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Dem FC Wil fehlt noch die Reife für einen grossen Coup

Gegen die Grasshoppers mussten die Wiler eine bittere 0:3 Niederlage einstecken. Nachdem sich der FC Wil in den letzten Wochen viele Lorbeeren erarbeitet, fuhren sie mit berechtigten Hoffnungen nach Zürich. Doch die Mannschaft zahlte wohl auch für ihre fehlende Erfahrung Lehrgeld.
Gianluca Lombardi
Für gewöhnlich zeigt sich Eris Abedini (in blau-orange) als zuverlässiger Rückhalt im Mittelfeld, doch gegen die Hoppers blieb auch er blass. (Bild: Gianluca Lombardi)

Für gewöhnlich zeigt sich Eris Abedini (in blau-orange) als zuverlässiger Rückhalt im Mittelfeld, doch gegen die Hoppers blieb auch er blass. (Bild: Gianluca Lombardi)

Es war ein Abend zum Vergessen für den FC Wil, denn bereits nach einer halben Stunde führte der Rekordmeister verdient mit 3:0. Bei Ostschweizern war nichts vom starken Pressing und dem Spielwitz der letzten Wochen zu sehen. So fand die junge Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza zu keinem Zeitpunkt richtig in die Partie.

Bisher war vor allem auch die Defensive das Prunkstück der Wiler. Doch gegen die Hoppers war davon nichts zu sehen. Bei allen drei Gegentoren wurde es dem Gegner zu einfach gemacht. Besonders ärgerlich war das 2:0, bei dem es gleich drei Verteidiger des FC Wil nicht schafften, den einzigen Zürcher Angreifer am Kopfball zu hindern.

Sportlich kein guter Tag

Die Spieler waren nach dem Spiel sichtbar angefressen. Sie hatten keine Erklärung für das Geschehene. Dabei ging es aber nicht um das Resultat an und für sich, sondern viel mehr um die Art und Weise wie die Akteure das zugelassen haben. Mit deutlich mehr Fassung nahm Ciriaco Sforza dieser Niederlage auf: «Wir haben verdient drei Punkte verloren, können aber etwas daraus lernen.»

Bei den Wilern zeigte sich aber in dieser Partie eine Schwäche wieder, welche zuletzt überwunden schien. Sehr enttäuscht darüber zeigte sich Verteidiger Lindrit Kamberi:

«Wir haben die ersten 20 Minuten verpennt, das ist ganz bitter.»

Damit traf der jungen FCZ-Leihspieler den Nagel wohl auf den Kopf. Denn die Wiler hätten sich zu keiner Zeit verstecken müssen, sie hätten aber von Beginn weg hellwach sein müssen.

Ein Déjà-vu

Besonders ärgerlich an diesem Abend war die Tatsache, dass man auch das erste Spiel gegen die Hoppers wegen einem verschlafenen Start verloren hatte. Auch damals traf der Rekordmeister in der 4. Minute zur 1:0 Führung. Seither hatten die Wiler aber viele Fortschritte gemacht, so dass nicht wenige Aussenstehende der Mannschaft einen Coup im Letzigrund zugetraut hätten.

Nur selten tauchten die Wiler im Strafraum der Grasshoppers auf. (Bild: Gianluca Lombardi)

Nur selten tauchten die Wiler im Strafraum der Grasshoppers auf. (Bild: Gianluca Lombardi)

Doch es scheint, als ob man auf einen grossen Sieg noch ein wenig warten muss. Bei aller Kritik darf und muss man festhalten, dass die junge Mannschaft und das Trainergespann in der Summe einen exzellenten Job machen. Kaum jemand hätte die Ostschweizer nach 10 Spielen auf dem dritten Platz erwartet, noch weniger Leute hätten der Mannschaft zugetraut, nach einem 0:2 Rückstand gegen Lausanne nochmals zurück zu kommen.

Das neue Konzept des FC Wil, welches vorsieht, dass man vorwiegend auf junge und hungrige Spieler setzt, scheint zu funktionieren. Dass eine so unerfahrene Mannschaft Leistungsschwankungen haben wird, dürfte jedem Fussballfan als logisch erscheinen. Zieht man aus den letzten Wochen eine Bilanz, dürfte das Resultat bei den Grasshoppers, trotz aller Enttäuschung, nicht mehr als ein Betriebsunfall sein.

Aufgrund der anstehenden Länderspiele wird der Meisterschaftsbetrieb für knapp zwei Wochen ruhen. Für die Wiler eine gute Gelegenheit, um die Köpfe frei zu bekommen und neue Erfahrungen zu verinnerlichen. Denn bereits in der nächsten Runde wartet mit dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger Stade-Lausanne-Ouchy ein weiterer Prüfstein.

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