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FCO-Leiter Christian Maier über St.Gallen II: «Wir können jedes Team dieser Liga besiegen.»

St.Gallens U21 empfängt am Sonntag um 15 Uhr Gossau im Kybunpark. Die Nachwuchsauswahl steht in der 1. Liga auf Platz zehn. FCO-Leiter Christian Maier ist damit nur bedingt zufrieden. Er kennt die Probleme.
Pascal Koster
Kein Vorbeikommen: Red-Star-Verteidiger Benziar Salim schirmt den Ball gegen St.Gallens Christian Witzig ab. Bild: Urs Bucher

Kein Vorbeikommen: Red-Star-Verteidiger Benziar Salim schirmt den Ball gegen St.Gallens Christian Witzig ab. Bild: Urs Bucher

Bis tief in die Nachspielzeit rannten die jungen St.Galler gegen ein dezimiertes Red Star Zürich an. Etliche Chancen hatten sie schon vergeben. Schliesslich bereitete die Unparteiische Simona Ghisletta dem hektischen Treiben ein Ende und pfiff die 1.-Liga-Nachholpartie ab.

St.Gallens U21 blieb einmal mehr die Erkenntnis, dass mehr zu holen gewesen wäre. In der Wiler IGP-Arena spielte ab dem 0:2 in der 21. Minute nur noch das Heimteam. Auf dem Kunstrasen führte St.Gallen II die feinere Klinge und überraschte die Gästeabwehr immer wieder mit blitzsauberen, schnellen Ballstafetten. Am Ende standen zwei Pfostenschüsse zu Buche, aber nur ein Tor. So verloren die St.Galler 1:2.

Die Topteams dominiert

Das war am Mittwochabend. Am Sonntag steht bereits der nächste Ernstkampf an. Im Kybunpark fordert die U21-Auswahl ab 15 Uhr Gossau. Das St.Galler Derby ist auch ein Vergleich zweier Mannschaften, denen es bislang nicht wunschgemäss lief.

Christian Maier, Technischer Leiter des Nachwuchsprojekts Future Champs Ostschweiz (FCO), ist sich bewusst, dass ein zehnter Platz zu wenig ist. «Grundsätzlich stimmt der Weg, doch man kann noch mehr rausholen.» Maier ergänzt: «Wir sind in der Lage, jedes Team dieser Liga zu besiegen.»

Eine gewagte Aussage. Sie ist aber nicht aus der Luft gegriffen. Schliesslich haben die Junioren des FC St.Gallen nicht nur im Spiel gegen das fünftplatzierte Red Star gezeigt, dass sie Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte dominieren können.

Physisch nicht auf der Höhe

Maier sagt: «Mühe haben wir immer nur dann, wenn unser Gegner Erwachsenenfussball spielt. Also sehr körperbetont und physisch.» Da St.Gallen II abgesehen von fünf Ausnahmen nur Spieler bis und mit 21 Jahren auflaufen lassen darf, fehlt es gegen die meisten 1.-Liga-Teams an Robustheit.

Nebst dem haben U21-Mannschaften den Nachteil, dass ihr Kader einer viel grösseren Fluktuation ausgesetzt ist. Wenn St. Gallens Trainer Peter Zeidler ruft, dann kommen die Nachwuchsfussballer. In jüngster Zeit wurden mit Torhüter Gianluca Tolino, Innenverteidiger Leonidas Stergiou und Mittelfeldspieler Alessandro Kräuchi drei Talente ins Kader der ersten Mannschaft integriert. Auch Tim Staubli und Betim Fazliji stehen auf dem Sprung.

Abgänge muss U21-Trainer Brunello Iacopetta in kürzester Zeit ersetzen können – entweder mit U18-Spielern oder solchen, die aus der ersten Mannschaft zur Verfügung gestellt werden. Der rege Wechsel im Kader ist nicht optimal, aber auch nicht vermeidbar. Maier sagt:

«Jedes Nachwuchsteam eines Super-League-Clubs kennt dieses Problem. Wir haben natürlich viel mehr personelle Veränderungen als die meisten Konkurrenten»

Trotz der Schwierigkeiten: Coach Iacopetta ist es gelungen, das Team weiterzubringen. Nur spiegeln sich die spielerischen Fortschritte zu wenig in den Resultaten. Ärgerlich, aber nicht entscheidend. Maier: «Für mich ist das übergeordnete Ziel, die Jungen in die erste Mannschaft zu bringen. Der sportliche Erfolg ist zweitrangig.»

Gegen Gossau zurück auf die Siegesstrasse?

Die Schwelle zu dieser ersten Mannschaft ist aber hoch – zumal St.Gallens U21 im Jahr 2016 unter Boro Kuzmanovic aus der Promotion League abgestiegen ist. Seither beträgt der Unterschied drei Klassen.

Der 48-jährige Maier sagt: «In der ersten Mannschaft ist alles schneller, physischer und intensiver. Von unseren Junioren wird verlangt, dass sie stets aktiv sind, ihre Sprints zu Ende machen.» Dass es aus der Promotion League mehr U21-Junioren ins St.Galler Super-League-Kader schaffen würden, glaubt Maier indes nicht. «Dort wird noch stärker Erwachsenenfussball praktiziert. Um konkurrenzfähig zu sein, müssten wir fünf bis sechs 21-Jährige in der zweiten Mannschaft platzieren. Das ist nicht unsere Philosophie.»

Ein Aufstieg ist aus rein sportlicher Sicht derzeit aber sowieso kein Thema. Gegen Gossau geht es erst einmal darum, auf die Siegesstrasse zurückzukehren. Die Gelegenheit ist selten günstig. Gossau hat unter Neu-Trainer Daniel Bamert alle Spiele verloren.

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