FCSG-Trainer Peter Zeidler vor dem Basel-Spiel: «Barnetta weiss, was wir vorhaben»

Der FC St. Gallen empfängt am Samstag ab 19 Uhr den früheren Serienmeister Basel.
Ob Tranquillo Barnetta, der sein Team gegen die Grasshoppers mit zwei Toren zum Sieg geführt hat, der Startformation angehört, ist noch ungewiss.

Patricia Loher
Drucken
Teilen
Im Spiel gegen die Grasshoppers zweifacher Torschütze: Tranquillo Barnetta. (Bild: Ralph Ribi)

Im Spiel gegen die Grasshoppers zweifacher Torschütze: Tranquillo Barnetta. (Bild: Ralph Ribi)

In der kommenden Woche steht für die Spieler des FC St. Gallen eine Wanderung im Alpstein auf dem Programm. Rund um Ebenalp und Aescher soll während der Länderspielpause der Teamgeist gestärkt werden. «Matthias Hüppi wird unser Bergführer sein», sagt Trainer Peter Zeidler.

Welche Rolle übernimmt Barnetta gegen Basel?

Am Tag vor dem Heimspiel gegen Basel ist die Stimmung in St. Gallen aufgeräumt, was die Ostschweizer vor allem Tranquillo Barnetta zu verdanken haben. Der nach der Pause eingewechselte Routinier führte St. Gallen vor einer Woche mit zwei Toren zum 2:1-Erfolg gegen die Grasshoppers – nachdem er zuvor in der Meisterschaft nur gerade während 18 Minuten zum Einsatz gekommen war. Zeidler sagt:

«Von solchen Spielen, von solchen Ereignissen, wird man auch in vielen Jahren noch sprechen.»

Barnetta habe nicht nur zwei Tore erzielt und viel Schwung gebracht. «Er hat auch die Mitspieler besser gemacht.» Trotz der Verdienste ist fraglich, ob der 33-Jährige am Samstag gegen Basel von Beginn weg auflaufen wird. «Ich will noch nicht verraten, was wir vorhaben. Aber Barnetta weiss es», sagt der Trainer. Vieles deutet darauf hin, dass der St. Galler erneut die Jokerrolle innehaben wird.

Der FC St. Gallen trifft am Samstag auf einen Gegner, der angeschlagen und deshalb unter Druck ist. Von den vergangenen fünf Meisterschaftspartien hat das Team von Trainer Marcel Koller nur gerade eine für sich entschieden. Die Folge: Basel belegt den ungewohnten fünften Rang, der Rückstand auf Leader Young Boys beträgt nach dem ersten Saisonviertel bereits stattliche 14 Punkte. Mit einem Zähler mehr ist auch St. Gallen vor dem früheren Serienmeister klassiert. Trotzdem ist sich Zeidler bewusst, dass ein Auftritt wie in der ersten Halbzeit gegen die Grasshoppers nicht reichen wird, um gegen Basel zu punkten. «Wir brauchen eine richtig gute Leistung, um Basel Paroli zu bieten», so der 56-jährige Deutsche, der auf die verletzten Cedric Itten, Nicolas Lüchinger und Miro Muheim verzichten muss. Wieder spielberechtigt ist nach der roten Karte gegen die Young Boys Milan Vilotic. Allerdings dürften Silvan Hefti und Leonel Mosevich die Innenverteidigung bilden.

Der Wind hat sich gedreht

Von März 2016 bis Juni 2017 siegte Basel gegen St. Gallen sechsmal in Folge. Eine dieser Partien endete in St. Gallen 7:0. Aber danach hat der Wind gedreht. Die Ostschweizer siegten zuletzt zweimal im St.-Jakob-Park und gewannen auch das Heimspiel vor einem Jahr. Im ersten Meisterschaftsviertel konnte nebst den Young Boys nur St. Gallen die Basler bezwingen. (sda)