FC-Wil-Analyse nach dem 0:0: Gemischte Gefühle trotz Punktgewinn

Gegen Leader Stade Lausanne-Ouchy kommt der FC Wil zu einem 0:0 der besseren Art. Aber eben – zum Sieg reichte es wieder nicht.

Gianluca Lombardi
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Hatte auch Trainer Alex Frei das Gefühl, mit Wil gegen den Leader Punkte verloren zu haben?

Hatte auch Trainer Alex Frei das Gefühl, mit Wil gegen den Leader Punkte verloren zu haben?

Bild: Walter Bieri/KEYSTONE

Aufgrund der Spielanteile war die Punkteteilung am Samstagabend zwischen dem FC Wil und Stade Lausanne-Ouchy fair. Die Ostschweizer hatten jedoch das Gefühl, die Partie verloren zu haben. Die Mannschaft war nicht über den gewonnenen Punkt enttäuscht, sondern vielmehr über die Tatsache, dass man sich erneut nicht mit drei Punkten belohnen konnte.

Symbolisch stand hierfür die 90.Spielminute. Jan Kronig setzt sich am linken Flügel wunderschön durch und brachte den Ball punktgenau in die Mitte. Der heraneilende Maren Haile-Selassie hatte den Siegtreffer auf dem Fuss und den Zuschauern lag der Torjubel bereits auf der Zunge. Rumms! – der Ball prallte von der Latte zurück.

Resultat nicht leistungsgerecht

Es war einer dieser Abende, an denen beide Mannschaften das Wettkampfglück beanspruchten, um keine Gegentore zu erhalten. Für die Wiler musste Aussenverteidiger Malik Taladibi gleich zweimal auf der Linie klären. Auf der Gegenseite scheiterte Samuel Ballet zweimal am glänzend reagierenden Dany Da Silva. Das 0:0 war irgendwann die logische wie absehbare Konsequenz.

Stade Lausanne-Ouchy klang bisher eher nach einem Abstiegskandidaten, den man zu Hause eigentlich besiegen müsste. Doch in der Westschweiz hat sich viel verändert. Dank finanzieller Zuneigung des Präsidenten haben sich bei den Waadtländern neue Möglichkeiten eröffnet. Das Team spielt einen erfrischenden, attraktiven Offensivfussball. Und so entstand eine Begegnung, die zumindest Tore verdient gehabt hätte. Vielleicht wäre die Wahrnehmung dieser Partie anders gewesen, wenn sie mit Treffern veredelt worden wäre. Gegen ein 2:2 hätte wohl niemand etwas einzuwenden gehabt.