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Wil-Präsident zum Abgang von
Trainer Konrad Fünfstück:
«Es ist kein Beinbruch.»

Der FC Wil und Trainer Konrad Fünfstück gehen getrennte Wege. Wie der Club am Dienstagmorgen mitteilt, werden die Verträge mit dem Bayreuther und seinem deutschen Assistenten Marco Grimm nicht über den Sommer hinaus verlängert.
Die Nachricht kommt nicht wirklich überraschend.
Pascal Koster
Cheftrainer Konrad Fünfstück hat den FC Wil in ruhige Fahrwasser geführt.Bild: Urs Lindt/Freshfocus

Cheftrainer Konrad Fünfstück hat den FC Wil in ruhige Fahrwasser geführt.
Bild: Urs Lindt/Freshfocus

Konrad Fünfstück und Marco Grimm haben ihr Amt im Sommer 2017 angetreten und für zwei Jahre unterschrieben. Nun steht fest: Nach der Rückrunde wird die Zusammenarbeit ein Ende finden. «Nach einer eingehenden Analyse haben sich der Club und das Trainerteam entschieden, die auslaufenden Verträge nicht zu verlängern», teilt Verwaltungsratspräsident Maurice Weber in einem Communiqué mit.

Fünfstück schloss seine erste Saison mit dem Challenge-League-Vertreter auf dem siebten Rang ab – in sicherer Distanz zum Abstiegsplatz. Nach den Wirren um den Ausstieg der türkischen Investoren hat er den Verein in ruhige Fahrwasser geführt. In der aktuellen Spielzeit mischen die Wiler vorne mit, sind im Herbst gar auf dem ersten Platz gestanden. Die positive Hinrunde kam ziemlich überraschend. Es ist kein Geheimnis, dass Fünfstück beim finanziell angeschlagenen FC Wil mit knappen Mitteln arbeiten muss.

Ein Abgang, der schmerzt

Fünfstück hat in den eineinhalb Jahren etwas aufgebaut. Seine Handschrift ist deutlich erkennbar. Unter dem Bayreuther schafften zudem zahlreiche U20-Spieler den Sprung in die erste Mannschaft.

Seine Arbeit wird in Wil geschätzt, weshalb der Club bereits vor den Festtagen vorzeitig verlängern wollte. «Er hat einen neuen Vertrag vorgelegt bekommen und es hängt nur noch an seiner Unterschrift», sagte Weber damals gegenüber «hallowil.ch». Und weiter: «Wir sind meines Erachtens noch nicht am Ende des gemeinsamen Weges. Es ist nicht die Philosophie des FC Wil, andauernd den Trainer zu wechseln.»

Fünfstück lässt in der jüngsten Medienmitteilung derweil verlauten: «Die mir 2017 übertragene Aufgabe, die Mannschaft in eine stabile Lage zu bringen, ist uns bis zum heutigen Tage mehr als gelungen.»

Erfolg weckt Begehrlichkeiten

Dass sich Fünfstück mit Wil nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte, lässt Spekulationen zu. Es ist gut möglich, dass er andere, besser dotierte Angebote vorliegen hat. Erfolg weckt bekanntlich Begehrlichkeiten. Aussenstehende rechneten nach den schleppenden Verhandlungen gar damit, dass Fünfstück schon in der Winterpause gehen wird.

Woran die Verhandlungen genau gescheitert sind, bleibt unklar. Präsident Weber sagt nur:

«Wir haben sehr viele Gespräche geführt
und kamen zum Schluss, dass es besser ist, wenn beide Seiten einen eigenen Weg gehen.»

Dass die Sache schon so früh vom Tisch ist, beurteilt Weber positiv. Bis Ende Januar wollte er Klarheit haben. Nun ist es zwar Februar geworden, doch den Wilern bleibt trotzdem ausreichend Zeit, einen Nachfolger zu finden. Diese benötige man auch, sagt Weber, denn:
«Wir fangen mit einem weissen Blatt Papier an.»

Der Zeitpunkt der Kommunikation könnte allerdings auch zum Nachteil werden. Weil im Sommer unter dem neuen Trainer die Positionskämpfe ohnehin neu lanciert werden, besteht die Gefahr, dass einzelne Spieler nachlassen. Weber gibt Entwarnung: «Sie sind Profi genug, damit ihnen das nicht passiert. Ich glaube nicht, dass sich der Schlendrian einschleichen wird.» Weber selbst bedauert den Abgang, will aber nicht schwarzmalen:

«Er war genau der Richtige für diesen Job.
Der Club ist nun wieder sehr gut aufgestellt. Der Abgang ist also kein Beinbruch.»

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