FCSG-Präsident Hüppi im ersten Wahlgang ins Komitee der Swiss Football League gewählt

In der Ostschweiz ist Matthias Hüppi ein viel beachtetes Sprachrohr. Gestern Mittag nun wurde der Präsident des FC St. Gallen an der Generalversammlung der Swiss Football League für die nächsten zwei Jahre in dessen Führungskomitee gewählt.

Christian Brägger
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Wird sich künftig auch um die Führung und Budgets der Swiss Football League kümmern: Matthias Hüppi, Präsident FC St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Wird sich künftig auch um die Führung und Budgets der Swiss Football League kümmern: Matthias Hüppi, Präsident FC St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Am frühen Morgen fuhr Hüppi in Begleitung von Ivo Forster, dem CEO der Event AG, mit dem Zug an die GV der Swiss Football League. Die Traktandenliste war lang, unter anderem galt es auch das neunköpfige Komitee der SFL wieder vollständig und teilweise mit neuen Namen zu besetzen. Zumal Rocco Delli Colli als Präsident von Rapperswil-Jona nach dem Abstieg des Clubs in die Promotion League aus dem Gremium automatisch ausscheiden musste. Offenbar wusste Hüppi die Vertreter der 20 Clubs der Super und Challenge League zu überzeugen, im ersten Wahlgang wurde er mit 12 von 20 möglichen Stimmen ins Komitee gewählt. 

Auch Maurice Weber, FC Wil, ist neu dabei

Hüppi verspürt grosse Lust, sich mehr in der Liga einzubringen, das betonte er immer wieder. Offenbar wusste er die Vertreter der 20 Clubs (Super und Challenge League) zu überzeugen, im ersten Wahlgang wurde er nun ins Komitee gewählt. Zu diesem gehören: Bernhard Burgener, FC Basel 1893 (bisher); Ancillo Canepa, FC Zürich (bisher); Jean-François Collet, FC Lausanne-Sport (bisher); Wanja Greuel, BSC Young Boys (bisher); Philipp Studhalter, FC Luzern (bisher); Werner Baumgartner, SC Kriens (neu); Matthias Hüppi, FC St.Gallen 1879 (neu) und Maurice Weber, FC Wil 1900 (neu) 1900 (neu). Präsident bleibt Heinrich Schifferle, FC Winterthur. 

Maurice Weber, der Präsident des FC Wil, Einsitz im nationalen Führungsgremium. Weber ist Unternehmer in der Baulogistik.

Früh und Stadelmann waren früher, Hernandez nicht

Hüppi ist nach Dölf Früh und Peter Stadelmann der nächste Exponent des FC St.Gallen, der die Farben der Ostschweizer vertritt – Stefan Hernandez war zu seiner Zeit nicht gewählt worden.

Hüppi verspürt grosse Lust, sich mehr in der Liga einzubringen, das betonte er immer wieder. Der Präsident des FC St.Gallen sagt, er wolle selbstredend das Beste für seinen Club, werde aber nicht mit einer grün-weissen Optik an die neue, aufwendige Arbeit gehen. In Zukunft wird er sich also mit den anderen Komitee-Vertretern um die Führung der Swiss Football League und deren Budgets kümmern. Und vor allem wird und muss er sich künftig mit einer Personalie befassen, mit der er bisher nur aus der Ferne zu tun hatte.

Es geht auch um Petkovic

Das Komitee der Swiss Football League hat nach einer eingehenden Beratung mit Nationalmannschaftsdirektor Pierluigi Tami nämlich das Vorschlagsrecht an den Zentralvorstand bezüglich der Zukunft von Vladimir Petkovic. Der Vertrag des Nationaltrainers läuft nach der EM aus, der Zentralvorstand hat das letzte Wort. Trotz Erfolgen ist Petkovic in einigen Medien unter Beschuss geraten, wobei die Gründe nicht sportlicher Natur sind. Und deshalb auch Unverständnis auslösen in der breiten Öffentlichkeit.

In Zukunft wird sich Hüppi also mit den anderen Komitee-Vertretern um die Führung der Swiss Football League und deren Budgets kümmern. Und vor allem wird er sich mit einer Personalie befassen, mit der er bisher nur aus der Ferne zu tun hatte. Das Komitee der Swiss Football League hat nach der Beratung mit Nationalmannschaftsdirektor Pierluigi Tami das Vorschlagsrecht an den Zentralvorstand bezüglich der Zukunft von Nationaltrainer Vladimir Petkovic.