FCK ist Aussenseiter, aber nicht chancenlos

fussball. Den in der Meisterschaft bisher glücklos auftretenden Kreuzlinger 1.-Liga-Fussballern bietet sich am Samstag die Möglichkeit, im1/32-Final des Schweizer Cups gegen Locarno für Furore zu sorgen.

Bruno Brütsch
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FCK-Trainer Willy Scheepers. (Bild: Mario Gaccioli)

FCK-Trainer Willy Scheepers. (Bild: Mario Gaccioli)

Der klare 4:1-Erfolg im Cupspiel beim hohen Favoriten in Tuggen war in der laufenden Saison der bisher einzige Vollerfolg, den die Truppe des Holländers Willy Scheepers feiern konnte. Zwar bescheinigen Beobachter der jungen und neuformierten Mannschaft gute, aber glücklose Auftritte. Ein einziges Mal nur vermochten die Seestädter die Chancen resolut zu nutzen – und feierten prompt den Einzug in den prestigeträchtigen1/32-Final des nationalen Cup-Wettbewerbs.

Auch wenn man bei der Auslosung insgeheim auf Champions-League-Teilnehmer Basel, den FC Zürich oder zumindest auf den FC St. Gallen als lukrativen Gegner im Hafenareal hoffte, ist der samstägliche Widersacher aus Locarno insofern nicht unattraktiv, weil ein Weiterkommen gegen die Tessiner durchaus im Bereich des Möglichen liegt.

Argentinischer Goalgetter

Die Tessiner, im Vorjahr nur knapp der Relegation entgangen, kommen auch in der neuen Challenge-League-Saison nicht vom Fleck. Aus sieben Partien holte die von Coach Schönwetter trainierte Truppe nur einen einzigen Sieg bei sechs Niederlagen. Ein besonderes Augenmerk muss Trainer Scheepers allerdings auf den argentinischen Angreifer Juan Manuel Sara werfen, erzielte der Südamerikaner doch gleich sechs der total neun Treffer.

Erinnerungen werden wach

Alte FCKler erinnern sich übrigens noch an die letzte Cup-Begegnung gegen Locarno: Vor 25 Jahren eliminierte die damals von Trainer Jost Leuzinger gecoachte Hafenelf Locarno (mit den heutigen Trainer Paul Schönwetter) im Stadion Lido nach denkwürdigem Spielabbruch (Dauerregen, vor dem Elfmeterschiessen!) und einem neu angesetzten Termin schliesslich mit 3:2 Toren in der Verlängerung.

Dürfte der aktuellen Elf unter Trainer Willy Scheepers der Befreiungsschlag im Cup gelingen, könnte die Begeisterung endlich den Knopf im Kader lösen, der für die kommenden schweren Aufgaben in der 1.-Liga-Meisterschaft dringend vonnöten wäre. Anpfiff auf dem Hafenareal ist morgen Samstag um 17 Uhr.

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