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Interview

FCL-Trainer René Weiler gewährt seinen Profis keinen Platz für Gemütlichkeit

Trainer René Weiler (45) macht den Eindruck, dass er sich beim FC Luzern immer wohler fühlt. Er spricht über die Erfüllung des Vertrages, die Zusammenarbeit mit dem Sportchef und über Lucien Favre.
Interview Daniel Wyrsch, Marbella
Fordert einen hohen und intensiven Trainingsrhythmus: FCL-Trainer René Weiler. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 15. Januar 2019))

Fordert einen hohen und intensiven Trainingsrhythmus: FCL-Trainer René Weiler. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 15. Januar 2019))

René Weiler, Sie haben am ersten Tag des FCL-Trainingslagers nach dem ersten Training sofort das Testspiel Dortmund gegen Feyenoord Rotterdam in Marbella ­besucht. Trafen Sie ­anschliessend BVB-Coach Lucien Favre?

Obwohl uns eine jahrelange Freundschaft verbindet, ergab sich ein Treffen mit Lucien Favre leider nicht. Dafür war er nach dem Match zu beschäftigt. Ich wollte Dortmund und Feyenoord spielen sehen, weil man als Trainer immer auf der Suche nach neuen Inputs ist. Das gehört zum Job eines Trainers oder Managers dazu. Diese Gelegenheiten nutze ich, wenn sich solche Mannschaften in der Nähe vorbereiten.

Wie und wann begann die Freundschaft mit Favre?

Das war vor ganz langer Zeit, als wir zusammen in Argentinien gewesen sind. Ich war damals beim FC Winterthur angestellt, und er war Trainer bei Servette. Wir schauten zusammen Spiele an und analysierten Spieler. Unsere Philosophie ist ähnlich: immer sehr sachbezogen und detailbesessen. Mir hat immer gefallen, wie er den Fussball sieht. Er ist sehr perfektionistisch veranlagt, aber wir sind trotzdem unterschiedliche Persönlichkeiten. Ich würde nie einen anderen Menschen oder Trainer kopieren.

Die FCL-Spieler scheinen Ihre Fussballphilosophie immer besser zu verstehen. Die Trainingsintensität ist hoch, von aussen macht die Arbeit mit dem Team einen weitaus homogeneren Eindruck als noch am Anfang im Sommer.

Ich habe nicht nur einen Fussballstil im Kopf, sondern schaue, welche Spieler mit welchen Fähigkeiten ich zur Verfügung habe – und wie sie sich ergänzen. Eine Mannschaft muss in sich stimmig sein. Zur Intensität in den Trainings kann ich sagen: Je höher und intensiver der Rhythmus, desto besser wird sich das Team in den Ernstkämpfen behaupten können. Klar haben sich die Spieler an mich gewöhnt und sich einzelne Übungen eingeprägt, aber überbewerten möchte ich das nicht. Zu Saisonbeginn hatten wir viele Verletzte, trainierten teilweise mit nur 15 Profis.

FCL-Präsident Philipp Studhalter will vorbeugen, hat den Spielern ins Gewissen geredet. Er sprach an, dass im Team zu viel Harmonie herrschen könnte, und man mit Halbzeitplatz 5 zufrieden ist. Besteht die Gefahr, dass sich die Spieler zu wohl fühlen?

Ich glaube nicht, dass es dies im Fussball gibt. Ein Sportler will immer die bestmögliche Leistung abrufen, sei dies im Wettkampf oder im Training. Das hat nichts mit der Ranglistenposition zu tun. Die Tabelle gibt keinem Profi die Legitimation, seine Aufgabe etwas gemütlicher anzugehen.

«Wenn ich sehe, wie unsere Spieler trainieren und sich als Gruppe verhalten, habe ich keine Befürchtungen, dass wir in der Rückrunde einbrechen.»

Luzern hatte in den letzten Jahren oft grosse Schwankungen zwischen den einzelnen Halbsaisons. Einmal war die Vorrunde schlecht, ein anderes Mal umgekehrt. Schaffen Sie es, die Mannschaft ­konstanter zu machen?

Konstanz zu erreichen, ist immer ein Ziel. Für jeden Spieler muss es Anspruch sein, in jedem Match an seine Leistungsgrenzen zu gehen. Wenn ich sehe, wie unsere Spieler trainieren und sich als Gruppe verhalten, habe ich keine Befürchtungen, dass wir in der Rückrunde einbrechen. Aber man ist nie davor gefeit, Verletzte und Gesperrte zu haben. Da kann es dann auch mal ein paar schlechtere Spiele geben.

Sie hätten pro Transferphase gerne ein, zwei neue Spieler. Bis jetzt gab es in diesem Winter bloss Gerüchte um Valor Tasar von Aarau. Ist es derzeit für den FCL nicht möglich, Verstärkungen zu holen?

Zum Budget müssen Sie sich mit Remo Meyer austauschen. Ich werde keine Forderungen stellen, fokussiere mich auf meinen Job.

Arbeiten Sie mit Sportchef Remo Meyer eng zusammen?

Ich finde, wir arbeiten sehr gut zusammen, das ist der entscheidende Faktor. Es gibt Sportchefs und Trainer, die mehr Zeit miteinander verbringen. Er hat ein sehr gutes Gespür, mir gefällt, wie er auftritt. Er ist präsent, er ist spürbar, aber nicht dominant.

Sie sind noch zweieinhalb Jahre an Luzern gebunden. Erfüllen Sie den Vertrag?

Die Absicht ist klar, den Vertrag zu erfüllen, aber in diesem Business kann man nicht zu weit in die Zukunft schauen. Niemand kann voraussagen, was in zwei Jahren ist. Der Fortschritt und die Entwicklung sind entscheidend, die ein Trainer zusammen mit dem Team erreichen kann. Wichtig ist zudem, dass bei der Zusammenarbeit ein gutes Einvernehmen herrscht, dies spüre ich hier.

Die Nähe der Familie in Zürich spricht auch immer noch für den FC Luzern?

Absolut. Meine Familie und ich sind sehr glücklich, den Entscheid, nach Luzern zu wechseln, im Sommer getroffen zu haben.

Marvin Schulz feiert seinen 24. Geburtstag

Nach dem Geburtstags-Intermezzo mit Mannschaft, Trainern und dem gesamten Staff ging der leicht verletzte Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) mit Sportphysiotherapeut Marco Dobler joggen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Mijas/Marbella, 15. Januar 2019))

Nach dem Geburtstags-Intermezzo mit Mannschaft, Trainern und dem gesamten Staff ging der leicht verletzte Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) mit Sportphysiotherapeut Marco Dobler joggen. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Mijas/Marbella, 15. Januar 2019))

Der FCL gestaltete den gestrigen Trainingstag auf dem Rasen in Marbella mit einem kurzen Intermezzo für Marvin Schulz. Er feierte seinen 24. Geburtstag. Alle Mitspieler, Trainer und Staff-Mitglieder gratulierten dem Mittelfeldmann. Nachmittags trafen die Verwaltungsräte Josef Bieri und Marco Sieber im Teamhotel ein.

Startgegner Sion erlebt Überflutungen in der Türkei

Im Vergleich zu den Vereinen, die in der Türkei ihre Zelte aufgeschlagen haben, hat Luzern mit Südspanien einmal mehr die richtige Wahl für sein Camp bei Topbedingungen getroffen. YB, Zürich, GC und Sion dagegen erleben in der Region um Antalya, wie Strassen und Plätze durch starke Regenfälle überflutet werden. «Solche Wetterkapriolen hatten wir vor einigen Jahren in der Türkei auch erlebt», erinnert sich FCL-Goalie David Zibung.

Sion dürfte sich durch die eingeschränkte Vorbereitung schon mal einen Nachteil für den Rückrundenstart am 3. Februar in Luzern eingehandelt haben. «Es fällt so viel Regen, dass die beste Drainage für den Rasen nichts mehr ausrichten kann», hat der türkischstämmige Sion- und Ex-FCL-Coach Murat Yakin dem «Blick» gesagt. (dw)

Der FC Luzern im Trainingslager in Marbella:

Fussball einmal anders: Simon Grether (links) und Stefan Wolf beim «Golfen». (Bild: Martin Meienberger (Mijas, 16. Januar 2019))
Ruben Vargas (links) und Blessing Eleke beim «Golfen». (Bild: Martin Meienberger (Mijas, 16. Januar 2019))
Der Sieger: David Zibung verspritzt eine Flasche Kindersekt. (Bild: Martin Meienberger (Mijas, 16. Januar 2019))
Übers Ziel hinausgeschossen: Oliver Custodio fischt einen Ball aus dem Bach. (Bild: Martin Meienberger (Mijas, 16. Januar 2019))
Spass im Training bei Christian Schneuwly und Oliver Custodio. (Bild: Martin Meienberger, 15. Januar 2019)
Blessing Eleke ist fokussierter. (Bild: Martin Meienberger, 15. Januar 2019)
Der Ball ist im Tor, Yannick Schmid kommt zu spät. (Bild: Martin Meienberger, 15. Januar 2019)
So gratulieren seine Kollegen Marvin Schulz zum Geburtstag. (Bild: Martin Meienberger, 15. Januar 2019)
Idriz Voca lacht während einer Dehnübung. (Bild: Martin Meienberger, 15. Januar 2019)
Silvan Sidler (links) und Tomi Juric beim Training am Montag. (Bild: Martin Meienberger, 14. Januar 2019)
FCL-Präsident Philipp Studhalter spricht zur Mannschaft. (Bild: Martin Meienberger (14. Januar 2019)
Blessing Eleke, Ruben Vargas (zweiter von rechts) versucht von Blessing Eleke (zweiter von links) den Ball zu erobern, beobachtet von Yannick Schmid (rechts) und Shkelqim Demhasaj. (Bild: Martin Meienberger (14. Januar 2019)
Filip Ugrinic am Ball, beobachtet von Assistenztrainer Manuel Klökler. (Bild: Martin Meienberger (14. Januar 2019)
Die Mannschaft macht Dehnungsübungen. (Bild: Martin Meienberger (14. Januar 2019)
Oliver Custodio im Training bei Sonnenschein. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Idriz Voca bei einer Übung im Trainingslager. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Stefan Wolf und Cleric Njau beim Trainieren auf Marbella. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Lazar Cirkovic in Action. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Lazar Cirkovic, Silvan Sidler, Ruben Vargas, Francisco Rodriguez, Tomi Juric (verdeckt) und Lucas Alves. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Cleric Njau, Shkelqim Demhasaj, Christian Schneuwly und Yannick Schmid im Trainingslager auf Marbella. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))

Idriz Voca, Oliver Custodio, Lazar Cirkovic, Christian Schneuwly, Silvan Sidler, Francisco Rodriguez, Ruben Vargas, Tomi Juric und Lucas Alves im Training auf Marbella. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Stefan Wolf, Otar Kakabadze, Idriz Voca, Lazar Cirkovic, Ruben Vargas, Silvan Sidler und Simon Grether im Training auf Marbella. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))

Ruben Vargas, Tomi Juric und Lucas Alves bei einer Übung. (Bild: Martin Meienberger (13. Januar 2019))
Der Eingang zur Viersterne-Herberge La Cala Golfhotel Spa de Mijas, wo der FCL vom 11. bis 18. Januar 2019 logiert. (Bild: Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Die Mannschaft beim Training auf dem eigenen Fussballplatz etwas unterhalb des Hotels. (Bild: Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Wie der Name schon sagt, kommen die meisten Gäste in das Hotel des FCL, um hier auf den beiden 18-Loch-Plätzen Golf zu spielen. (Bild: Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Das Meer liegt vom Luzerner Trainingslager-Hotel zirka 15 Kilometer entfernt. Hier der Segelboote-Hafen von Fuengirola. (Bild: Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Am Sonntag herrschte in Fuengirola und wohl überall an der Costa del Sol ein emsiges Treiben. Viele Einheimische und Touristen genossen es am Ufer des Mittelmeers. (Bild: Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Zahlreiche Hotel-Komplexe stehen an der Costa del Soll in Marbella und wie auf dem Bild in Fuengirola. (Bild: Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Einen typischen andalusischen Innenhof hat das La Cala Golfhotel Spa de Mijas, wo die Mannschaft des FC Luzern untergebracht ist. (Daniel Wyrsch (13. Januar 2019))
Torhüter David Zibung im Training. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 12. Januar 2019))
Impression vom Trainingsplatz. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 12. Januar 2019))
FCL-Trainer René Weiler. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 12. Januar 2019))
Stefan Wolf. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Marbella, 12. Januar 2019))
Die Spieler des FCL laufen sich ein. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
David Zibung und Mirko Salvi bei einer Übung. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Ruben Vargas will Yannick Schmid den Ball abluchsen. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Ein konzentrierter Pascal Schürpf (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Blick auf das Trainingsgelände. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Stürmer Blessing Eleke lacht, Torhüter Mirko Salvi ist eher etwas überrascht. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Die FCL-Youngsters Loic Jacot (links) und Stefan Wolf. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Mirko Salvi kann auch gut gelaunt. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Claudio Lustenberger im Flugzeug. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Christian Schneuwly (links) und Shkelqim Demhasaj lachen "on board". (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Der FCL ist gut in Spanien angekommen – hier Blessing Eleke mit seinem Gepäck. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Lazar Cirkovic (links) und Shkelqim Demhasaj bei der Ankunft im Hotel. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
Torhüter David Zibung ist auch gut angekommen, schaut allerdings noch etwas kritisch. (Bild: Martin Meienberger, 11. Januar 2019)
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Der FC Luzern im Trainingslager in Marbella

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