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FCSG: Gute Gene

Der Vater gehörte der letzten Meistermannschaft der Young Boys an und ein Bundesligatrainer war einst Andreas Wittwers Coach. Nach neun Jahren in Thun spielt der 26-Jährige nun für St. Gallen.
Patricia Loher
Andreas Wittwer (links) luchst dem Basler Davide Calla den Ball ab. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Andreas Wittwer (links) luchst dem Basler Davide Calla den Ball ab. (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Als Andreas Wittwer kam, war St. Gallens Saison bereits im Gang. Seine neuen Teamkollegen hatten die ersten zwei Partien verloren, und Wittwer spürte schnell, wie nervös das Umfeld in der Ostschweiz schon war. Der 26jährige Berner sagt, im Vergleich mit seinem früheren Club Thun sei in St. Gallen alles eine Nummer grösser. «Während man in Thun froh war, den Ligaerhalt zu erreichen, sind die Erwartungen in St. Gallen höher.»

Zu seinem ersten Super-League-Einsatz für St. Gallen kam Wittwer beim 0:2 in Vaduz im August. Jene Partie war symptomatisch für St. Gallens schwierige Phase. «Wir spielten gut, erarbeiten uns Chancen, hatten aber kein Glück.» Langsam, aber sicher werde vieles besser, sagt Wittwer, der als linker Verteidiger und auf dem linken Flügel eingesetzt werden kann. Den späten Ausgleich gegen die Young Boys vor der Länderspielpause wertet er als ein Zeichen, «dass Charakter und Moral intakt sind». Noch hat sich Wittwer, der einst drei Praktika als Kleinkindererzieher absolvierte, keinen Stammplatz erkämpft. «Ich bin ja erst seit zwei Monaten hier», sagt er.

Bis zur U18 lief Wittwer für die Young Boys auf, ehe er zu Thun wechselte. Bei der U21 der Berner Oberländer war der heutige Mainz-Coach Martin Schmidt sein Trainer. Wittwer kann sich gut daran erinnern, wie sie ein Turnier in Deutschland gegen den Nachwuchs von Mainz für sich entschieden. «Eine Woche später kam der Anruf, dass Martin Schmidt zu Mainz wechselt.» Wittwer aber blieb noch länger in Thun. Er hielt den Berner Oberländern neun Jahre die Treue, stieg mit ihnen in die Super League auf und absolvierte in der höchsten Liga 164 Spiele.

Mit dem Vater ans erste Treffen mit Zinnbauer

Vergangene Saison befand er, eine Luftveränderung täte ihm gut. In St. Gallen unterschrieb Wittwer einen Vertrag bis Ende Saison. Seine Freundin ist in die Ostschweiz mitgekommen, mit ihr war er schon auf Drei Weieren. Das nächste Ziel ist die Olma. Aber von der Familie war Wittwer noch nie so weit weg wie jetzt. Dabei ist gerade die Beziehung zu seinem Vater eng. Jürg Wittwer lief für die Young Boys auf, als sie letztmals Meister und Cupsieger wurden. Immer wieder wird der Sohn gefragt, wie lang der Schatten des Vaters in einer Stadt, die seit 1987 auf einen Titel wartet, noch immer sei. Von einem Schatten mag Andreas Wittwer nicht sprechen. Er sagt nur, dass er natürlich zu seinem Vater aufschaue, immerhin sei dieser einst im Meistercup im Bernabeu in Madrid aufgelaufen. «Wir sprechen oft über Fussball und oft über die Young Boys», sagt der Sohn. Als sich im Sommer St. Gallen an einer Verpflichtung interessiert zeigte, begleitete ihn der Vater zu einem Gespräch mit Trainer Joe Zinnbauer. Es sei eine gute erste Begegnung gewesen, sie habe ihm den Entscheid leicht gemacht, sagt der Fussballer. Und nun sei er überzeugt, dass es mit St. Gallen weiter aufwärts gehe. Ein Sieg morgen gegen Angstgegner Vaduz wäre ein nächster Beweis.

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