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Packender Fight: Der FCSG verliert gegen YB auch wegen eines Offsidetores

Der Favorit und Tabellenführer aus Bern setzt sich in einer unterhaltsamen Partie gegen den FC St.Gallen mit 2:3 durch. In der Offensive zeigte sich der Klassenunterschied am deutlichsten.
Martin Oswald
Jean-Pierre Nsame trifft per Kopf, die St.Galler Verteidiger Hefti und Bakayoko schauen zu. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Jean-Pierre Nsame trifft per Kopf, die St.Galler Verteidiger Hefti und Bakayoko schauen zu. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Die Tore

  • 1:0, 13. Minute, Dereck Kutesa: Nach drei kurzen Pässen an der Strafraumgrenze und einem perfekten Zuspiel von Sierro steht Kutesa plötzlich alleine vor YB-Torhüter Von Ballmoos und versenkt den Ball in der linken Torecke.
  • 1:1, 16. Minute, Jean-Pierre Nsame: Die Flanke von Kevin Mbabu auf den schlecht gedeckten Jean-Pierre Nsame und schon ist die Partie wieder ausgeglichen. Dieser bezwingt Goalie Stojanovic mit einem wuchtigen Kopfball zwischen den Beinen.
  • 1:2, 26. Minute, Jean-Pierre Nsame: Beinahe eine Kopie des ersten Berner Treffers. Wieder eine weite Flanke von Mbabu und erneut steht YB-Stürmer Nsame ungedeckt vor dem Tor von Stojanovic. Kopftor Nummer 2.
  • 1:3, 33. Minute, Roger Assalé: Ein schneller Konter, ein Pass in die Tiefe und Assalé läuft alleine auf Stojanovic zu und bezwingt diesen stilsicher. Pech für das Heimteam: Assalé startet wohl knapp aus dem Offside.
  • 2:3, 85. Minute, Vincent Sierro: Nach einem Foul an Buess im Strafraum verwertet Sierro den Elfmeter gekonnt zum Anschlusstreffer.

Die Spiel-Analyse

In Anbetracht der Achterbahn, welche der FC St.Gallen in dieser Saison bislang bot, musste der Fan nach dem unerwarteten Dreier in Sion mit einer klaren Niederlage gegen den Tabellenführer Young Boys rechnen. Zwei Gründe gaben dennoch Grund zur Hoffnung. YB hatte ein anstrengendes Champions-League-Spiel und die Reise nach Valencia in den Beinen. Und der FCSG präsentierte sich zuletzt gegen Zürich und Sion gut organisiert und kämpferisch.

Trainer Peter Zeidler überraschte mit einer auf dem Papier defensiven Aufstellung. Tranquillo Barnetta war vorderster Mann, Roman Buess auf der Ersatzbank, Nassim Ben Khalifa gar nicht im Aufgebot. Trotzdem ging der FC St.Gallen durch Kutesa mit der ersten guten Chance in Führung. Doch die Antwort der Berner folgte postwendend. Zwei perfekte Flanken von Mbabu auf den Kopf von Nsame, zweimal ist der YB-Stürmer zuwenig eng gedeckt, zweimal trifft er per Kopf. Doch die St.Galler stecken nicht auf und kommen durch den wirbligen Manneh zu zwei guten Chancen, doch die aufkeimende Hoffnung wird durch das 1:3 sofort wieder zunichte gemacht.

Noch gab sich der FC St.Gallen nicht auf. In der 54. Minute traf Ashimeru aus 20 Metern den Pfosten. Doch mit zunehmender Spieldauer zeigte sich die mangelnde Durchschlagskraft des Heimteams. Die Mannschaft von Peter Zeidler spielte engagiert und bemüht, aber echte Torgefahr blieb Mangelware. Mit dem Elfmeter kurz vor Schluss kam nochmals Spannung auf.

Fazit: Der Kader der Berner Young Boys hat einen Wert von 69 Millionen Franken (Transfermarkt.ch). Der FC St.Gallen dagegen nur 15 Millionen. Heute muss konstatiert werden: Geld schiesst Tore.

Der Beste

Keiner. Das Zentrum mit Sierro, Ashimeru und Quintillà führt eine technisch feine Klinge, doch bis auf das 1:0 fehlen die entscheidenden letzten Pässe.

Der Schlechteste

Die Verteidigung ist mit den schnellen und grossgewachsenen YB-Stürmer schlicht überfordert. Beim 1:2 steht Rechtsverteidiger Bakayoko drei Meter von Nsame entfernt. Und Innenverteidiger Hefti hat den Gegner in seinem Rücken.

Dejan Stojanovic: Note 3,5. Kassiert das 0:1 unglücklich durch die Beine. In Topform könnte er das 1:3 vielleicht verhindern.
Axel Bakayoko: Note 3,5. Muss beim zweiten Gegentor unbedingt in die Mitte zu Nsame rücken. Offensiv verbessert.
Silvan Hefti: Note 3,5. Vergisst im 100. Ligaspiel Nsame beim 0:1, beim 1:3 stellt er auf Abseits, das Bieri fälschlicherweise eben nicht pfeift. Danach besser.
Leonel Mosevich: Note 4. Einige gute Kopfbälle, einige gute Grätschen. Noch nicht top, aber verbessert im Stellungsspiel.
Slimen Kchouk: Note 3. Äusserst unauffällig, wird zur Pause ausgewechselt. Müsste er Mbabu an den Flanken hindern?
Jordi Quintillà: Note 4. Zuckerpass auf Manneh bei dessen Grosschance (31.). Das Zentrum dominieren aber die Berner.
Vincent Sierro: Note 5. Legt beim 1:0 perfekt für Kutesa auf, versenkt den Penalty zum 2:3-Anschlusstreffer.
Majeed Ashimeru: Note 4. Hat Mühe, wenn die Berner körperbetont spielen. Prompt verliert er beim 1:3 den Ball. Ein guter Abschluss an den Pfosten.
Dereck Kutesa: Note 4. Schiesst endlich sein zweites Tor für St. Gallen. Danach ist aber nicht mehr viel von ihm zu sehen.
Tranquillo Barnetta: Note 4. Spielt überraschend im defensiven Sturmzentrum, hat dort nur beschränkt Einfluss.
Kekuta Manneh: Note 4. Offensiv äusserst aktiv, technisch aber mit einigen Mängeln. Hat Glück beim Schubser an Mbabu, dass es nur Gelb gibt.
Andreas Wittwer: Note 4. Spielt die zweite Halbzeit für Kchouk, weiss auf dieser Position viel besser zu gefallen.
Roman Buess: Note 4. Kommt in der 67. Minute und holt den Penalty zum 2:3 heraus.
Alessandro Kräuchi: kein Note. Kommt in den Schlussminuten. Das reicht nicht für eine Note.
14 Bilder

Sierro top, Kchouck flop: Die Noten der FCSG-Spieler nach der 2:3-Niederlage gegen die Berner Young Boys

Die Fans

14'597 Zuschauer sorgten für einen stimmungsvollen Rahmen. Der FCSG - Ausgabe 2018/19 ist sich der lautstarken Unterstützung der Fans auch dann sicher, wenn man im Rückstand liegt.

Die Reaktionen

Trainer Peter Zeidler: «Ich habe einen verdienten Sieg von YB gesehen. Die haben viele Spieler auf Bundesliga-Niveau. Die Tore dürfen wir so nicht zulassen, wir haben Fehler gemacht. Also müssen wir weiter trainieren, besser werden um irgendwann solche Fehler zu vermeiden. Kompliment an die Zuschauer, die uns bis zur letzten Sekunde unterstützt haben.»

Captain Silvan Hefti: «Wir hatten in der ersten Halbzeit ein paar schlechte Minuten, als wir zu weit vom Gegner weg standen und so die Tore kassierten. Sonst kann ich der Mannschaft nichts vorwerfen.»

Torhüter Dejan Stojanovic: «Mit etwas Glück schiessen wir kurz vor Schluss noch den Ausgleichstreffer. Das 2:3 kam wohl etwas zu spät.»

Erinnerungen

Am 30. September 1989 besiegte der FC St.Gallen die Berner Young Boys mit 5:1. Es war nicht irgendein Sieg. Es war die unvergessliche Gala von Ivan Zamorano und Hugo Rubio. Zamorano traf dreimal in nur gerade vier Minuten. Das Espenmoos wurde zum Tollhaus.

«Drei Tore von Ivan Zamorano waren zu viel: Sogar alt Bundesrat Kurt Furgler flippte beinahe aus.»

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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