Coronafälle bei Ghana – weshalb FCSG-Goalie Zigi trotzdem nicht in Quarantäne ist

St.Gallens Torhüter Lawrence Ati Zigi war zuletzt in der Türkei mit der ghanaischen Nationalmannschaft unterwegs. Der 23-Jährige kehrte am Dienstag in die Schweiz zurück. Laut «Blick» sind unterdessen drei Mitglieder des ghanaischen Nationalteams positiv auf das Coronavirus getestet worden, Zigi aber trainiere seit Donnerstag wieder in St.Gallen mit. «Wie ist das möglich?», fragt die Boulevardzeitung.

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St.Gallens Torhüter Lawrence Ati Zigi im Training

St.Gallens Torhüter Lawrence Ati Zigi im Training

Gian Ehrenzeller/Keystone (St.Gallen, 18. August 2020)

(red) Die BAG-Richtlinien, auf die sich auch das Schutzkonzept der Schweizer Liga stützt, schreiben nach einem Kontakt mit einer infizierten Person eine Quarantäne vor.

Zigi wurde negativ getestet

Der FC St.Gallen nimmt dazu Stellung, Mediensprecher David Gadze sagt dem «Blick»: «Wir haben Zigi unabhängig von den positiven Coronafällen in der Nationalmannschaft testen lassen; bis das negative Ergebnis am Mittwochabend vorlag, war er isoliert.» Er sei gesund und symptomfrei. Und weiter:

David Gadze, Medienchef des FC St.Gallen

David Gadze, Medienchef des FC St.Gallen

Hanspeter Schiess
«Wir halten uns strikt an die Schutzkonzepte und gehen das Risiko nicht ein, dass ein Spieler ungetestet ins Training einsteigt und Mitspieler infiziert.»

Zigi ist also nicht in Quarantäne, dabei schreibt dies das BAG auch bei einem ersten negativen Test vor. Allerdings muss für die Isolation ein enger Kontakt zu Infizierten vorliegen. Gadze sagt: «Zigi hatte keinen engen Kontakt zu den positiv getesteten Nationalteamkollegen.» Deshalb soll auch darauf verzichtet worden sein, die St.Galler Kantonsärztin zu informieren.