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Der FC St.Gallen vor dem Spitzenspiel beim Leader in Bern – befreit wie nie

Die junge Mannschaft des FC St.Gallen ist überraschend explodiert. Sie marschiert und marschiert. Sie zermürbt die Gegner. Der FC St.Gallen begeistert. Das tut nicht nur seinen Anhängern, sondern auch der Super League gut, die endlich wieder ein Spitzenspiel hat, an dem nicht nur Basel und die Young Boys beteiligt sind
Patricia Loher
Patricia Loher, Ressortleiterin Sport. (Bild: Hanspeter Schiess)

Patricia Loher, Ressortleiterin Sport. (Bild: Hanspeter Schiess)

Den euphorisierten Ostschweizern ist am kommenden Sonntag in Bern gegen den Meister ein Coup zuzutrauen. Obwohl ihnen die Leaderposition winkt: Zu verlieren haben sie nichts. So befreit wie am Sonntag konnte das Team in dieser Saison noch nie aufspielen.

Dabei ist es noch nicht lange her, dass sich Aussenstehende über St.Gallens Dasein als graue Maus wunderten. Zu mehr als Mittelmass reichte es den Ostschweizern – mit Ausnahme der Qualifikation für die Europa-League-Gruppenphase – lange nicht. In diese Geschichte passte auch das Cupout beim FC Winterthur vor gut zwei Monaten. Nur ist seither alles anders: St.Gallen gewann in sieben Spielen 19 Punkte und hat damit Rang drei gefestigt.

Wenig hatte darauf hingedeutet, dass sich etwas ändern würde am St.Galler Mittelmass. Die neue Führung installierte mit Peter Zeidler einen offensiv denkenden Trainer, holte den als Sportchef unerfahrenen Alain Sutter – und musste mit der Skepsis leben: offensiv, frech und erfolgreich? In St.Gallen unmöglich. Und wohin soll das führen mit den vielen Jungen sowie Neuverpflichtungen aus Puerto Rico und Formentera?

Nun aber ist Unerwartetes passiert: Die auf diese Saison hin auf vielen Schlüsselpositionen veränderte Mannschaft ist schnell zusammengewachsen, sie hat Vertrauen gewonnen in die Vorstellungen des Trainers und ist dank ihrer Jugendlichkeit in der Lage, das körperlich anspruchsvolle Pressingspiel über Wochen durchzuziehen. Der zurückgetretene Sion-Trainer Stéphane Henchoz attestierte St.Gallen die «höchste Intensität des Landes».

Es ist also auch dem FC St.Gallen möglich, begeisternd und erfolgreich zu spielen. Mit einem feinen Gespür und ein bisschen Glück kann auch er Perlen entdecken wie Jordi Quintillà, Yannis Letard oder Victor Ruiz. Er kann Spieler ausbilden wie Leonidas Stergiou, Silvan Hefti oder Betim Fazliji. Der FC St.Gallen hat trotz bescheidener finanzieller Mittel ein starkes Signal gesendet – egal, wie das Spiel am Sonntag ausgeht, egal, welcher Platz am Saisonende herausschaut.

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