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3:2 gegen Thun: Beinahe verspielt der FC St.Gallen einen 3:0-Vorsprung

Trotz 3:0 zur Pause zittert sich der FC St.Gallen zu einem Heimsieg gegen Thun. Die Ostschweizer kassieren in der zweiten Halbzeit innert drei Minuten zwei Gegentreffer, retten den Vorsprung aber über die Zeit. Mittelfeldspieler Marco Aratore fehlte im Aufgebot und dürfte den Club verlasssen.
Christof Krapf
(Bild: Benjamin Manser)

(Bild: Benjamin Manser)

Die Tore

  • 4. Minute, 1:0: Stjepan Kukuruzovic verliert bei seinem ersten Super-League-Einsatz der Saison keine Zeit: Der Linksfuss trifft aus 18 Metern per Freistoss aus halbrechter Position. Weil der Ball in der Mauer abgefälscht wird, hat Thun-Goalie Guillaume Faivre keine Abwehrchance.
  • 11. Minute, 2:0: Dass Stjepan Kukuruzovic keine Zeit verliert, haben wir ja erwähnt. 20 Meter vor dem Tor zieht der Mittelfeldspieler aus der Drehung ab und markiert auf wunderbare Art und Weise seinen zweiten Treffer.
  • 44. Minute, 3:0: Wieder hat Kukuruzovic seine Füsse im Spiel: Mit viel Übersicht spielt er Cedric Itten auf halblinker Position frei: Dieser trifft mit einem satten Schuss aus 18 Metern zum 3:0.
  • 74. Minute, 3:1: Trotz mehrerer Klärungsversuche bringen die St.Galler im eigenen Strafraum den Ball nicht weg. Dejan Sorgic verwertet den gefühlt dritten Abpraller zum Anschlusstreffer.
  • 78. Minute, 3:2: Dennis Salanovic markiert den nächsten Anschlusstreffer. Wie beim 1:3 bringt die St.Galler Verteidigung den Ball nicht weg - Thun ist zurück im Spiel.

Die Spiel-Analyse

Spannung hatte eigentlich niemand mehr erwartet. Zur Pause führte der FC St.Gallen gegen harmlose Thuner mit 3:0 - die Partie schien entschieden. Doch dann erarbeiteten sich die zuvor harmlosen Berner Oberländer innerhalb von drei Minuten zwei Chancen und verwerteten diese. Statt 3:0 stand es 3:2. Plötzlich war Thun zurück im Spiel - auch weil sich der FC St.Gallen in der zweiten Halbzeit auf das Verwalten des Vorsprungs konzentriert hatte.

Die erste Halbzeit war wohl eine der besten, die man seit langer Zeit vom FC St.Gallen gesehen hatte. Die Ostschweizer spielten aufsässig und erarbeiteten sich immer wieder gute Möglichkeiten. Von Müdigkeit nach dem 0:1 am vergangenen Donnerstag in der Europa-League-Qualifikation gegen Sarpsborg war keine Spur. Beinahe brachte sich das Heimteam aber selbst um den verdienten Lohn für die starke erste Halbzeit.

Die Möglichkeiten zum Ausgleich hätte Thun jedenfalls gehabt: In der 85. Minute verfehlte der sonst tadellose St.Galler Goalie Dejan Stojanovic den Ball und eröffnete den aufkommenden Thunern die Möglichkeit zum Ausgleich.

Nach der Pause erarbeiteten sich die St.Galler nur noch wenige Chancen. Der eingewechselte Peter Tschernegg sowie Itten sahen ihre Schüsse von Thun-Goalie Guillaume Faivre pariert. Stattdessen offenbarten die Thuner Angriffsbemühungen die Schwächen in der St.Galler Abwehr.

Der Beste

Zwei herrliche Tore und ein Assist: Die Nomination von Stjepan Kukuruzovic hat sich definitiv gelohnt. Mit seinen frühen Toren ebnete der ehemaligen Thuner Junior dem FC St.Gallen den Weg zum Sieg. Zur Belohnung durfte der Kroate bereits in der 64. Minute Feierabend machen - Trainer Peter Zeidler ersetzte ihn durch Vincent Sierro.

Dejan Stojanovic: Note 4,5. Ist lange ein sicherer Rückhalt – bis er vor dem zweiten Gegentor eine Flanke nicht festhalten kann.
Nicolas Lüchinger: Note 5. Spult seit Wochen ein immenses Pensum ab. Der Rheintaler muss angeschlagen vom Platz.
Silvan Hefti: Note 5. Lange tadellos. Doch dann bricht Panik aus, die auch Hefti nicht unterbinden kann.
Milan Vilotic: Note 4,5. Er dirigiert die Abwehr gut, verliert in der Schlussphase zeitweise aber auch den Überblick.
Andreas Wittwer: Note 4,5. Der Aussenverteidiger ist ein Dauerläufer. Steigert sich gegenüber dem Sarpsborg-Spiel.
Stjepan Kukuruzovic: Note 6. Krönt seinen ersten Saisoneinsatz mit zwei Toren und einem Assist – unumstrittener Matchwinner.
Jordi Quintilla: Note 4,5. Der Spanier spielt lange stark. Kann aber die Thuner Wellen in der Schlussphase so wie viele andere auch nicht brechen.
Majeed Ashimeru: Note 5,5. Der 20-jährige Ghanaer ist technisch stark und zeigt eine herausragende Partie. Es ist eine Freude, ihm zuzusehen.
Dereck Kutesa: Note 4,5. Im Angriffspiel der St. Galler vor der Pause eine tragende Säule. Taucht danach aber ab.
Cedric Itten: Note 5. Der Basler trifft im dritten Spiel zum dritten Mal. Sein perfekter Weitschuss zum 3:0 ist unhaltbar.
Nassim Ben Khalifa: Note 4,5. Mannschaftsdienlich. In der 90. Minute verpasst Yannis Tafer seinen präzisen Pass knapp.
Peter Tschernegg: Note 4,5. Der Österreicher kommt in der 59. Minute für Lüchinger. Kann das Spiel aber nicht beruhigen.
Vincent Sierro: Note 4,5. Der eingewechselte Walliser versucht, dem Ball Sorge zu tragen. Das gelingt ihm aber nicht immer.
Yannis Tafer: Keine Note. Er kommt in der 81. Minute für Kutesa. Der Einsatz ist zu kurz für eine Bewertung.
14 Bilder

Kukuruzovic der Beste, die Verteidiger die Schlechtesten: Die Noten der FCSG-Spieler gegen Thun

Der Schlechteste

Defensiv überzeugte der FC St.Gallen (erneut) nicht. Gegen einen lange Zeit offensiv harmlosen Gegner kassierten die Ostschweizer innert drei Minuten zwei Gegentreffer. Die Zuordnung in der Verteidigung stimmte bei beiden Toren nicht - den Ball brachten die St.Galler ebenfalls nicht weg.

Der Aufreger

In der 32. Minute spielte Majeed Ashimeru seine ganze Schnelligkeit aus, tankte sich durch die Thuner Abwehr und spielte einen Doppelpass. Dann wurde der Ghanaer allerdings zurückgehalten und erreichte den Ball nicht mehr - er wäre alleine vor dem Tor gestanden. Über einen Penaltypfiff hätte sich Thun nicht beklagen können.

Das Gerücht

Gerüchteweise war im Vorfeld des Spiels zu vernehmen, dass Marco Aratore kurz vor dem Absprung stehe. Cheftrainer Peter Zeidler bestätigte nach der Partie, dass der Mittelfeldspieler mit einem ausländischen Club verhandle. Deshalb fehlte Aratore wohl auch im Aufgebot.

Die Reaktionen

Peter Zeidler, Trainer FC St.Gallen: Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gewonnen. Dass wir einen 3:0-Vorsprung beinahe hergeben, darf uns nicht passieren. Wir benötigten auch Glück zum Sieg. Man könnte zwar die Reisestrapazen nach Norwegen und die Hitze als Gründe für die schwächere zweite Halbzeit anfügen. Für mich wären das aber Ausreden.

Marc Schneider, Trainer FC Thun: In der ersten Halbzeit waren wir richtig schwach. Wir hatten das St.Galler Mittelfeld nicht im Griff. Immerhin haben wir nach der Pause Charakter gezeigt. Das gibt mir Zuversicht für die Zukunft.

Das Spiel im Liveticker nachlesen:

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