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FC Wil: «Frech, offensiv, mit Power» in die neue Saison

Der FC Wil steigt unter Ciriaco Sforza mit einem lüpfigen Motto in die Vorbereitung. Umsetzen will man das hehre Ziel mit vielen Jungen, einigen Routiniers – und einem Trainerteam, das auf die Karte Athletik setzt.
Ralf Streule
Trainer Ciriaco Sforza mit zwei Neuen, die stellvertretend für die gute Wiler Mischung stehen sollen: Der junge Verteidiger Joël Schmied (links) und Routinier Philipp Muntwiler. (Bild: Benjamin Manser)

Trainer Ciriaco Sforza mit zwei Neuen, die stellvertretend für die gute Wiler Mischung stehen sollen: Der junge Verteidiger Joël Schmied (links) und Routinier Philipp Muntwiler. (Bild: Benjamin Manser)

Ciriaco Sforza schlendert am Montag nach der Pressekonferenz und dem Fototermin entspannt über den Kunstrasenplatz in der Wiler IGP Arena. «Pudelwohl» fühle er sich hier, sagt der FC-Wil-Trainer. Weil er von der Clubführung Unterstützung bei seinen Ideen erhalte. Und weil hier in Wil nachhaltige Arbeit gefragt sei.

Das von allen getragene Clubmotto lautet hoffnungsvoll: «Frech, offensiv, mit Power». Es sind Worte, die im Sommer so oder ähnlich regelmässig von Clubs im Umbruch gebraucht werden. Und die sich oft genug einige Wochen später in der Ligarealität auflösen.

Sforza ist überzeugt, dass dies beim FC Wil nicht der Fall sein wird. Der ehemalige Ausnahme-Fussballer scheint genau zu wissen, wo er mit seinem Team steht und wohin es gehen soll. Er betont vor allem eine Botschaft eindringlich:

«Wenn junge Spieler Vertrauen spüren
und wir ihnen Zeit geben, werden sie uns
das irgendwann zurückgeben.»

Das Ziel ist also klar: Er will auf eine junge Dynamik setzen. Aber auch auf einige Erfahrene wie den Wiler Rückkehrer Philipp Muntwiler im Mittelfeld.

Das Wiler Budget bleibt bei gut 2,5 Millionen Franken

Sforzas Start im Frühling war durchzogen. In zehn Spielen gewann Wil unter ihm nur ein Spiel. Diese Phase bezeichnet der Trainer aber selbstbewusst als «Zeit der Analyse». Vieles sei gut gewesen, zu schaffen gemacht hätten seinem Team aber konditionelle Schwächen. «In den letzten 30 Minuten fehlte jeweils etwas. Es gab physische, aber auch mentale Probleme.»

Dem soll der neu angestellte Athletiktrainer Pascal Kaiser entgegenwirken. In ihn setzt Sforza grosse Hoffnungen. «Lieber zwei Spieler weniger, dafür ein Trainerteam, das die Spieler auch physisch weiterbringt.» Das Budget bleibt trotz Trainerzuwachs bei gut 2,5 Millionen Franken, da das Kader leicht schrumpfen soll.

Die Liste an jungen, neuen Spielern ist dennoch lang. Alleine gestern vermeldete der Club den Zugang von drei Nachwuchs-Nationalspielen. Innenverteidiger Joël Schmied stösst leihweise von den Young Boys zu den Wilern. Der 20-Jährige war zuletzt für Rapperswil-Jona im Einsatz und soll nun mithelfen, die Lücke zu schliessen, die Nikki Havenaar nach seinem Abgang zum FC Thun in der Innenverteidigung hinterlassen hat.

Wil mit vielen jungen Neuen - reicht die Substanz?

Für drei Jahre hat der FC Wil zudem den 19-jährigen Filip Stojilkovic vom FC-Zürich-Nachwuchs verpflichtet. Der Stürmer bestritt die vergangene Saison mit den Junioren des Bundesligaclubs Hoffenheim. Und als dritter Torhüter stösst vom St.Galler Nachwuchs Yuri Klein zu den Wilern. Bereits vorher war bekannt, dass vom St.Galler Nachwuchs die zwei 18-jährigen Verteidiger Jan Wörnhard und Lars Traber sowie Goalie Gianluca Tolino verpflichtet werden. Dazu kommen der 22-jährige Flügelstürmer Kwadwo Duah, zuletzt bei Servette. Und Mergim Brahimi im Mittelfeld.

Trotz all der Neuen bleibt für viele Beobachter die Frage, ob die vielen Abgänge und Absenzen verkraftet werden können. Neben Havenaar ist auch Nias Hefti künftig in Thun im Einsatz. Michael Gonçalves wechselt zu Servette. Und eine weitere Teamstütze, Silvano Schäppi, wird aufgrund einer Fussverletzung noch bis zum Ende des Jahres fehlen. Ging da nicht zu viel Potenzial verloren? Mit der «Winnermentalität», die er dem FC Wil einhauchen wolle, werde man dies kompensieren, ist sich Sforza sicher.

«Muntwiler steht auch für mentale Robustheit»

Hoffnungen setzt Wil auch in Routiniers wie Sandro Lombardi oder eben Muntwiler. «Ich bin sicher, dass die Jungen von ihm profitieren werden», so Sforza. «Munti» stehe für Robustheit – nicht nur für die physische, sondern auch für die mentale.

Für Muntwiler, so sagte der 32-jährige Rückkehrer gestern, ist der Wechsel zu seinem Jugendclub eine «Herzensangelegenheit». Er möchte in Wil auch Weichen für die berufliche Zukunft stellen, Trainerausbildungen absolvieren und längerfristig im Club weitere Aufgaben übernehmen. Doch die aktuelle Hauptaufgabe, das ist ihm klar, ist jene auf dem Feld.

«Ich will dem FC Wil helfen.»

Wohin der Weg in der Tabelle führen mag? Die Zielvorgabe von Sforza ist so simpel wie oft gehört: «Letztlich wollen wir jedes Spiel gewinnen.»

Testspiele: Mittwoch, 26.6.: Zürich – Wil (Sportanlage Heerenschürli). – Freitag, 28.6.: Wil – Lugano (Montlingen). – Samstag, 6.7.: Wil – SC Brühl (IGP Arena)

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