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Auch der FC St.Gallen kann den Berner Schnellzug nicht stoppen

Für mutige Ostschweizer endet der Abend im Stade de Suisse ernüchternd. Sie halten sich beim verlustpunktlosen Leader tapfer, verlieren aber 0:2 und Milan Vilotic mit einer roten Karte.
Christian Brägger, Bern
St.Gallens Vincent Sierro (hinten) muss den Berner Roger Assalé vorbeiziehen lassen. (Bild: Patrick Hürlimann/KEY)

St.Gallens Vincent Sierro (hinten) muss den Berner Roger Assalé vorbeiziehen lassen. (Bild: Patrick Hürlimann/KEY)

Manchmal ist es gut, wenn der Ball so schnell wie möglich wieder rollt. Wenn man sofort auf dem Platz reagieren kann auf Ereignisse, die sportlich und vor allem mental länger beschäftigen. Alles abstreifen, Fussball spielen. Natürlich ist das einfacher gesagt als getan, besonders gegen die Young Boys, das Mass aller Super-League-Dinge. Aber vielleicht ist der Gegner gerade deswegen ein dankbarer, weil man gegen ihn nichts zu verlieren hat.

Doch dann sind nur fünf Minuten gespielt, und zumindest ­resultatmässig sind die schönen St.Galler Entwürfe schon dahin. Silvan Hefti verliert gegen den kleingewachsenen Roger Assalé das Kopfballduell, Dejan Stoja­novic kann nur nach vorne ab­wehren, Jean-Pierre Nsame aus ­zumindest abseitsverdächtiger Position setzt nach. 1:0 für den YB-Schnellzug, der unbeirrt durch die Liga rauscht und keine Haltestelle in der Schweiz zu kennen scheint.

St.Galler nicht so abgeklärt wie die Berner

Da nützt es nichts, dass die St.Galler eigentlich zu gefallen wissen, vor dem Rückstand und danach. Sie sind frech, greifen früh an, so wie das Trainer Peter Zeidler erwartet. Meist sind die Angriffsbemühungen aber in der Kernzone zu Ende, weil Selbstvertrauen, Schnelligkeit und Ballsicherheit die Trumpfkarten des Gegners sind. Nur einmal, in der 35. Minute, da finden die Ostschweizer den Weg vors Tor und trifft Yannis Tafer – er spielt anstelle Majeed Ashimerus – den Pfosten; es bleibt die beste Aktion bis zum Schluss. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt liegt Zeidlers Team 0:2 hinten, weil die Zuordnung Minuten davor nicht stimmt und Nicolas Ngamaleu freistehend zuerst an Stojanovic scheitert, im Nachsetzen dann aber nicht. Und die St.Galler damit erneut den «Rebound» verpassen.

In der zweiten Halbzeit steht Zeidler nicht mehr mit dem feinen Jacket an der Seitenlinie, als wolle er seiner Mannschaft das Zeichen senden, die erste Hälfte abzustreifen; es gelingt ihr nicht. Die Berner schaukeln die Partie souverän nach Hause, sparen Kräfte und gewinnen, ohne einen Effort zeigen zu müssen, 2:0 gegen zehn St.Galler; Milan Vilotic, erstmals seit einem Monat in der Startelf, sieht 16 Minuten vor Schluss nach einem Notbremse-Handspiel die rote Karte. Der Berner Trainer Gerardo Seoane kann es sich gar leisten, auf Guillaume Hoarau sowie Sékou Sanogo ganz zu verzichten und die YB-Richtung schon vor dem Anpfiff zu weisen – sie steht für demnächst wichtigere Aufgaben, als St.Gallen es ist an diesem Abend.

Übeltäter Daprelà vorerst zwei Spiele gesperrt

Vielleicht ahnt Zeidler im Vorfeld ja, dass es in Bern auch im 14. Jahr nach dem letzten St.Galler Auswärtssieg nichts zu holen gibt. Und eher gegen die Grasshoppers am Samstag drei Punkte eingefahren werden müssen, um in der Tabelle wieder Fortschritte zu machen. Dies suggerieren zumindest die fünf Wechsel in der Startformation gegenüber dem 2:2 gegen Lugano. Unter anderen kommt Alessandro Kräuchi zum Einsatz – und damit zu seinem Super-League-Début.

Bereits am Nachmittag meldet sich der Präsident der Disziplinarkommission der Swiss Football League. Er sperrt Fabio Daprelà für sein Vergehen an Cedric Itten unwiderruflich vorerst für zwei Spiele. Alleine die TV-Bilder würden für diese Mass­nahme genügen, heisst es. Der vollständige Entscheid der Dis­ziplinarkommission, an die der Disziplinarrichter wegen der besonderen Schwere den Fall weitergeleitet hat, folge später. Da kann also noch mehr kommen. Nein, es muss. Viel mehr.

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