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FCSG-BASEL: Drei St.Galler Spieler kennen Basel besonders gut

Drei Spieler des FC St.Gallen haben ihre Jugendjahre beim FC Basel verbracht. Auch wenn das Trio die DNA des Schweizer Serienmeisters quasi in sich trägt, könnte der Blick nach Basel unterschiedlicher nicht sein.
Albian Ajeti (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Albian Ajeti (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Albian Ajeti: So nah und plötzlich wieder fern

In Basel hatten sie Albian Ajeti als «Wunschtransfer» bezeichnet. Der FC St. Gallen schien noch im Frühling chancenlos, einen der talentiertesten Schweizer Stürmer halten zu können. Doch am Ende war das Gesamtpaket rund um die kolportierte Ablösesumme von 2,8 Millionen Franken nicht genug. So stürmt der Basler also weiterhin für die St. Galler und nicht in der Champions League. Ajeti, der sich mit seinem an der Achillessehne operierten Zwillingsbruder Adonis in Wittenbach eine Wohnung teilt, mag über den geplatzten Transfer zu seinem Jugendclub nicht gross sprechen. «Es war auch schön, zu sehen, wie viel wert ich St. Gallen bin», sagt der 20-Jährige. Zudem habe er nie gesagt, den Club unbedingt verlassen zu wollen. Die Anhänger hätten Ajeti jedenfalls nur ungern ziehen lassen. «Sie haben sich gefreut, dass ich geblieben bin. Das möchte ich mit Toren zurückzahlen.» Nach seinem Wechsel aus Augsburg vor einem Jahr benötigte er keine ganze Saison, um St. Gallens bester Torschütze zu werden.

Albian Ajeti (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Albian Ajeti (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

In dieser Meisterschaft ist der junge Mann aber noch nicht richtig in die Gänge gekommen: Wegen einer Entzündung im Knie hat er fast die ganze Vorbereitung verpasst. Und gegen die Grasshoppers erhielt er einen Schlag auf die Wade, sodass er gegen die Young Boys nicht eingesetzt wurde. Trotz erst vier Einsätzen hat er aber bereits wieder zwei Tore auf seinem Konto. Wie lautet sein Tipp gegen seinen früheren Club? «Wenn wir uns zusammenreissen, können wir etwas holen: Es gibt ein 2:1 für uns.» (pl)

Marco Aratore: Das Zeug für den FC Basel

Auch in den mehr als zwei Jahren beim FC St. Gallen ist der Basler mit italienischen Wurzeln nicht zum grossen Redner mutiert. Dafür hat sich Marco Aratore auf dem Platz gewandelt wie kaum ein anderer; vom Ersatz- zum Stammspieler, und da vom Mitläufer zum unverzichtbaren Leistungsträger. Der 26-Jährige sieht die Konturen seiner Entwicklung nicht so eng, «das ist mir zu krass formuliert, es hat halt alles Zeit gebraucht». Mit vier Toren und einem Assist führt Aratore die interne Skorerliste an, links im offensiven Mittelfeld erhält er Freiheiten, die nach Verausgabung schreien – nach jedem Schlusspfiff würde er die Wahl um den rotesten Kopf wohl gewinnen.

Marco Aratore (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Marco Aratore (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Und jetzt, wo Basel kommt, da fühlt sich Aratore wieder an seine Wurzeln erinnert. Sechsmal hat er in der Saison 2009/10 für den Serienmeister gespielt, unter anderem im Cup in der 1./2. Runde (er darf sich also Cupsieger nennen), einmal gar gegen ZSKA Sofia in der Europa League. Damals stand der Spieler noch am Anfang der Karriere, doch das Können reichte nicht ganz. Also begab sich Aratore auf eine Art Tour de Suisse nach Thun, Aarau, Winterthur – und St. Gallen. Heute scheint Basel nicht mehr so weit weg, und der zweifache Familienvater sagt: «Wenn du in der Schweiz bei einem guten Club Leistungsträger bist, dann muss das nächste logische Ziel sein, beim FC Basel zu spielen oder ins Ausland zu wechseln. Ich weiss, dass ich das Zeug dazu habe, aber zunächst will ich meine Leistungen hier weiter konstant unter Beweis stellen.» (cbr)

Roman Buess: Ein Traum im Hinterkopf

Natürlich hat Roman Buess diesen Traum, irgendwann wieder einmal für den FC Basel zu spielen. «Weit hinten im Hinterkopf», sagt der 24-Jährige. «Basel ist meine Heimat, ich habe meine Freunde und die Familie dort.» Aber die Gedanken an seinen ehemaligen Verein, für den er einst neben Spielern wie Granit Xhaka oder Alex Frei zwei Teileinsätze in Pflichtspielen bestritt, sind nicht mehr so präsent wie auch schon. Früher seien Spiele gegen Basel spezieller gewesen: «Heute habe ich eine professionelle Distanz.» Der Stürmer hat den FC Basel vor fünf Jahren verlassen, es ging für ihn nach Aarau, nach Locarno, Wohlen und Thun. Vor etwas mehr als einem Jahr wechselte er vom Berner Oberland nach St. Gallen. «Und nun bin ich am richtigen Ort.» Die erste Saison mit seinem neuen Arbeitgeber war dann allerdings eine Enttäuschung. «Wenn man so unter Druck ist, wie wir es waren, galt es oft, nicht zu verlieren. Das war schwierig für uns Stürmer.» Aber er sei selbstkritisch genug, fünf Tore in 29 Meisterschaftsspielen seien zu wenig gewesen.

Roman Buess (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Roman Buess (Bild: GIAN EHRENZELLER (KEYSTONE))

Buess ist sich nicht zu schade, Defensivarbeit zu verrichten. Er investiert viel und versucht, Löcher aufzureissen. Natürlich ist das kein Schaulaufen, oft wird sein Einsatz zu wenig anerkannt: «Aber deswegen sitze ich nicht im stillen Kämmerlein und bin traurig. Der Trainer sieht, was ich mache.» Selbstverständlich, sein Auftrag ist es auch, Tore zu erzielen.«Und in dieser Hinsicht bin ich noch nicht dort, wo ich hinmöchte.» (pl)

Der FC St.Gallen trifft heute Abend um 20 Uhr im Kybunpark auf den FC Basel.

Der FC St.Gallen trifft heute Abend um 20 Uhr im Kybunpark auf den FC Basel.

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