"... dann begeht Kasimpasa Vertragsbruch"

FUSSBALL. Oscar Scariones Wechsel zu Kasimpasa dürfte bald Tatsache sein. Der FC St.Gallen hat sich laut Präsident Dölf Früh mit dem türkischen Club geeinigt – auf andere Art als zunächst geplant.

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Wartet nach wie vor auf das Geld aus der Türkei: Dölf Früh, Verwaltungsratspräsident des FC St.Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Wartet nach wie vor auf das Geld aus der Türkei: Dölf Früh, Verwaltungsratspräsident des FC St.Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Noch ist der Wechsel des St.Galler Torschützenkönigs Oscars Scarione zur Istanbuler Mannschaft Kasimpasa nicht Tatsache – er scheint aber in greifbarer Nähe. «Wir warten noch auf eine Summe X. Ist diese da, unterschreiben wir den Auslösungsvertrag», sagte FC-St.Gallen-Präsident Dölf Früh gestern abend. Genaue Zahlen kommunizierte er dabei nicht. Er sei aber zuversichtlich. «Ich schätze die Chance, dass die Summe am Freitag ankommt, als gross ein. Sollte sie nicht eintreffen, würde Kasimpasa Vertragsbruch begehen», so Früh.

Neue Bedingungen gestellt
Die Ablösesumme, die der FC St.Gallen für den argentinischen Offensivspieler erhalten dürfte, wird auf gegen drei Millionen Franken geschätzt. Am Mittwoch hatten sich die Verhandlungen zwischen dem FC St.Gallen und dem türkischen Verein vor allem um die fehlende Bankgarantie für eine zweite Ratenzahlung gedreht. Der FC St.Gallen bestand auf der Garantie, während der milliardenschwere Besitzer Kasimpasas, Turgay Ciner, diese offenbar aus Gründen der Ehre nicht gewähren wollte (siehe Ausgabe von gestern).

Laut Früh haben sich die beiden Vereine nun auf andere Zahlungsmodalitäten einigen können. Ob man nun auf die Garantien verzichten will, wurde vom FC St.Gallen gestern nicht im Detail erklärt. «Für uns ist die Abmachung nun auf jeden Fall so, dass wir zustimmen können», sagte Früh.

PK hat Wirbel verursacht
Geplant ist, dass Scarione in den kommenden Tagen in Istanbul das Training aufnimmt. Er hatte sich am Dienstag vor den Medien offiziell von der Schweiz verabschiedet, obschon die Modalitäten zwischen den Clubs noch nicht geregelt gewesen waren. Seitens des FC St.Gallen liess man in den vergangenen Tagen durchblicken, dass man über die frühe Bekanntmachung des Transfers durch die Spielerberater Scariones nicht erfreut war. Sie habe für die verbleibenden Verhandlungen unnötig Wirbel verursacht. Für eine Stellungnahme waren Scariones Berater gestern nicht zu erreichen. (rst)