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FC Wil erteilt Aarau eine Lehrstunde

Perfektes Herbstwetter, über 2000 Zuschauer und drei Tore für das Heimteam: Der FC Wil erlebt einen erfolgreichen Sonntag.
Gianluca Lombardi
Aaraus Marco Thaler (links) im Zweikampf mit Filip Stojilkovic vom FC Wil. (Bild: Freshfocus)

Aaraus Marco Thaler (links) im Zweikampf mit Filip Stojilkovic vom FC Wil. (Bild: Freshfocus)

Zahlreich sind die Zuschauer erschienen, auch dank der mutigen Kampagne des FC Wil und dem kulinarischen Programm vor dem Stadion. Doch auch im Stadion wurden die Zuschauer an diesem Sonntag nicht enttäuscht. In Halbzeit eins galt dies zumindest für jene, die für die Ostschweizer im Stadion waren. Die Wiler agierten konzentriert, standen gut und liessen wenig zu. Nach vorne setzten sie immer wieder gefährliche Nadelstiche. Die Aarauer hingegen hatten oft Mühe, dies zu verteidigen.

Physisch und gedanklich schien der FC Wil immer wieder ein wenig schneller zu sein. Das 1:0 für das Heimteam unterstrich dies in mustergültiger Manier. Mergim Brahimi entwischte der Hintermannschaft des FC Aarau und lupfte den Ball lässig über den Gästetorhüter. Ein erstes Mal zeigte der FC Aarau seine defensiven Unzulänglichkeiten. Filip Stojilkovic konnte den Ball, trotz Geleitschutz zweier Verteidiger, beinahe unbedrängt in die Schnittstelle spielen.

Wer beim FC Aarau nach Zählbarem oder Konstruktivem suchte, hatte eine anstrengende Aufgabe hinter sich. Die Gäste zeigten nur wenig im ersten Durchgang. Die Wiler liessen ihrem Gegner schlichtweg nicht mehr zu. Zu kompakt standen die Gastgeber in der Defensive. Vor allem aber wurde der Gegner immer früh unter Druck gesetzt.

Defensive Mängel ebnen den Weg

Man muss den Gästen aber zu Gute halten, dass sie nach der Pause eine deutlich ambitioniertere Leistung zeigten und die Wiler phasenweise vor Probleme stellten. Kam der Ball dann mal gefährlich auf das Tor, fanden die Aarauer ihren Meister aber im Wiler Schlussmann Zivko Kostadinovic. Selbst ein Elfmeter in der Nachspielzeit wollte den Mittelländern nicht zu einem Tor verhelfen. Im Zweikampf mit Petar Misic blieb Kostadinovic erneut der Sieger.

Der FC Wil hingegen hatte nicht viele Tormöglichkeiten, nutzte diese aber eiskalt aus. Der zuvor eingewechselte Kwadwo Duah nutzte einen weiteren Fehler der Aarauer Defensive aus. Damir Mehidic verlor sowohl die Kontrolle über den Ball als auch über seinen Körper und legte sich im Zweikampf mit Duah hin. Dieser liess dem Torhüter aus spitzem Winkel keine Chance.

Ein weiterer Aussetzer sorgte schliesslich für das 3:0. Duah schickte mit einem Steilpass Silvio steil in den Strafraum. Aus ebenfalls spitzem Winkel drosch dieser schliesslich den Ball in die Maschen und machte den Sack endgültig zu. Und was machte die Aarauer Defensive währenddessen? Sie leistete einmal mehr Begleitschutz anstatt konsequenter Defensivarbeit. So zog es Mehidic vor, den Arm zu heben und auf Offside zu plädieren, anstatt direkt nachzusetzen.

Wil spielt wie ein Spitzenteam

Der FC Wil präsentierte sich auf und neben dem Feld wie ein Spitzenteam. Selbst die Zuschauerzahl fiel endlich wieder erfreulich aus. Über 2000 Zuschauer fanden den Weg in die IGP-Arena. Nicht wenige wurden wohl auch vom erstmalig organisierten «5-Liber-Street-Food» angezogen. Einmal mehr haben die Wiler auf dem Feld bewiesen, dass nicht nur Erfahrung und Geld Tore schiessen, sondern auch eine grosse Portion Leidenschaft und Unbekümmertheit dazugehört. Denn zumindest die zwei zuletzt genannten Eigenschaften legen die Akteure Wochenende für Wochenende an den Tag. Kleinere Betriebsunfälle wie gegen die Grasshoppers gehen dabei schnell vergessen.

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