei Kontern. Trifft spektakulär den Pfosten, legt zur Riesenchance von Tafer auf.
14 Bilder

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Nur ein Sittener Torschuss während 90 Minuten

Tatsächlich hatten die Sittener eher Vorsicht walten lassen und nicht sehr viel gemacht für einen Sieg. Die Ostschweizer begannen druckvoller – wie gewohnt blieben sie ihrer offensiven Grundhaltung auch auswärts treu. Was auch diesmal das Risiko barg, in gefährliche Gegenstösse zu laufen. Die Defensive aber, und dies war aus Ostschweizer Sicht wohl die positivste Nachricht des Nachmittags, war so stabil wie selten zuvor in dieser Saison. Nur ein Versuch von Ermir Lenjani fand den Weg aufs St.Galler Tor. Und das Ostschweizer Angriffsspiel wirkte zwar nicht überragend, aber homogen und klar strukturiert.

Dennoch bedurfte es eines Walliser Geschenks, um die St.Galler auf die Siegerstrasse zu bringen. André Neitzke traf nach einer guten halben Stunde, nur vom eigenen Torhüter bedrängt, nach einem St.Galler Corner ins eigene Tor. Für den Rest des Spiels ging es für die St.Galler um die Frage: Wie bringt man das Geschenk unversehrt nach Hause? Tatsächlich versuchte Sion nach der Pause zu reagieren, Zeidlers Team zog sich vorübergehend etwas zurück. Aus dieser Phase resultierte aber nur eine Walliser Grosschance, als nach 52 Minuten gleich zwei Sittener eine Hereingabe verpassten. Zeidlers Team bewahrte darauf im immer ruppiger geführten Spiel die Ruhe.

Wiss und Manneh nutzen ihre Chance

Ein positives Zeichen ist, dass der FC St.Gallen trotz vielen Wechseln im Vergleich zum Cupspiel reüssierte. Gleich sechs Spieler hatte Zeidler aufs Feld geschickt, die im Cup Ersatz gewesen waren. Alain Wiss zum Beispiel, der seinen ersten Einsatz von Beginn weg unter Zeidler erlebte und neben Silvan Hefti einen starken Eindruck machte. Nach dem Cup-Fight habe er den einen oder anderen Spieler schonen wollen, erklärte Zeidler seine Massnahme. Besonders Kekuta Manneh mit seiner Schnelligkeit nutzte seine Chance – auch wenn er drei gute Tormöglichkeiten vergab.

Ohnehin war am Ende die Chancenauswertung das grösste Manko der St.Galler. Vielversprechende Konter versandeten. Das Spiel blieb bis zum Schluss spannend, weil der eingewechselte Tranquillo Barnetta nur den Pfosten traf und Yannis Tafer vor dem leeren Tor vergab. Am Ende war der Schlusspfiff eine Erlösung, in die Pfiffe der Sittener Zuschauer mischte sich der Jubelgesang der rund 400 St.Galler Fans. Sie dürfen sich über eine komfortable Tabellenlage freuen. Und auf ein Heimspiel gegen die Young Boys am kommenden Sonntag. Wobei alle wissen: Die Berner werden zu weit mehr Chancen kommen als Sion. Das St.Galler Offensivspiel wird dann wieder mehr Gefahren bergen. Und Grosschancen zu vergeben, wird sich dann rächen.

Tore, Aufreger und Stimmen zum Spiel

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