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Der FC Luzern wird von Olympiakos Piräus überfahren

Luzern unterliegt in der Qualifikation zur Europa League bei Olympiakos Piräus 0:4 (0:3). Trotz des klaren Verdikts muss das Team von René Weiler froh sein, dass die Niederlage nicht höher ausfällt.
Daniel Wyrsch, Piräus
Die Luzerner Spieler werden in Griechenland einmal kräftig durchgeschüttelt. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Piräus, 9. August 2018))

Die Luzerner Spieler werden in Griechenland einmal kräftig durchgeschüttelt. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Piräus, 9. August 2018))

FCL-Trainer René Weiler wollte im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League gegen den übermächtigen Gegner Olympiakos Piräus auf Schadensbegrenzung spielen. Ein sehr defensives System mit sechs vor allem defensiv ausgerichteten Feldspielern hätte die Innerschweizer vor einer hohen Niederlage bewahren sollen. Doch die Taktik des neuen Coaches ging nicht auf.

Die Luzerner waren den deutlich flinkeren und technisch besseren Gegenspielern vom griechischen Rekordmeister unterlegen. So konnte das neu formierte Olympiakos phasenweise aufspielen wie in einem Testspiel gegen einen unterklassigen Kontrahenten. Bereits in der 10. Minute ging die Mannschaft des Portugiesen Pedro Martins nach einem Corner in Führung: Der überraschend aufgestellte Christian Schwegler ging beim Kopfballduell gegen Lazaros Christodoulopoulos zu Boden, während der Rechtsaussen den Ball unhaltbar zum 1:0 einnickte. Nur phasenweise konnten sich die Luzerner mit ungefährlichen Kontern vom Powerplay der Gastgeber befreien.

Die Differenz zu Spielern mit Millionen-Marktwert

Richtig schlimm wurde es für die Innerschweizer nach etwas mehr als einer halben Stunde: Zuerst doppelte Christodoulopoulos (33.) nach, dann schoss der spanische Neuzugang Miguel Angel Guerrero (36.) sein erstes Tor für Olympiakos. Piräus, der frühere Stammgast der Champions League, führte zur Pause komfortabel mit 3:0. Beim zweiten und dritten Gegentreffer machte die FCL-Abwehr einen völlig überforderten Eindruck. Wie Trainer Weiler im Vorfeld der Partie mehr oder weniger erwartet und quasi vorausgesagt hatte, mussten seine Schützlinge konstatieren, «wie gross der Unterschied zu international erfahrenen Spielern mit einem Millionen-Marktwert noch ist».

Die Luzern-Spieler Schwegler (34) und Christian Schneuwly (30) wurden noch vor Ablauf einer Stunde erlöst vom horrenden Tempo, das die Olympiakos-Profis gingen. Für sie kamen Marvin Schulz (23) und Ruben Vargas (19) ins Spiel. Doch viel besser wurde die Partie für die Männer von Weiler nicht: Nur mit Glück mussten sie nicht zwei weitere Treffer kassieren. Der überragende Piräus-Captain und Spielmacher der griechischen Nationalmannschaft, Kostas Fortounis, schoss zuerst einen brillanten Freistoss an den Pfosten (55.), dann schloss er einen schnellen Gegenstoss ebenfalls mit einem Schuss ans Aluminium ab (70.).

Schliesslich nahm Weiler auch noch seinen dritten Wechsel vor. Er wechselte den neuen Mittelstürmer Blessing Eleke aus, der zuletzt im Liga-Heimspiel gegen Lugano bei seinem Debüt das Tor zum 4:2-Endstand erzielt hatte. Für den Nigerianer durfte ab der 74. Minute Shkelqim Demhasaj europäische Wettkampfluft schnuppern. Mehr war nicht drin für ihn, stattdessen markierte Guerrero in der 84. Minute noch das 4:0. Die heissblütigen Olympiakos-Fans feierten den Doppelpack des Spaniers.

Fast sicher zum sechsten Mal in Serie ausgeschieden

Das Verdikt ist für Luzern brutal, aber auch in dieser Höhe mehr als richtig. Es ist die höchste europäische Niederlage für den FCL seit 2010 in der Europa-League-Qualifikation. Mit grösster Wahrscheinlichkeit bedeutet diese Kanterniederlage das sechste Ausscheiden in Serie gleich in der ersten Runde. Schon vorher waren Utrecht (2010), Genk (2012), St. Johnstone (2014), Sassuolo (2016) und Osjek (2017) sofort die Endstation für den FCL. Wobei der gestrige Gegner Olympiakos Piräus mit dem fast viermal so grossen Budget wirklich mehr als eine Hausnummer zu gross war für die bedauernswerten Innerschweizer.

Trotzdem müssen die FCL-Profis am nächsten Donnerstag noch einmal gegen Piräus antreten. In der Swisspor-Arena dürften sie erneut vom Gegner lernen.

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