Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FC-Wil-GV: Die Türken verzichten auf investiertes Geld

An der Generalversammlung der FC Wil 1900 AG präsentierte der Verwaltungsrat eine interessante Bilanz. Weil die Türken auf ihr investiertes Geld verzichten, ist der FC Wil wieder schuldenfrei.
Gianluca Lombardi
An der Generalversammlung des FC Wil konnte Präsident Maurice Weber erfreuliche Zahlen vermelden. (Bild: Gianluca Lombardi)

An der Generalversammlung des FC Wil konnte Präsident Maurice Weber erfreuliche Zahlen vermelden. (Bild: Gianluca Lombardi)

18,5 Millionen Franken Gewinn. Was hier nach dem Jahresabschluss eines Champions-League-Teilnehmers klingt, ist eine Zahl, die der FC Wil gestern Abend seinen Aktionären präsentiert hat. Für die FC Wil 1900 AG bedeutet das nun nicht eine rosige finanzielle Lage, sondern vielmehr eine Entlastung von alten Schulden. Die Türken, welche den FC Wil vor rund zwei Jahren Knall auf Fall verlassen hatten, verzichten auf eine Rückzahlung der Gelder, welche sie innert 19 Monaten in den FC Wil investiert haben.

Weil diese Gelder stets im Rangrücktritt standen, waren diese nie existenzbedrohend, tauchten aber trotzdem als Negativwert in der Bilanz auf. Der FC Wil ist damit wohl über den Berg und hat das Schlimmste überstanden. Im operativen Geschäft resultierte ein Verlust von rund 1,5 Millionen Schweizer Franken. Es waren vor allem Vereinbarungen mit Rémi Gomis und David Rösler, welche das Budget stark belasteten. Beide Spieler waren nicht bereit, auf ihre gut dotierten Verträge aus der Türkenära zu verzichten.

Mit ehemaligen Spielern eine Lösung gefunden

Der FC Wil fand mit diesen Spielern eine Lösung, befindet sich aber hier nach wie vor in der Abzahlung, welche noch heute auf die Liquidität drückt. Dank einem Effort des Verwaltungsrates ist es dem FC Wil gelungen, diesen operativen Verlust abzufangen. Grössere Aktionäre, Gönner und dem Klub nahestehende Personen haben eingewilligt, auf Gelder zu verzichten, welche sie nach der Türkenflucht zur Rettung eingeschossen haben.

Interessant ist auch die Entwicklung auf der Ertragsseite. Obwohl die Ticketeinnahmen um fast ein Drittel eingebrochen sind, konnte der Gesamtertrag um fast 1,1 Millionen Franken angehoben werden. Dank einem neuen Vertrag der Swiss-Football-League stiegen die TV-Einnahmen auf 577500 Franken. Noch drastischer war der Zuwachs im Bereich der Transfers. Die Verkäufe von Basil Stillhart (Thun) und Noam Baumann (Lugano) sowie die Transferbeteiligung an ­Fabian Schär (von La Coruna nach Newcastle) spülten rund 800000 Franken in die Kasse.

Der FC Wil blickt in solide finanzielle Zukunft

Auch wenn ein operativer Verlust resultierte, darf der FC Wil nicht nur sportlich, sondern auch finanziell wieder in eine rosigere Zukunft blicken. Auf der Ebene des Verwaltungsrates wird vorerst mit drei Mitgliedern weitergearbeitet. Dieser setzt sich aus Maurice Weber (Präsident), Bettina Osterwalder und Artan Sadiku zusammen. Die Verwaltungsräte Marc-Aurel Weinmann und Thomas Hengartner sind bereits wenige Monate nach Amtsantritt wieder zurückgetreten. Eine Ersatzwahl fand keine statt, was aber nicht heisst, dass eine Vergrösserung des Verwaltungsrates ausgeschlossen ist. Unterstützt wird das derzeitige VR-Trio durch einen zehnköpfigen Beirat.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.