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Brutal: Der FCSG geht trotz zweimaliger Führung gegen YB als Verlierer vom Platz

Nach zwei Niederlagen gegen Luzern und Lugano fand der FC St.Gallen ausgerechnet gegen den Tabellenführer Young Boys spielerisch den Tritt wieder. Die Ostschweizer gingen zweimal in Führung und verloren in den Schlussminuten dennoch mit 2:3.
Martin Oswald
YBs Guillaume Hoarau wurde zum Matchwinner. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

YBs Guillaume Hoarau wurde zum Matchwinner. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Tore

  • 0:1, 31. Minute, Axel Bakayoko: Tafer kommt an der Strafraumgrenze an den Ball, gerät unter Bedrängnis und kann den Ball auf den freistehenden Bakayoko zurücklegen. Dieser zieht aus 18 Metern ab und bezwingt Von Ballmoos in der linken unteren Torecke.
  • 1:1, 43. Minute, Guillaume Hoarau: Zum ersten Mal in dieser Partie eine gelungene Ballstafette der Berner über mehrere Stationen. Sow lanciert den freistehenden Hoarau, der Stojanovic gegen die Laufrichtung stilsicher zum Ausgleich bezwingt.
  • 1:2, 65. Minute, Majeed Ashimeru: Ein Traumpass von Yannis Tafer in die Tiefe und Ashimeru kann alleine aufs Tor loslaufen, wo er den inzwischen eingewechselten Goalie Wölfli abgeklärt bezwingt.
  • 2:2, 81. Minute, Guillaume Hoarau: Silvan Hefti berührt eine Flanke von Benito mit dem Arm. Schiedsrichter Tschudi zeigt sofort auf den Elfmeter-Punkt. Von diesem trifft Hoarau zum Ausgleich.
  • 3:2, 90. Minute, Guillaume Hoarau: Der YB-Stürmer feiert ein perfektes Comeback und trifft in der Schlussminute zum Siegestreffer. Stojanovic ist knapp noch dran.

Die Spiel-Analyse

Trainer Peter Zeidler überraschte gegen den Tabellenführer Young Boys mit einer neuformierten Defensive. In Zentrum starten die St.Galler mit Vilotic und Mosevich, die beide lange keinen Ernstkampf mehr bestritten hatten und so rückte Captain Hefti für einmal auf die rechte Aussenbahn. Würde die Defensive damit mehr Stabilität erlangen als bei den beiden Niederlagen gegen Luzern und Lugano? Zumindest liessen die Ostschweizer in der Startphase keine nennenswerten Chancen zu. Stattdessen konnte man das Spiel ausgeglichen gestalten und setzte dann und wann selber Akzente in der Offensive.

In der 8. Minute verstolperte YB-Goalie von Ballmoos einen Rückpass. Der heranstürmende Guillemenot hätte um ein Hahr zum Führungstreffer abstauben können. In der 32. Minute gingen die St.Galler nicht unverdient in Führung. Tafer kann auf Bakayoko zurücklegen und dieser zieht zur 1:0-Führung scharf und platziert ab.

St. Gallens Axel Bakayoko jubelt nach seinem Tor zur Führung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

St. Gallens Axel Bakayoko jubelt nach seinem Tor zur Führung. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Berner brauchen bekanntlich wenig Chancen, um zu Toren zu kommen. Das sollte sich kurz vor Pause bewahrheiten. Hoarau schoss mit seiner ersten Tormöglichkeit den Ausgleich.

Die Berner nahmen den Schwung gleich mit in Halbzeit 2 und dominierten fortan das Spielgeschehen. Die St.Galler Verteidigung machte ihre Aufgabe weiterhin zuverlässig, vorne aber wurden die Chancen seltener. Bis zur 65. Minute, in der Tafer seine Klasse mit einem perfekten Pass auf Ashimeru aufblitzen lässt. Dieser vollendet den Lauf alleine aufs Tor perfekt mit dem erneuten Führungstreffer. Minuten später hat dann Goalie Stojanovic seinen Auftritt. Spektakulär wehrt er einen Schuss von Assalé aus wenigen Metern ab. Jetzt kam Stimmung auf im ausverkauften Stade de Suisse. Die Berner unter Druck werden in der 81. Minute mit einem Penalty und dem 2:2 durch Hoarau belohnt. Hefti hatte eine Flanke mit dem Arm berührt. Trainer Zeidler muss sich lautstark beschwert haben, wurde er doch vom Schiedsrichter auf die Tribüne geschickt.

YBs Guillaume Hoarau schiesst den Siegestreffer gegen St. Gallens Dejan Stojanovic. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

YBs Guillaume Hoarau schiesst den Siegestreffer gegen St. Gallens Dejan Stojanovic. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Dann kam es knüppeldick für den FCSG. Hoarau traf in der Schlussminute zum dritten Mal und sicherte den Bernern so den Sieg. Ein schlechter Lohn für die Zeidler-Truppe, welche hier in Bern einen starken Auftritt zeigte. Die Serie bleibt: Noch nie gewann der FC St.Gallen auf dem Kunstrasen im Stade de Suisse.

Der Beste

Milan Vilotic machte bei seiner Rückkehr einen ausgesprochen sicheren Eindruck, gewann viele Zweikämpfe und überzeugte mit gutem Stellungsspiel. Auch Stürmer Axel Bakayoko wusste zu gefallen und war ein steter Gefahrenherd in der Offensive.

Jérémy Guillemenot: Note 4. Er hat weniger Aktionen als seine Sturmpartner. Hält aber den Druck auf YB-Defensive stets aufrecht.Jérémy Guillemenot: Note 4. Er hat weniger Aktionen als seine Sturmpartner. Hält aber den Druck auf YB-Defensive stets aufrecht.
Yannis Tafer: Note 5. Zwei Assists, der zweite ist hervorragend. Weitere starke Aktionen. Bestes Spiel seit langem.Yannis Tafer: Note 5. Zwei Assists, der zweite ist hervorragend. Weitere starke Aktionen. Bestes Spiel seit langem.
Vincent Sierro: Note 4. Auch von ihm ist man sich mehr Impulse gewohnt. Hält physisch aber kompromisslos dagegen.Vincent Sierro: Note 4. Auch von ihm ist man sich mehr Impulse gewohnt. Hält physisch aber kompromisslos dagegen.
Milan Vilotic: Note 5. Fast fehlerloser, robuster und aufmerksamer Auftritt bei seinem ersten Spiel seit September 2018.Milan Vilotic: Note 5. Fast fehlerloser, robuster und aufmerksamer Auftritt bei seinem ersten Spiel seit September 2018.
Andreas Wittwer: Note 4.5. Robust. Die linke Abwehrseite wird nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung anfälliger.Andreas Wittwer: Note 4.5. Robust. Die linke Abwehrseite wird nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung anfälliger.
Dejan Stojanovic: Note 4.5. Rettet in der zweiten Halbzeit zweimal hervorragend. Bei den Gegentoren ohne Chance, auch beim 2:3 aus kurzer Distanz.Dejan Stojanovic: Note 4.5. Rettet in der zweiten Halbzeit zweimal hervorragend. Bei den Gegentoren ohne Chance, auch beim 2:3 aus kurzer Distanz.
Silvan Hefti: Note 4.5. Stabil, mit mutigen Vorstössen, die im YB-Mittelfeld aber versanden. Verschuldet Handspenalty.Silvan Hefti: Note 4.5. Stabil, mit mutigen Vorstössen, die im YB-Mittelfeld aber versanden. Verschuldet Handspenalty.
Axel Bakayoko: Note 5. Bringt mit seinem Tempo oft Gefahr, Hereingaben aber oft ungenau. Starkes Führungstor.Axel Bakayoko: Note 5. Bringt mit seinem Tempo oft Gefahr, Hereingaben aber oft ungenau. Starkes Führungstor.
Majeed Ashimeru: Note 5. Sehr aktiv, trifft kaltschnäuzig zum 2:1. Seine physischen Defizite machen seine Kollegen wett.Majeed Ashimeru: Note 5. Sehr aktiv, trifft kaltschnäuzig zum 2:1. Seine physischen Defizite machen seine Kollegen wett.
Leonel Mosevich: Note 4.5. Erstmals seit November dabei. Hält gegen die physisch starke YB-Offensive dagegen.Leonel Mosevich: Note 4.5. Erstmals seit November dabei. Hält gegen die physisch starke YB-Offensive dagegen.
Jordi Quintillà: Note 4. Kommt im sehr dichten Mittelfeld und unter stetem Druck weniger zur Entfaltung als auch schon.Jordi Quintillà: Note 4. Kommt im sehr dichten Mittelfeld und unter stetem Druck weniger zur Entfaltung als auch schon.
Simone Rapp: Note 4. Rapp hat eine schwere Aufgabe, kommt just ins Spiel, als YB die Schlussoffensive lanciert.Simone Rapp: Note 4. Rapp hat eine schwere Aufgabe, kommt just ins Spiel, als YB die Schlussoffensive lanciert.
Musah Nuhu: Note 4. Er soll das Mittelfeld stabilisieren, was in der stürmischen Schlussphase fast unmöglich ist.Musah Nuhu: Note 4. Er soll das Mittelfeld stabilisieren, was in der stürmischen Schlussphase fast unmöglich ist.
Slimen Kchouk: Note 4. Körperlich bereit, hält dem YB-Druck über seine Seite gegen Ende aber nicht mehr stand.Slimen Kchouk: Note 4. Körperlich bereit, hält dem YB-Druck über seine Seite gegen Ende aber nicht mehr stand.
14 Bilder

Keine Ausreisser nach unten, vier Spieler mit der Note fünf: Die Noten der FCSG-Spieler gegen die Young Boys

Der Schlechteste

Im kämpferischen Kollektiv der St.Galler Elf fiel niemand ab. Spielmacher Sierro fehlten die grossen Szenen und Stürmer Guillemenot rackerte zwar fleissig, kam aber zu keinem gefährlichen Abschluss.

Die Frisur

Majeed Ashimeru verbrachte während der Nati-Pause einige Tage in seiner Heimat Ghana. Mitgebracht hat er einen neuen Haar-Look. Wir geben dem Model den Namen «Die Palme». Frisur hin oder her; Ashimeru war gut aufgelegt und spritzig und krönte seinen Auftritt mit dem Tor zum 1:2.

YBs Gregory Wuethrich im Zweikampf mit St. Gallens Majeed Ashimeru. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

YBs Gregory Wuethrich im Zweikampf mit St. Gallens Majeed Ashimeru. (Bild: KEYSTONE/Anthony Anex)

Die Reaktionen

Trainer Peter Zeidler: «Wir haben hier gegen die beste Mannschaft der Schweiz gespielt. Aber wir waren lange auf Augenhöhe, waren immer gefährlich. In der zweiten Hälfte sind wir durch das hohe Tempo von YB unter Druck gekommen. Wenn man um die 80. Minute noch 2:1 führt, dann macht man sich berechtigte Hoffnung, hier als Sieger vom Platz zu gehen.»

Captain Silvan Hefti: «Es ist brutal so zu verlieren. Wir haben heute Vieles richtig gemacht, aber dennoch keine Punkte im Gepäck.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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