FCK überwintert in Abstiegsnähe

Die Saisonhälfte ist erreicht: Der FC Kreuzlingen überwintert in der 1.-Liga Classic, Gruppe 3, nach 15 Partien zwei Punkte vor einem Relegationsplatz auf Rang 11. Coach Marc Hodel hat sich sportlich mehr erhofft.

Remo Fuchs
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Der FC Kreuzlingen mit Manuel Ferrone (4), hier im Duell gegen Hönggs Thomas Eugster, will auch in der Rückrunde um jeden Punkt kämpfen. (Bild: Mario Gaccioli)

Der FC Kreuzlingen mit Manuel Ferrone (4), hier im Duell gegen Hönggs Thomas Eugster, will auch in der Rückrunde um jeden Punkt kämpfen. (Bild: Mario Gaccioli)

FUSSBALL. Die Tatsache, dass der FCK nur zwei Punkte von einem Relegationsplatz liegt, gefällt dem ehrgeizigen Trainer Marc Hodel nicht. «Nein!», sagt er trocken dazu. «Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Diese hat immer Leistung gezeigt. Aber rückblickend habe ich mir den einen oder anderen Punkt mehr erhofft», sagt der ehemalige Spitzenfussballer. «Glück und Unvermögen liegen aber oft nahe beisammen», so Hodel weiter. Er spricht darum auch den Ausfall von Abwehrpatron Oumar Kondé an, welcher an einer muskulären Verletzung im Oberschenkel laboriert: «Es ist halt schwer, wenn ein so wichtiger Spieler in der Defensive ausfällt.»

Zuletzt wichtiger Sieg

In den 15 absolvierten Partien konnte Hodel, der die Hafenstädter im Sommer übernommen hat, im Durchschnitt 1,06 Zähler pro Spiel einfahren. Den vielleicht wichtigsten Sieg holte sich der FCK in der allerletzten Begegnung vor der Winterpause zu Hause gegen Rapperswil. Die Thurgauer schnappten sich die Punkte mit einem Tor durch Bellon in der 88. Minute. Der Last-Minute-Treffer rettete den Kreuzlingern praktisch die Winterpause. Ohne die drei Zähler läge die Equipe an zweitletzter Stelle. Dies aber auch nur, weil Muri einen Tag später Leader Zug das Bein stellte und 2:0 gewann. Aus Sicht des Trainers zeigten seine Schützlinge gegen Rapperswil die bisher beste Saisonleistung: «Der Spielfluss war über den ganzen Match vorhanden. Die Abgeklärtheit und die Reife der Spieler gefiel mir gut.»

Magische 30 Punkte

Kreuzlingens Präsident Daniel Geisselhardt ist mit dem aktuellen Stand der Dinge zufrieden. «Wir verfolgen das Ziel, am Ende der Meisterschaft 30 Punkte auf dem Konto zu haben. Da stehen wir mit 16 nicht schlecht da», sagt er. Dennoch ist er sicher: «Wenn Kondé nicht verletzt ausgefallen wäre, dann hätten wir sicher noch den einen oder anderen Punkt mehr geholt.» Angesprochen auf die Nähe eines Abstieg-Platzes meint Geisselhardt: «Es wäre vermessen zu sagen, vorne mitspielen zu wollen. Als Aufsteiger müssen wir uns zuerst in die neue Liga einarbeiten und realistisch bleiben.» Was sagt der Präsident zur Arbeit seines Trainers Hodel? «Ich bin sehr zufrieden und habe an diesem tollen Menschen überhaupt nichts auszusetzen. Rundum höre ich nur Positives.»

Ziel Ligaerhalt

Der Nichtabstieg ist das erklärte Ziel. Um dieses zu erreichen, wollen sich die Kreuzlinger in der Winterpause verstärken, um in der «wahnsinnig ausgeglichenen Gruppe», wie Hodel sagt, die dafür nötigen Punkte zu sichern. «Zwei, drei offensive Akteure werden sicher noch zu uns stossen», sagt der Coach.

Vorerst einmal, nach einer Woche Pause, trainieren die Kicker des FCK ein- bis zweimal wöchentlich. «Wir wollen da einfach ein wenig tschutten», lacht Hodel. «Danach gibt es noch eine längere Ruhezeit für die Mannschaft.» Eins ist klar: Der Trainer will die Winterpause nicht ungenützt lassen, um mit vollem Tank und motivierten Spielern die Rückrunde in Angriff zu nehmen. Diese beginnt am 10. März bei Ticino.

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