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1:4 gegen Schlusslicht Chiasso – Der FC Wil verliert nach drei roten Karten

Es war ein Abend zum Vergessen für den FC Wil. Gleich drei Akteure wurden mit Rot oder Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche geschickt. Vor allem eine Szene kurz vor der Halbzeitpause gab zu reden und erzürnte die Gemüter.
Gianluca Lombardi
Ein Tag zum Vergessen für Kwadoh Duah (Gelb-Rot nach 17 Minuten) und seine Teamkameraden (Bild: Gianluca Lombardi)

Ein Tag zum Vergessen für Kwadoh Duah (Gelb-Rot nach 17 Minuten) und seine Teamkameraden (Bild: Gianluca Lombardi)

Diskussionsstoff gab es in der Wiler IGP Arena an diesem Abend zur Genüge. In der ersten Halbzeit aber weniger aufgrund dem sportlich gebotenen. Trotz einem 1:1 zur Pause drängten sich andere Themen in den Vordergrund. Ein erstes Raunen ging durch das Stadion, als in der 17. Spielminute Kwadwo Duah mit Gelb-Rot vorzeitig seinen Feierabend einzog. Eine Aktion, die wohl zu sprechen geben wird. Das Einsteigen des bereits verwarnten Wiler Flügelspielers war gelinde gesagt unglücklich und somit auch höchst unnötig.

Dass aber die Gäste mit 11 Mann in die Pause gingen, hatten sie wohl dem Unparteiischen zu verdanken. In der 39. Minute zog Filip Stojilkovic alleine los und konnte von Hervé Epitaux nur unfair gestoppt werden. Die Regelauslegung wäre in diesem Fall klar, denn bei einem Foul knapp ausserhalb des Strafraums, welches eine klare Torchance verhindert, muss der Schiedsrichter auf Rot entscheiden. Zum Entsetzen der anwesenden Zuschauer tat er dies jedoch nicht. Nach dem Spiel zeigte sich Johannes von Mandach einsichtig und gab diesen Fehler zu.

Mit einen Mann weniger verkauften sich die Hausherren aber weiterhin sehr gefällig. Immer wieder lancierten Sie gefährliche Konter. Zur neuerlichen Führung wollte es aber nicht reichen.

Spiel unter Protest

Im Verlaufe des Spiels überschlugen sich dann aber die Ereignisse. Ein umstrittenes Tor brachte die Tessiner mit 1:2 in Führung und das Fass der Wiler zum Überlaufen. Vehement reklamierten sie, dass der Ball vor bzw. auf der Linie geklärt wurde. Dominik Schmid tat dies wohl zu energisch und wurde mit einer direkten Roten Karte des Feldes verwiesen. Spätestens jetzt wurde es auch auf der Tribüne unruhig. Stein des Anstosses war die Tatsache, dass Kreshnik Hajziri von Chiasso wohl zweimal die Gelbe Karte sah, ohne dabei des Feldes zu verwiesen werden. Die Wiler legten darauf hin, noch wärend des Spiels, Protest ein. Im Nachgang stellte sich aber raus, dass der Unparteiische Hajrizi erst einmal verwarnt hatte und die erste Gelbe Karte an Hépitaux gerichtet war. Eine «Entschuldigung» mit einem faden Beigeschmack: Héptiaux war nämlich derjenige Akteur, welcher mit seiner Notbremse hätte mit Rot vom Platz fliegen sollen. Die Verwirrung um Hajrizi kam deshalb auf, weil die Swiss Football League in Ihrem Liveticker die Verwarnung von Héptiaux dem falschen Akteur (Hajrizi) anheftete.

Diese vermeintliche doppelte Verwarnung von Kreshnik Hajrizi sorgte für Unruhe (Bild: SFL App)

Diese vermeintliche doppelte Verwarnung von Kreshnik Hajrizi sorgte für Unruhe (Bild: SFL App)

In Doppelter Unterzahl war für die Wiler dann nichts mehr zu holen. Nur drei Minuten nach der Führung erhöhten die Gäste auf 3:1. Pollero markierte nach einem schönen Angriff über rechts seinen zweiten Treffer. Das Tor des Abends erzielte aber Younes Bnou Marzouk in der Nachspielzeit. Nach einer mustergültigen Flanke traf er mittels sehenswerter Fallrückzieher. Für das Nervenkostüm der Wiler war das zu viel, denn nach dem Treffer flog auch noch Zivko Kostadinovic mit Rot vom Feld. Offenbar hatte er in Richtung der Chiasso Fans gespuckt, nachdem diese das Gleiche in seine Richtung taten.

In der Summe war es für die Wiler ein äusserst bitterer Abend, der wohl auch als nicht bestandene Reifeprüfung angesehen werden kann. Weil wohl auch der Protest abgewiesen werden wird, dürfte diese Niederlage für den FC Wil bestehen bleiben. Die anstehende Länderspielpause kommt wohl nicht gänzlich ungelegen, um die Köpfe freizukriegen und sich wieder auf seine eigenen Stärken zu besinnen.

Telegramm:

FC Wil 1900 – FC Chiasso 1:4 (1:1)

IGP Arena, Wil: 790 Zuschauer. - Schiedsrichter: Johannes von Mandach.

Tore: 8. Schmied 1:0, 20. Pollero 1:1, 76. Kamberi 1:2, 79. Pollero 1:3, 92. Marzouk 1:4.

FC Wil 1900: Kostadinovic; von Niederhäusern, Kamberi, Schmied, Schmid; Krasniqi (23. Rahimi), Abedini (81. Silvio), Muntwiler, Duah; Fazliu; Stojilkovic (67. Rohner).

FC Chiasso: Jacot; Epitaux (46. Martignoni), Senderos, Hajrizi (87. Lurati); Wolf; Dixon, Bahloul, Antunes, Gamarra (46. Huser); Pollero (88. Rossi), Marzouk.

Bemerkungen: Wil ohne Brahimi (gesperrt), Schäppi, Wörnhard, Klein, Celant (verletzt), Sejdija und Beka (nicht im Aufgebot). Chiasso ohne Pugliese (gesperrt), Bellante, Berzati, Padula, Iberdemaj, Cyzas, Doldur (verletzt), Conus, Hadzi, Malinowski und Facchin (nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 11. Gamarra, 11. Duah, 38. Epitaux, 38. Stojilkovic, 58. Hajrizi, 74. Kostadinovic. – Platzverweise: 17. Duah (gelb-rot), Schmid (rot), 92. Kostadinovic (rot)

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