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FCL gewinnt beim Tabellenletzten GC und befreit sich und Coach Häberli

Dem FC Luzern gelingt im fünften Spiel der Rückrunde endlich der erste Sieg: 3:1 gewinnen die Innerschweizer beim Schlusslicht GC. Viel darf sich der FCL aber auf diesen Erfolg nicht einbilden.
Daniel Wyrsch, Zürich
Jubel im Letzigrund: Blessing Eleke, Pascal Schürpf und Torschütze Christian Schneuwly nach dem 2:0. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 2. März 2019))

Jubel im Letzigrund: Blessing Eleke, Pascal Schürpf und Torschütze Christian Schneuwly nach dem 2:0. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Zürich, 2. März 2019))

Der FC Luzern kann dem Druck standhalten, beim Tabellenletzten Grasshoppers siegen zu müssen. Er erledigt die Aufgabe souverän und es gelingt ihm auch, den Bann der Sieglosigkeit im Jahr 2019 zu brechen. Darum durften die Luzerner Profis nach dem 3:1-Vollerfolg endlich wieder einmal ausgelassen mit den Fans feiern.

Allerdings muss den Innerschweizern beim Verlassen des Spielfeldes aufgefallen sein, was beim Gegner GC passierte. Die Spieler des Tabellenletzten mussten ihre aufgebrachten Anhänger beschwichtigen. Die Zürcher haben in den letzten acht Partien eine Bilanz hingelegt, die schlechter kaum sein könnte: Nur ein Punkt von möglichen 24 Zählern resultierte für den 27-fachen Schweizer Meister. Das dürfte für GC-Trainer Thorsten Fink das baldige Aus bedeuten.

Fink scheint auf alles gefasst, Häberli bleibt gelassen

In der anschliessenden Pressekonferenz meinte der 51-jährige Deutsche, der früher den FC Basel und den Hamburger SV trainiert hatte, denn auch: «Wir müssen schauen, wie wir in den nächsten Tagen verfahren.» Wahrscheinlich ist sich Fink bewusst, was auf ihn zukommt. Er wird kaum noch Gelegenheit haben, sein völlig verunsichertes Team weiter zu trainieren und zu coachen.

Neben Fink sass der neue FCL-Trainer Thomas Häberli auf dem Podium. Der 44-jährige Ballwiler ging wohltuend unaufgeregt mit seinem ersten Sieg als Profitrainer um. Häberli sprach die Torfolge an, die den Luzernern in die Karten spielte. «Wir gingen relativ schnell 2:0 in Führung. Das hat uns natürlich geholfen. Auch das 3:1 ist im psychologisch wichtigen Moment gekommen», stellte er zu Recht fest.

Der FCL hatte tatsächlich nur zwei schwierige Phasen zu überstehen. Zu Beginn der Partie schlug Torhüter David Zibung den Ball einem GC-Angreifer in die Füsse. Doch die harmlosen Hoppers konnten daraus keinen Profit ziehen. Es wäre die einzige Möglichkeit für sie gewesen, in Führung zu gehen. Fink haderte hernach mit seinen Schützlingen: «Wir müssten mal 1:0 führen.» Und das zweite Mal nach der 50. Minute, als Arlind Ajeti das 1:2-Anschlusstor aus Sicht von GC gelungen war. Der zentrale Abwehrmann profitierte nach einem Eckball von Yoric Ravet von einem Abpraller von Pascal Schürpf sowie der Nicht-Reaktion von Zibung auf den temperierten Torschuss. Doch wie es Häberli in seiner Spielanalyse kundtat, reagierte seine Mannschaft postwendend mit dem 3:1.

In Front schoss Marvin Schulz die Luzerner in der 16. Minute, nachdem Raphael Holzhauser eine abgefälschte Flanke von Christian Schneuwly nicht klärte, nahm Schulz Mass und traf scharf und genau in die Torecke zum 1:0. Nur knapp sieben Minuten später passte Pascal Schürpf steil in den Strafraum auf Schnweuwly, der im zweiten Anlauf GC-Goalie Heinz Lindner überwand und so zum 2:0 (23.) traf.

Bedenklich schwach war die Gegenwehr der Zürcher Abwehr. So viel Platz hatte Schneuwly wohl schon lange nicht mehr. «Ich bin froh, ist es mir gelungen, den Ball im zweiten Versuch doch noch im Tor unterzubringen», meinte der FCL-Captain erleichtert.

Noch leichter ist Schneuwly in der 54. Minute zum 3:1-Endstandtreffer gekommen: Ruben Vargas hatte ihn im Sechzehner angespielt, der Freiburger schoss sofort – und der Ball zappelte dann auch im Netz. Keine Chance für Lindner, doch gab es dafür einen einfachen Grund: GC-Innenverteidiger Arlind Ajeti hatte den Schlenzer mit dem Kopf ins eigene Tor abgelenkt. Ein Eigentor also.

In der restlichen Spielzeit passierte nicht mehr besonders viel. Thorsten Fink musste feststellen: «Wir haben es versucht, aber es war nicht mehr drin. Luzern hat gut verteidigt.» Thomas Häberli fand, dass seine Spieler die Konter besser hätten zu Ende spielen müssen.

Häberli kommt zu vier Punkten aus den ersten zwei Partien

Doch insgesamt durfte der neue Coach ein positives Fazit ziehen: Im zweiten Spiel als FCL-Coach hat er mit seiner Mannschaft den ersten Sieg errungen. Er kommt somit zuzüglich dem 1:1 vor Wochenfrist an selber Spielstätte gegen den FC Zürich auf vier Zähler nach zwei Partien. Das ist doch schon mal ein vielversprechender Anfang. Ausserdem haben die Luzerner in der Tabelle einen Sprung von Platz 7 auf 5 gemacht. Allerdings spielt der FC St. Gallen erst am Sonntag zu Hause gegen Neuchâtel Xamax, womit die Ostschweizer mit mindestens einem Punktgewinn sich wieder vor die Innerschweizer platzieren könnten.

Jetzt sieht die Innerschweizer Fussballwelt wieder um einiges rosiger aus, als nach den drei Niederlagen zum Rückrundenstart unter dem anschliessend entlassenen Häberli-Vorgänger René Weiler. Am Mittwoch folgt dann gerade zum richtigen Zeitpunkt der Cup-Viertelfinal zu Hause gegen den Tabellenleader Young Boys mit Ex-FCL-Trainer Gerardo Seoane, dem Thomas Häberli in Luzern nachzueifern scheint ...

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